OB Jung kriegt heute vermutlich ne Tasse Kaffee extra, am Sportforum gibt es Damen-Tennis von Weltformat. In Markkleeberg kommt auf die schon laufenden Schachtarbeiten noch „ne Schippe druff“, dafür soll es im Leipziger Westen künftig bequemer werden, in den Bus zu gelangen. Am Morgen kurzfristig verschoben wurde ein Gerichtsprozess, in dem es um ein Vermögen unter der Dielung gegangen wäre. LZ wird ihn bei Bekanntgabe des Nachholtermines ankündigen.
Markkleebergs Rathausstraße wird noch, noch, noch gesperrter
Schon jetzt müssen zumindest Nutzer von PKW und Motorrädern eine Umleitung in Kauf nehmen, wenn sie von Markkleeberg Mitte Richtung Cospudener See wollen. Bereits im Oktober 2024 verlegten die Wasserwerke dort neue Leitungen. Ein Jahr später erneuerte die Deutsche Bahn den Bahnübergang, bevor 2026 der umfassende Ausbau der Rathausstraße begann.
Bis zur Sanierung war das übrigens eine der wenigen Verkehrsadern, auf denen sich die stählernen Eisenbahn- und Straßenbahnschienen direkt kreuzten. Ein Faszinosum, das im vergangenen Jahrtausend sogar Zuschauer anzog.
Ab heute kommen im westlichen Bereich der Rathausstraße weitere Bauarbeiten hinzu. Die Leipziger Wasserwerke tauschen bis zum 14. August zwischen der Koburger Straße und Ring 20 in fünf aufeinanderfolgenden Abschnitten beschädigte Schachtabdeckungen aus.
Je nach Arbeitsort wird die Straße voll gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar sein. Die dafür nötigen Halteverbotszonen sind bereits für alle Abschnitte eingerichtet.
Künftig bequemer einsteigen in West
Ohne Mühen in den Bus. Für Menschen im Rollstuhl oder mit anderen Beeinträchtigungen, aber auch für Eltern mit Kinderwagen sind moderne Einstiege von der Haltestelle ins Fahrzeug eine spürbare Verbesserung der alltäglichen Lebensqualität.
Ab heute wird eine weitere solche Zustiegsmöglichkeit geschaffen: In der William-Zipperer-Straße beginnen die Arbeiten zum barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle „Hempelstraße“. Die Maßnahme ist Teil des Programms der Stadt Leipzig zur schrittweisen barrierefreien Gestaltung des öffentlichen Nahverkehrs. Vorgesehen sind erhöhte Bordsteine für einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg sowie sogenannte Gehwegnasen mit Blindenleitsystem an der Kreuzung, wodurch sich zugleich die Querungswege für Fußgänger verkürzen.
Zusätzlich entsteht auf der stadteinwärtigen Seite ein neuer Fahrgastunterstand. Besonders erfreulich: Die vorhandenen Straßenbäume bleiben trotz der Errichtung des Häuschens erhalten. Gleichzeitig mit diesen Arbeiten wird die Fahrbahndecke im unmittelbaren Bereich erneuert. Während der einzelnen Bauphasen wird der Verkehr jeweils halbseitig an der Baustelle vorbeigeführt.
Für die Erneuerung der Fahrbahn muss die William-Zipperer-Straße zwischen Rinckstraße und Güntherstraße voraussichtlich für etwa eine Woche vollständig gesperrt werden. Die Buslinie 74 wird, abhängig vom Baufortschritt, umgeleitet. Fußgänger passieren die Baustelle über wechselnde Wege. Nach derzeitiger Planung sollen die Arbeiten bis Oktober abgeschlossen sein.
Die Kosten belaufen sich nach Auskunft der Stadt auf rund 320.000 Euro, wobei rund 90 Prozent der Investitionssumme vom Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) gefördert werden.
