Ein paar politische Lesungen im Programm von Leipzig liest

Das Spannende an der Leipziger Buchmesse ist eigentlich ihr großes Leseprogramm „Leipzig liest“. Zumeist in attraktiven Innenstadt-Lokalitäten stellen sich hier Autoren und Verlage auch mit Büchern vor, die wichtiges Kopffutter zur Gegenwart bieten. Für Leute, die sich nicht einlullen lassen und wissen wollen, wie alles funktioniert. Oder warum es nicht funktioniert. Ein paar kleine Tipps zum politischen Buch.
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Mittwoch, 16. März

Zeit-Autorin Petra Pinzler liest im Volkshaus gegen CETA und TTIP

Vor ziemlich genau einem Jahr verabschiedete der Leipziger Stadtrat eine Resolution, der zufolge sich die Stadt Leipzig deutlich gegen die geplanten Investitionsschutz- und Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TiSA ausspricht. Mittlerweile haben sehr viele Städte und Gemeinden ähnliche Beschlüsse gefasst und der Widerstand in der Bevölkerung gegen diese Abkommen hat stark zugenommen. In wenigen Monaten werden wir wissen, ob CETA, das neue Handelsabkommen der EU und Kanada, beschlossen wird. Noch immer bestehen unzählige ungeklärte Fragen zu dem Vertragstext. Wie wird sich CETA langfristig auf soziale und ökologische Standards und auf demokratische Handlungsspielräume auswirken?

Um diese Fragen aufzugreifen und einen Raum für Information und Diskussion zu schaffen, veranstaltet das Leipziger Netzwerk „Vorsicht Freihandel“ am 16.03.2016 eine Lesung mit der ZEIT-Autorin Petra Pinzler. Die Wirtschaftswissenschaftlerin wird ihr neues Buch „Der Unfreihandel: Die heimliche Herrschaft von Konzernen und Kanzleien“ vorstellen und daraus vorlesen. Das im Rowohlt Verlag erschienene Werk wird von der Frankfurter Rundschau als ein „kritischer und auch wissenschaftlich fundierter Blick auf die europäische Handelspolitik“ gewürdigt. Die Zuhörenden erwartet eine systematische Kritik der Freihandelsdebatte, angereichert mit wirtschafts-wissenschaftlichen Hintergrundinformationen.

Die Lesung wird am Mittwoch, 16. März, im Erich-Schilling-Saal in der 5. Etage des Volkshauses (Karl-Liebknecht-Straße 30) stattfinden und beginnt um 18 Uhr. Im Anschluss haben die Besucher die Gelegenheit, sich am Büchertisch der Universitätsbuchhandlung das vorgestellte Buch zu erwerben und signieren zu lassen.

Der Eintritt ist frei – dank freundlicher Unterstützung durch attac Leipzig, Mehr Demokratie e.V., Die LINKE und ver.di. Mehr Informationen findet man auf der Website www.vorsicht-freihandel.de.

Freitag, 18. März

Lesung und Gespräch über Altkanzler in der DenkBar

„Der Lotse – Helmut Schmidt und die Deutschen“, heißt Martin Rupps Biografie über den Altkanzler. Für den Autor verkörpere Schmidt die deutschen Tugenden und Untugenden wie kein anderer – Fleiß, Disziplin und Pflichtbewusstsein einerseits, Verdrängung von Schuld und Unterdrückung der Gefühle andererseits. Schmidt sei der deutsche Kanzler schlechthin – und den Deutschen deshalb der liebste.

Diese und andere Thesen aus seinem im Herbst 2015 erschienenen Buch wird Martin Rupps am Freitag, 18. März, 19 Uhr in der DenkBar (Zentralstraße 1, Leipzig) vorstellen und diskutieren. Moderiert wird der Abend von Dirk Panter, Leipziger Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der SPD-Fraktion. Der Eintritt ist frei.

