Bei einem Unwetter in der Sächsischen Schweiz kam ein Mann ums Leben. Weitere Personen wurden verletzt. Außerdem: Unbekannte setzten eine selbstgebaute Barrikade vor dem Polizeiposten in Leipzig-Connewitz in Brand und in Hamburg nahmen so viele Menschen wie noch nie am CSD teil. Die LZ berichtet, was am Wochenende, 1./2. August 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Ein Toter und mehrere Verletzte durch starkes Unwetter in Sachsen

Noch am Freitagabend hatte es im Rathener Gebiet in der Sächsischen Schweiz ein schweres Unwetter gegeben. Ein Mann, welcher zu Besuch in Region gewesen war, kam dabei ums Leben. Er wurde von einem Baum erschlagen. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt.

Am Samstag äußerte sich Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) zu dem tragischen Vorfall: „Die Nachrichten aus der Sächsischen Schweiz machen mich tief betroffen und traurig. Dass ein Mensch, der als Gast in die Region gekommen ist, um Erholung zu finden und die Natur zu genießen, durch dieses Unwetter sein Leben verloren hat, schmerzt mich zutiefst. Mein tief empfundenes Beileid und all meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen des Verstorbenen. Den Verletzten wünsche ich von Herzen eine rasche und vollständige Genesung.“

Klepsch bedankte sich bei allen Helfer*innen und Einsatzkräften der Bergwacht, der Feuerwehr, der Polizei und des Rettungsdienstes und erklärte, man wolle sich in der kommenden Woche mit den Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Tourismuswirtschaft sowie den Akteuren vor Ort austauschen, um gemeinsam über konkrete Unterstützung für die Region und die Betroffenen zu beraten.

Brand vor Polizeiposten in Connewitz

In der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 0.15 Uhr setzten bisher unbekannte Täter*innen vor dem Polizeiposten in der Wiedebachpassage in Leipzig-Connewitz Baustellenabsperrungen in Brand. Diese hatten sie zuvor vor dem Eingang des Postens des Polizeireviers Südost gestapelt.

Durch das Feuer wurde der Eingangsbereich beschädigt. Die Unbekannten besprühten das Gebäude außerdem mit schwarzer Farbe und warfen Steine dagegen. Ein Passant löschte das Feuer, bevor die Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen. Die Täter*innen flüchteten.

Wie hoch der Sachschaden ist, konnte noch nicht beziffert werden. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen wegen Brandstiftung wurden aufgenommen.

Schwerverletzte durch illegales Autorennen

Am Freitagabend gegen 20.40 Uhr wurden zwei junge Männer (21 und 17) durch einen Unfall schwer verletzt. Der 21-Jährige Fahrer in einem Mercedes sowie zwei weitere Fahrzeuge waren mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Bornaischen Straße in Richtung Markkleeberg gefahren. Auf Höhe der Bushaltestelle Schillerplatz fuhr der 21-Jährige auf den im Haltestellenbereich stehenden Linienbus auf und beschädigte ihn im Heckbereich.

Durch den Aufprall wurden er uns sein Beifahrer schwer verletzt. Der Busfahrer (38) sowie zwei Insassinnen im Alter von 77 und 81 Jahren wurden leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 40.000 Euro.

Zangengeburt, vertrackte Beziehungskisten und steigende Arbeitslosigkeit in Leipzig

Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:

Vorausschau auf einen Gedichtband: Zangengeburt – reloaded 

Sonntagskirche № 165: Kirche Müglenz – mit Spuren zu Richard Wagner

Spindlers Mühle: Ein Dorf im Riesengebirge, lauter vertrackte Beziehungskisten und ein faszinierend kluges Kind

Vorwurf der Geldverschwendung: Linksfraktion will Landesmedienanstalt zu Transparenz verpflichten

Fehlende Impulse für die Konjunktur: Arbeitslosigkeit in Leipzig wieder deutlich gestiegen

Update: Einfacher freie Termine in den Bürgerämtern von 29 Städten finden: Der „Bürgerwecker“ von Jakub Waller

Rekord-CSD in Hamburg und starke Brände in Griechenland

Was am Wochenende außerdem wichtig war: In Hamburg fand am Samstag der Christopher-Street-Day zur Sichtbarkeit von LGBTIQ-Personen und für Vielfalt und Toleranz statt. Mit etwa 300.000 Besucher*innen sei die CSD-Parade die größte in der Stadtgeschichte gewesen, die Stimmung friedlich und ausgelassen. Im Nachgang des Anschlags auf die Pride-Parade in Berlin am vergangenen Samstag hatte die Hamburger Polizei ihr Sicherheitskonzept überarbeitet. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren waren doppelt so viele Beamte im Einsatz.

Durch eine Explosion in einem Restaurant kamen am Samstag in Moskau drei Menschen ums Leben. Mindestens 21 Personen wurden verletzt. Diese Angaben stammen von russischen Behörden. Die Ermittler gingen von einem Anschlag mit einem Sprengsatz aus, hieß es von der Staatsagentur Stass.

Nachdem am Samstag neue Waldbrände in Griechenland, westlich von der Hauptstadt Athen, ausgebrochen waren, hat sich die Lage am Sonntag verschärft: Die Feuer weiten sich aus, rund 500 Einsatzkräfte sind für Löscharbeiten vor Ort. Diese sind durch starken Wind erheblich gestört. In weiten Teilen Südeuropas wüten seit Wochen Brände. So mussten auch in Frankreich und Spanien zahlreiche Menschen vor Feuer flüchten.

Wegen anhaltend niedriger Pegelstände der Donau kündigte Ungarn an, sein einziges Atomkraftwerk Paks abschalten zu wollen. Rumänien hat, ebenfalls wegen Wasserknappheit, für August den landesweiten Notstand ausgerufen.

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