Während international die nächste Runde von Friedensverhandlungen bevorstehen könnte, demonstrierten in Leipzig einige dutzend Menschen für einen demokratischen Wandel im Iran. Außerdem: Beim Leipzig-Marathon gewinnt ein ehemaliger Wintersportler und der Vorsprung des 1. FC Lok im Aufstiegskampf schmilzt weiter dahin. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, 18./19. April 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Im strömenden Regen haben am Sonntag in der Innenstadt circa 70 Menschen für einen demokratischen Iran demonstriert. Die Versammlung startete um 15 Uhr am Augustusplatz, ging über den Brühl und endete gegen 17:30 Uhr auf dem Marktplatz.

Zentrale Forderungen waren der Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit der islamischen Republik Iran, die Schließung der Botschaft in Deutschland und die Abschaffung des Mullah-Regimes unter Einsetzung eine Übergangsregierung unter dem Sohn des ehemaligen Schahs Reza Pahlavi.

Mehrere Redner machten auf die aktuelle Repression durch das Regime aufmerksam. Seit der blutigen Niederschlagung im Januar, bei der es nach unbestätigten Berichten mehr als 35.000 Tote gegeben haben soll, hält eine Hinrichtungswelle an.

Ebenfalls waren Rufe „Internet für den Iran“ zu hören. Seit Beginn des Iran-Kriegs hat das Regime die Kommunikationswege stark eingeschränkt, um unter anderem die Organisation von Protesten und den Informationsfluss ins Ausland zu verhindern. Das Projekt Netblocks vermeldete heute, dass die Blockade mittlerweile 1.200 Stunden anhält.

Protest gegen Schweinezucht

Bereits am Samstag gab es Protest in Mittweida im Landkreis Mittelsachsen. Dieser wurde von der Gruppe „Animal Rebellion“ organisiert und richtete sich gegen Schweinezuchtbetriebe und Veterinäramt.

Die Tierschutzgruppe wirft einem Betrieb in Mittelsachsen vor, massiv gegen den Tierschutz verstoßen zu haben, und beruft sich dabei auf Recherchen, die im Januar veröffentlicht wurden. Außerdem wirft sie dem Veterinäramt vor, Kontrollen vorher angekündigt zu haben. Das spiele den Landwirt*innen „in die Hände“, kritisiert „Animal Rebellion“.

Nach eigenen Angaben beteiligten sich etwa 20 Aktivist*innen an einer Kundgebung vor dem Rathaus in Mittweida.

Marathon in Leipzig

Der ehemalige Wintersportler Jakob Lange hat den Marathon in Leipzig gewonnen. Er benötigte zwei Stunden und 18 Minuten für die Strecke. Die schnellste Frau auf der Strecke war Antonia Müller mit zwei Stunden und 43 Minuten. Karl Diedrich und Lotta Hanzelmann heißen die Gewinner*innen im Halbmarathon. Mit mehr als 14.000 Teilnehmer*innen quer über alle Distanzen erreichte die diesjährige Ausgabe einen neuen Rekord.

Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:

über die Mietenkonferenz der Linkspartei in Grünau,

über die bevorstehende Trennung der „Prinzen“ und

über eine Petition der Leipziger „Seebrücke“ für eine Schiffspatenschaft.

Was am Wochenende außerdem wichtig war: Der 1. FC Lok kriselt im Aufstiegskampf der Regionalliga Nordost. Nach der Derbyniederlage vor einer Woche gab es auch im Spitzenspiel gegen Halle keinen Dreier. Die beiden Mannschaften trennten sich im Bruno-Plache-Stadion mit 0:0. Verfolger Jena gewann dank eines Tores in der Nachspielzeit mit 2:1 gegen Greifswald und rückte vier Spieltage vor Schluss bis auf zwei Punkte an die Loksche heran.

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