Am Landgericht Leipzig wurde ein mutmaßlicher Brandstifter unter anderem wegen versuchten Mordes zu einer empfindlichen Haftstrafe verurteilt, er selbst beteuert seine Unschuld. Und: Polizei sowie Staatsschutz müssen sich mit Sachbeschädigungen gegen Firmenautos eines Immobilienunternehmens auseinandersetzen. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 25. März 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Landgericht: 34-Jähriger kommt lange in Haft
Das Landgericht Leipzig sprach heute nach langer Beweisaufnahme mit etwa 80 Zeugen sein Urteil: Ein 34 Jahre alter Mann wandert für neun Jahre und drei Monate in den Strafvollzug. Man befand den Leipziger unter anderem der Brandstiftung und des versuchten Mordes für schuldig.
Der zuweilen Wohnsitzlose soll Mitte Juni vergangenen Jahres eine Reihe von Brandanschlägen zumeist gegen Autos im südwestlichen Stadtgebiet von Leipzig verübt haben. Im negativen Sinne herausragend war der Vorwurf, der 34-Jährige habe nachts den Dichtungsring eines Wohnwagens entzündet, während darin ein Mann (36) schlief. Der Bewohner konnte sich zum Glück rechtzeitig retten, weil er durch den Rauch munter wurde, und kam letztlich mit dem Schrecken davon.
Das Landgericht befand den Angeklagten der meisten Anklagepunkte für überführt, konnte aber kein eindeutiges Tatmotiv erkennen. Der mutmaßliche Zündler selbst hatte bis zuletzt seine Unschuld beteuert und kann das Urteil per Revision anfechten. Mehr dazu in diesem Artikel.
Politisches Motiv? PD meldet Anschläge auf Firmenwagen
Zumindest hat der in U-Haft sitzende Mittdreißiger ein sicheres Alibi für das, was die Leipziger Polizeidirektion (PD) aktuell vermeldet – und damit bleiben wir (leider) im weitesten Sinne noch beim Thema, wenn auch ohne Brand: In mehreren Leipziger Stadtteilen kam es, möglicherweise während der zurückliegenden Nachtstunden, zu offenbar gezielten Sachbeschädigungen an Fahrzeugen einer bekannten Immobilienfirma.
Insgesamt traf es drei Peugeots, die in der Holbeinstraße, der Hildegardstraße und der Arno-Nitzsche-Straße geparkt waren, so PD-Sprecherin Susanne Lübcke. Die Autos wurden teils mit Farbe besprüht, Scheiben zerstört und Reifen beschädigt sowie auch Luft aus diesen abgelassen.
Zur Schadenshöhe liegt noch keine seriöse Schätzung vor. Wegen der Wahrscheinlichkeit eines politischen Hintergrunds ermittelt der Staatsschutz, unterstützt durch die jeweiligen Polizeireviere.
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