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Montag, der 18. Oktober 2021: Reichelt muss gehen, Diskussion über Demoverbote in Leipzig und Rückschläge bei der Verkehrswende

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    Jede einzelne „Bild“-Zeitung wäre eigentlich schon ein ausreichender Grund, die komplette Redaktion zu entlassen, aber für Chefredakteur Julian Reichelt wurde etwas anderes zum Verhängnis: neue Berichte über Machtmissbrauch. Außerdem: Leipzigs Polizeipräsident fordert Einschränkungen für militante linksradikale Demonstrationen und der Bahnstreckenausbau in Leipzig und Sachsen kommt nicht wie geplant voran. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 18. Oktober 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

    Julian Reichelt ist nicht mehr Chefredakteur der sogenannten „Bild“-Zeitung. Das ist vielleicht keine sonderlich relevante Lokalnachricht, aber trotzdem verdammt wichtig. Nach einer Phase vor einigen Jahren, als die „Bild“ mal mit „Refugees Welcome“ warb und nicht mehr ganz so unsympathisch war, wendete Reichelt das Blatt. Aktuell liest sich die „Bild“ wie ein Medium, das bei „Querdenkern“ auf dem Küchentisch liegen könnte.

    Rückdeckung vom Axel-Springer-Chef

    Doch das ist Reichelt nicht zum Verhängnis geworden. Natürlich nicht, denn das dürfte gewollt sein. So bezeichnete „Axel Springer“-Chef Döpfner doch ausgerechnet Reichelt als „letzten und einzigen Journalisten in Deutschland“, der noch mutig gegen einen neuen DDR-artigen, autoritären Staat rebelliere, schreibt die New York Times.

    Nein, zum Verhängnis wurde Reichelt, dass er „Privates und Berufliches nicht klar getrennt“ und diesbezüglich gelogen habe, teilte sein Unternehmen heute mit. Bereits vor einigen Monaten war ihm Machtmissbrauch vorgeworfen worden, auch in Bezug auf sexuelle Handlungen mit Kolleginnen. Aktuelle Recherchen eines Investigativteams hatte Verleger Dirk Ippen offenbar kurzfristig verhindert.

    So wichtig wie die Pressefreiheit ist auch das Demonstrationsrecht. Und rund um dieses gibt es in Leipzig gerade Diskussionen. In einem LVZ-Interview hatte Polizeipräsident René Demmler heute gefordert, bestimmte Demonstrationen künftig stationär zu beauflagen, das heißt Aufzüge zu verbieten. Konkret hatte er dabei Antifa-Demonstration in Leipzig wie jene im September oder am kommenden Wochenende im Blick.Unterstützung erhält Demmler dabei von der LVZ selbst. Zwar verwies Lokal-Ressortleiter Björn Meine in seinem Kommentar darauf, dass immer im Einzelfall entschieden werden müsse, doch grundsätzlich habe Demmler mit seiner Forderung nach Aufzugsverboten recht. Das letzte Wort würden im Zweifel die Gerichte sprechen, die in der Vergangenheit vor allem für rechte Demonstrationen schon so manche Einschränkung gekippt hatten.

    Prüfung von neuen Bahnstrecken dauert

    Außerdem berichtete die LVZ heute darüber, dass der Ausbau des Straßenbahnnetzes in Leipzig nicht ganz so schnell vorankommt wie geplant. Nachdem der Stadtrat vor einem Jahr beschlossen hatte, drei neue Strecken zu prüfen, wurde nun bekannt, dass dies bislang erst bei der sogenannten Südsehne der Fall ist. Bei dem Projekt Thekla-Süd sei noch nicht einmal mit der Prüfung begonnen worden, schreibt die LVZ.

    Schlechte Neuigkeiten gab es heute auch bezüglich der Bahnverbindung zwischen Leipzig und Chemnitz. Die Strecke sollte eigentlich – so dachte man – komplett zweigleisig ausgebaut werden. Doch wie die „Freie Presse“ berichtet, ist das laut einer Ausschreibung der Deutschen Bahn derzeit nicht sicher geplant. Zunächst müsse geprüft werden, ob es irgendwo aus „technischen Gründen“ noch nicht möglich ist.

    Stadtrat, Schwimmhalle und Ampel

    Worüber die LZ heute berichtet hat: über einen Beschluss des Stadtrates, blühenden Baumscheiben möglichst freien Lauf zu lassen, über Pläne für eine neue Schwimmhalle neben dem Heizkraftwerk im Leipziger Süden und über Tempo 30 in der Gustav-Esche-Straße.

    Was heute außerdem wichtig war: Nach SPD und Grünen hat heute erwartungsgemäß auch die FDP ihr „Ja“ zu Koalitionsverhandlungen für eine Ampel gegeben. In Leipzig demonstrierten derweil circa drei Unbekannte auf dem Augustusplatz mit einem Banner und Pyrotechnik für eine Universität ohne „Linksextremismus“.

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