Martin Rupps, geboren 1964 in Stuttgart, ist promovierter Politikwissenschaftler, Historiker und Journalist sowie mehrfacher Buchautor.

Freitag, 18. März

Dicke Luft: Zwischen Ruß und Revolte. Die unabhängige Umweltbewegung in der DDR

Dicke Luft in Bitterfeld, Schaum auf der Elbe, Tagebaukrater in der Lausitz, radioaktive Wismut-Halden: Weite Teile des heutigen Sachsens waren einst in der DDR ökologisches Krisengebiet. Junge Menschen begannen deshalb über Zukunftsfragen Ende der siebziger Jahre öffentlich zu diskutieren. Es entstand eine alternative Szene, die spektakuläre Aktionen erdachte, Untergrundschriften druckte und erste Demonstrationen organisierte. Viele Mitstreiter wurden deshalb von der Stasi verfolgt und dadurch politisiert. Die unabhängige Umweltbewegung entwickelte sich so zu einem wichtigen Teil der Opposition und zu einer Säule der Demokratiebewegung im Herbst ’89.

Diese Publikation beleuchtet die Entstehung und Entwicklung der alternativen Umweltszene der DDR und ihren Anteil an der Friedlichen Revolution anhand seltener Fotos und Dokumente seiner damaligen Mitstreiter. Ein historisches und doch sehr aktuelles Buch.

Unter der Moderation des sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Lutz Rathenow diskutieren die ehemaligen DDR-Bürgerrechtler und Umweltschützer Carlo Jordan, Christian Felix Matthes und Tobias Hollitzer mit dem Autor Michael Beleites.

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Verlagsanstalt und dem Sächs. Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. 20:00 Uhr: Buchpremiere und Diskussion in der Runden Ecke.

Freitag, 18. März

„Die unvollendete Demokratie“ – der Schweizer Demokratieexperte, Politikwissenschafter, Nationalrat und Europaparlamentarier Andreas Gross stellt sein neues Buch zur direkten Demokratie vor

Mehr Demokratie Sachsen e.V. lädt alle Interessierten herzlich zu der Buchvorstellung des Schweizer Demokratieexperten Andreas Gross ein, der sein neues Buch „die unvollendete Demokratie“ vorstellen wird. Anschließend wird es die Möglichkeit geben, mit Andreas Gross und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Feist über direkte Demokratie zu diskutieren.

Die Lesung findet am Freitag, 18. März, von 15 bis 17 Uhr im Café (Erdgeschoss) im Haus der Demokratie, Bernhard-Göring-Str. 152, statt.

Freitag, 18. März

Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation

Fabian Scheidler: Das Ende der Mega-Maschine. Foto: Promedia / KontextTV

Fabian Scheidler: Das Ende der Mega-Maschine. Foto: Promedia / KontextTV

Gleich zwei Autoren begrüßt die Umweltbibliothek zur Leipziger Buchmesse. Am Freitag, 18. März, 20 Uhr liest der Berliner Journalist Fabian Scheidler aus seinem Buch „Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation“.

Fabian Scheidler legt in seinem Buch „Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation“ die Wurzeln der Zerstörungskräfte frei, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. Er erzählt in leicht verständlicher Sprache die Vorgeschichte und Genese des modernen Weltsystems, wie es vor etwa 500 Jahren entstanden ist und seither seinen Siegeszug um die Erde angetreten hat. Dabei identifiziert er vier Formen von Macht, die die dringend notwendige sozial-ökologische Wende behindern: Märkte, Waffen, Religion und elitäre Wissenschaft sowie die Macht des linearen Denkens, das Mensch und Natur einer mechanischen Zweckrationalität unterwirft. Sein ganzheitlicher Ansatz führt Globalisierungskritik, Klassentheorien, feministische wie antikoloniale Überlegungen zusammen. Daraus entsteht eine faszinierende Gegengeschichte unserer Zivilisation.

