Leipzigs berühmtester Supermarkt hat heute den letzten Tag geöffnet. In Mailand starten die Olympischen Winterspiele – und das mit zwei Feuern. Kann Leipzig auf eine Medaille für den DHfK-Sportler Felix Straub hoffen? Ein bekannter Bob-Meister drückt ihm in der LZ die Daumen! Auf der Messe gibt es bis Sonntag alles Wichtige für die bevorstehende Motorradsaison zu bestaunen.

Ein Leipziger bei Olympia 2026

Im Mailänder San-Siro-Stadion werden heute die 25. Olympischen Winterspiele eröffnet. Der traditionelle Fackellauf begann am 26. November letzten Jahres im antiken Olympia (Griechenland). Der Ort gilt als Ursprungsstätte der Olympischen Spiele und ist jedes Mal der Startpunkt, von dem aus das Feuer zum aktuellen Austragungsort entsendet wird.

Nach der Entzündung wurde die Flamme zunächst nach Athen gebracht und dort Anfang Dezember 2025 an die Organisatoren der Winterspiele übergeben. Von dort aus startete der Fackellauf durch Italien. Sein Ziel ist die Eröffnungsfeier in Mailand. Ein „Zwilling“ des Feuers wird auch zu einer Zeremonie in Cortina d’Ampezzo erwartet, dem zweiten zentralen Ort der diesjährigen Spiele.

Dem auf 1200 Metern gelegenen Dolomiten-Städtchen kommt aus hiesiger Sicht am 16. Februar besondere Bedeutung zu. Dann startet dort der Leipziger Felix Straub (SC DHfK) als Anschieber im Viererbob. Das Team um Piloten Francesco Friedrich belegte bei der Bob-Weltmeisterschaft 2025 den ersten Platz. Vielleicht bringt Straub olympisches Gold mit nach Hause? Auf jeden Fall liegen Straub und das Team um Friedrich jemand ganz Besonderem am Herzen.

Am Morgen erreichte die LZ ein Gruß von Bob-Urgestein Dietmar Falkenberg aus Dresden: „Meine Liebe zum Bobsport habe ich mir immer erhalten. Und natürlich fiebere ich am 16. Februar vorm Fernseher mit, schaue mir den Wettkampf an und drücke beide Daumen. Wenn die Jungs olympisches Gold nach Sachsen holen, wäre das doch ein guter Grund zum Feiern!“

Der heute 65-jährige Falkenberg war u.a. 1989 DDR-Meister und holte im selben Jahr als Pilot mit seinem Team beim Weltcup in Sarajevo den Bahnrekord auf der Bob- und Rodelbahn Trebević (in 3:19,40 min, vor UdSSR mit 3:19,48 min).

Insgesamt nehmen 16 sächsische Sportlerinnen und Sportler an den Winterspielen teil.

Leipzigs Mann bei Olympia: Der ehemalige Sprinter wechselte 2022 zum Bobsport. Foto: SC DHfK

Motorradmesse eröffnet mit 90 Ausstellern

Vor dem Start in die neue Motorradsaison bietet die Leipziger Motorradmesse ab heute die Möglichkeit, sich umfassend über Trends und Neuheiten zu informieren. Auf der ersten großen Veranstaltung der Fahrzeugbranche im neuen Jahr präsentieren 90 nationale und internationale Aussteller (eine Mischung aus Herstellern, Händlern, Vereinen, Dienstleistern, Reiseanbietern, Ausstattern und Szeneprojekten) neben Zweirädern und Zubehör auch Erlebnisse rund ums Motorrad.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm aus verschiedenen Shows und Gesprächsrunden ergänzt die eigentliche Ausstellung. Eine Tageskarte kostet 15 Euro, Kinder von 6 bis 12 Jahren zahlen 6,50 Euro. Für Besitzer eines Tickets der „Haus, Garten, Freizeit“ ist der Besuch der Motorradmesse bereits inbegriffen. Geöffnet ist die Motorradmesse bis Sonntag, jeweils 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr.

Die Messe zeigt nicht nur Motorräder, sondern auch, was man mit ihnen anstellen kann. Foto: zweiradmessen.de

Kult-Kaufhalle muss schließen – zum Glück nicht für immer

Sie ist der vielleicht bekannteste Supermarkt der Stadt. Wenn Medien über den Szene-Stadtteil Connewitz berichten, ist sie auf unzähligen Bildern im Hintergrund zu sehen – die „Koofi“, wie man in Leipzig traditionell sagt. Das sächsische Kosewort für „Kaufhalle“. So hießen die ebenerdigen, rechteckigen Supermärkte in der DDR. Und bis heute hat dieser Kulturbegriff charmanter Weise überlebt.

Dabei ist der jetzige „REWE“ am Connewitzer Kreuz schon keine historische Kaufhalle mehr. Die wurde 2013 abgerissen, ihr folgte ein Neubau. Der bleibt nun stehen – wird aber grundlegend umgebaut. Acht Wochen sind für die Baumaßnahmen veranschlagt. So lange dauerten in der DDR die Sommerferien.

Nach Unternehmensangaben wird mehr Platz für Grünes benötigt. Die Interessen der Kunden hätten sich in den letzten Jahren geändert. Und diesem Wandel wolle man Rechnung tragen. Die Verkaufsfläche wird insgesamt größer, dank des an der Ecke zur Arno-Nitzsche-Straße in den Komplexbau integrierten LUKAS-Bäckers verzichtet der Markt auf einen eigenen Shop-in-Shop-Bereich mit einem ähnlichen Angebot. LUKAS bleibt übrigens für die frühstückshungrigen Connewitzer während der gesamten Umbauphase in Betrieb.

Zudem eröffnet der modernisierte Markt nach der Umgestaltung mit einer eigenen kleinen Postfiliale. Die Menschen im Kiez wird es freuen. Nachdem das Traditionsfotohaus Seyboth in Connewitz vergangenes Jahr schloss (und damit die integrierte Kooperation mit Hermes wegfiel), gibt es künftig direkt am Kreuz die Möglichkeit, den Lieben in der Ferne ein Päckchen zu schicken. Vielleicht mit vegetarischen Grüßen aus der „Koofi am Kreuz“.

Die Wiedereröffnung ist für den 1. April geplant. Vermutlich hoffen die Connewitzer, dass es sich dabei nicht um einen Scherz handelt.

Seit 1969 stand am Connewitzer Kreuz eine Kaufhalle (hier im Jahr 1986). Sie wurde 2013 durch einen Neubau ersetzt. Foto: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons

Fotorechtlicher Hinweis: Die Abbildung der einstigen Kaufhalle stammt von Dietmar Rabich (Dietmar Rabich / Wikimedia Commons / „Leipzig, Kaufhalle — 1986 — 28“ / CC BY-SA 4.0) und ist unter diesem Link lizenziert. Das Foto wurde nicht verändert.

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