Weltklasse-Tennis am Elster-Ufer
Großer Aufschlag Anfang August: Mit dem offiziellen Turnierbeginn der Leipzig Open am heutigen Montag ist die Stadt erneut Gastgeber eines internationalen Damen-Weltranglistenturniers. Ausgetragen wird das mit 60.000 US-Dollar dotierte Sandplatzturnier der Kategorie ITF Women’s World Tennis Tour W75 vom 3. bis 9. August auf der Anlage des Leipziger Tennisclub 1990 e.V. am Sportforum 7.
Im Einzel kämpfen 32 Spielerinnen im Hauptfeld sowie weitere 32 Teilnehmerinnen in der Qualifikation um den Turniersieg, hinzu kommt ein Doppelfeld mit 16 Paarungen. Bereits gestern begann die Qualifikation, die heute ab 11 Uhr fortgesetzt wird. Mit dem „Spiel des Tages“ um 17 Uhr wird das Turnier offiziell eröffnet.
Die Leipzig Open sind als Publikumsturnier konzipiert. Besucher sind an allen Turniertagen willkommen, wobei der Eintritt an den ersten vier Tagen einschließlich Dienstag kostenfrei ist. Von Mittwoch bis Freitag kosten Tageskarten 10 Euro, ermäßigte Tickets für Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Kinder sind für 5 Euro erhältlich. Für Samstag und Sonntag beträgt der Eintritt jeweils 15 Euro.
Neben dem internationalen Damen-Weltranglistenturnier werden ab Donnerstag zusätzlich nationale Ranglistenturniere der Kategorie A2 ausgetragen. Auf mehreren Plätzen laufen parallel Begegnungen, fürs Publikum ergänzt durch ein gastronomisches Angebot auf dem Clubgelände.
Insider setzen u.a. große Stücke auf Tessa Johanna Brockmann, die nach ihrem Finaleinzug im Vorjahr erneut in Leipzig antritt. Ebenfalls im Hauptfeld steht die deutsche Nachwuchshoffnung Ida Wobker aus Osnabrück, die bereits mit 15 Jahren auf internationaler Ebene spielt.
Tickets werden ausschließlich für die kostenpflichtigen Turniertage benötigt und sind im Vorverkauf auch als digitale Eintrittskarten erhältlich. Die Anlage am Sportforum ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto erreichbar. Tickets für die kostenpflichtigen Turniertage von Mittwoch bis Sonntag sind im Vorverkauf über Eventim sowie über die offizielle Internetseite der Leipzig Open erhältlich.

Burkhard Jung und „ä Schälchn Heeßer“
Nicht nur zur gebrühten Bohne wird heute Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung im traditionsreichen Kaffeehaus „Zum Arabischen Coffe Baum“ (Kleine Fleischergasse 4) erwartet. Dort soll er sich um 14 Uhr in das historische Goldene Gästebuch des Hauses eintragen. Die Ehrung erfolgt in seinem letzten Amtsjahr und knüpft an eine langjährige Tradition des Kaffeehauses an.
Das Gästebuch stammt aus dem Jahr 1928 und dokumentiert Besuche zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Zu den im Buch eingetragenen Unterzeichnern zählen unter anderem der Sänger Udo Jürgens, Bundespräsident a. D. Horst Köhler und Schauspieler Mario Adorf.
Das Kaffeehaus „Zum Arabischen Coffe Baum“ gehört zu den traditionsreichsten gastronomischen Einrichtungen des Landes. Das Gebäude wurde bereits 1556 erstmals urkundlich erwähnt, während ein Kaffeeausschank dort seit 1711 nachgewiesen ist. Es gilt als ältestes Kaffeehaus Deutschlands. Zugleich ist in dem historischen Gebäude das Museum zur Leipziger Kaffeehausgeschichte untergebracht.
Nach der Schließung Ende 2018 wurde das Haus für rund 3,8 Millionen Euro umfassend saniert. Die Gastronomie und das Café nahmen im April 2025 den Betrieb wieder auf, das neu gestaltete Museum öffnete im Juli 2025 erneut seine Türen.

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