„Elli“ bringt Schnee und Glätte auch nach Leipzig – die Polizei vermeldet zahlreiche Unfälle. Auch Bundesliga-Partien fallen den Wetterkapriolen zum Opfer. Die BSG Chemie hat heute ihren neuen Trainer und Sportdirektor offiziell präsentiert. Er soll die Leutzscher Fußballer vor dem Abstieg retten. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 9. Januar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Neuer Chemie-Trainer vorgestellt
Am Mittwoch war seine Verpflichtung bekanntgegeben worden, heute wurde er in einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt: Alexander Schmidt ist neuer Cheftrainer und Sportlicher Leiter beim im Tabellenkeller steckenden Regionalligisten BSG Chemie Leipzig. Der 57-Jährge unterschrieb einen für die Regionalliga geltenden Vertrag bis 2027.
Der gebürtige Augsburger coachte unter anderem 1860 München und Dynamo Dresden und verfügt mit der UEFA-Pro-Lizenz über die höchste Trainerqualifikation, die der europäische Fußball zu bieten hat. Auf ihm ruhen in Leutzsch nun die Hoffnungen auf den erfolgreichen Klassenerhalt.
Zwei „giftige Trainingseinheiten“ hatte er mit seinem neuen Team bereits absolviert – gelacht worden sei dabei aber dennoch. Denn Schmidt will Freude und Emotionen ins Training bringen. Er sehe seine Aufgabe jetzt vor allem darin, seinen Spielern das nötige Selbstvertrauen zu geben und mentale Stärke aufzubauen. Dafür will er die Mannschaft jetzt möglichst schnell genau kennenlernen und Gespräche führen.
Wichtig ist ihm, sein Team jetzt nicht „mit irgendwelchem Zeug (zu)überfrachten“, sondern „klare Sachen rein(zu)bekommen, damit die Jungs was an die Hand kriegen und Sicherheit bekommen“. Eine für morgen geplante erste Standortbestimmung in Form eines Testspiels gegen den VfB Merseburg, muss allerdings aufgrund der Witterungs- und Platzbedingungen sowie der damit verbundenen hohen Verletzungsgefahr ausfallen.
Eine positive Nachricht gab es aus dem Leutzscher Holz dennoch zu vermelden. Denn die Grün-Weißen haben mit Marcel Bergmann einen neuen Torhüter verpflichten können. Der 27-Jährige wechselt vom Ortsrivalen 1. FC Lok nach Leutzsch.

Spielabsagen für Leipziger Bundesligisten
Unterdessen sorgte das aktuelle Sturmtief „Elli“ für weitere Spielabsagen, von denen auch zwei Leipziger Bundesligisten betroffen sind. In der Fußball-Bundesliga wurde die für morgen im Millerntor-Stadion angesetzte Partie des FC St. Pauli gegen RB Leipzig abgesagt. Die kritische Gesamtsituation in ganz Hamburg sowie die großen Mengen an Schnee und Eis auf dem Stadiongelände hatten zu dieser Entscheidung geführt. Wann die Begegnung nachgeholt wird, steht noch nicht fest.
Doch auch Hallen-Sportlerinnen sind von den Wetterkapriolen betroffen. So informierten die Zweitliga-Handballerinnen des HC Leipzig heute darüber, dass ihre morgige Partie beim Bergischen HC ebenfalls nicht stattfinden wird. „Grund hierfür sind die aktuellen Witterungsbedingungen, bei denen eine sichere Anreise unserer Mannschaft nicht gewährleistet ist“, so die Blau-Gelben. Fast 500 Kilometer wären zum Spielort in Solingen (NRW) zurückzulegen.
Sturmtief „Elli“ bringt Schnee, Glätte und Unfälle
Das winterliche Sturmtief „Elli“ hat heute Deutschland in Atem gehalten. Wir in Leipzig sind dabei noch recht glimpflich davongekommen. Dennoch gab es nach starkem Schneefall in den Morgen- und Mittagsstunden vor allem auf den Straßen Probleme. So vermeldete die Polizeidirektion Leipzig im Zeitraum von 6 bis 13 Uhr in ihrem Zuständigkeitsbereich insgesamt 48 Verkehrsunfälle, davon ereigneten sich 22 in Leipzig selbst.
Aber auch auf den Autobahnen war es gefährlich. So musste schon am Morgen an der Anschlussstelle Wiedemar die Auf- und Abfahrt zur A9 voll gesperrt werden. Bei einem Unfall zwischen zwei Autos war hier ein Kind leicht verletzt worden. Probleme mit der Glätte auf den Fahrbahnen hatten auch die dicken Brummis. So blockierten zwei Lkw unfreiwillig die B93 in Borna, weil sie an einem Berganstieg immer wieder zurückrutschten. Auch an der Ausfahrt Großkugel (A9), der Anschlussstelle Borna-Nord (A72) oder am Kreuz Leipzig-Süd gerieten Lastkraftwagen in Schwierigkeiten.
Besonders stark mit „Elli“ zu kämpfen hatte aber der Norden Deutschlands. Die Bahn stellte wegen der kniffligen Wetterbedingungen im gesamten Bereich Norddeutschlands den Fernverkehr ein. In Hamburg war sogar der S-Bahn-Verkehr stark eingeschränkt.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
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Was sonst noch wichtig war:
Vom Stadtteilpark Rabet aus zogen am Nachmittag etwa 50-60 Personen über die Eisenbahnstraße. Sie demonstrierten „für ein demokratisches und geeintes Syrien, welches nicht Spielball internationaler Mächte ist“.

Am kommenden Dienstag sollen die Beschäftigten von Hochschulen, Kliniken und der Verwaltung in Leipzig ihre Arbeit niederlegen. Dazu hat heute die Gewerkschaft Verdi nach der ersten Tarif-Verhandlungsrunde mit den Ländern aufgerufen.
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