Am Samstag, 19. März, um 20 Uhr liest dann Ewart Reder (s.u.) Beide Lesungen sind kostenfrei, um eine verbindliche Voranmeldung per Telefon unter (0341) 3065-180 oder per E-Mail an info@umweltbibliothek-leipzig.de wird gebeten. Die Bibliothek befindet sich im Haus der Demokratie Leipzig in der Bernhard-Göring-Straße 152.

Samstag, 19. März

Achim Beier, Uwe Schwabe (Hg.) „Wir haben nur die Straße“. Die Reden auf den Leipziger Montagsdemonstrationen 1989/90

Die Straße war 1989 der einzige nicht kontrollierte öffentliche Kommunikationsraum. Dort fand das Volk im Herbst 1989 seine Sprache wieder. Durch inzwischen gut dokumentierte „Dialog- Veranstaltungen“ versuchte die SED dies zu kanalisieren. Die jetzt erschienene Sammlung der Reden auf den Demonstrationen macht die Atmosphäre dieser „Wochen im Herbst“ nachvollziehbar.

Nach einer Einführung von Tobias Hollitzer kommen die DDR-Bürgerrechtler Jürgen Tallig und Gunther Weißgerber mit Thomas Hauf ins Gespräch. Moderation: Reinhard Bohse. In Zusammenarbeit mit dem Mitteldeutschen Verlag.

18:00 Uhr: Buchpremiere und Gespräch im ehemaligen Stasi-Kinosaal in der Runden Ecke.

Samstag, 19. März

Das Endspiel um die globalisierte Welt hat begonnen.

Am Samstag, 19. März, um 20 Uhr entführt Ewart Reder die Leser und Leserinnen in das Jahr 2029, wo eine Selbsthilfekommune gegen die Vernichtung der Wälder kämpft.

In Ewart Reders Roman „Reise zum Anfang der Erde. Die Geschichte der Zusammen=Arbeit“ haben sich zumeist Arbeits- und Besitzlose unter dem Namen ZUSAMMEN = ARBEIT verbunden. Während Einzelne von ihnen und ihre Beziehungen sich so dramatisch verändern wie die Lebensbedingungen auf dem Globus insgesamt, kämpft die Gemeinschaft nach außen gegen die Abholzung des Waldes durch einen Rohstoff-Fonds. Das Endspiel um die globalisierte Welt hat begonnen. Die Liebe und der Traum von einem anderen Leben mischen die Gemeinschaft auf, die Ereignisse überschlagen sich: Ein ausgemusterter Luxusliner ersetzt die Arche Noah, Afrika ist plötzlich für die Menschen aus Europa und Asien Zufluchtsstätte und Hoffnungsquelle … Kurz, der Planet steht Kopf, die beteiligten Figuren werden vor elementare Fragen ihres Lebens gestellt – und diese Fragen stellt der Planet Erde selbst. Getragen von starken Figuren, reich an Handlung, ein Spracherlebnis, ein machtvoller Brückenschlag zwischen den Kontinenten und ihren Kulturen, ein kluger Debattenbeitrag.

Auch diese Lesung in der Umweltbibliothek ist kostenfrei, um eine verbindliche Voranmeldung per Telefon unter (0341) 3065-180 oder per E-Mail an info@umweltbibliothek-leipzig.de wird gebeten. Die Bibliothek befindet sich im Haus der Demokratie Leipzig in der Bernhard-Göring-Straße 152.

Sonntag, 20. März

Literatur statt Brandsätze. Initiative gegen Unmenschlichkeit und Ausgrenzung stellt sich vor

Sächsische AutorInnen und Kulturschaffende möchten Unmenschlichkeit und Ausgrenzung, ob in Gedanken oder Taten, nicht länger sprachlos hinnehmen. Um ein Zeichen zu setzen, haben sie sich in der Initiative „Literatur statt Brandsätze“ zusammengetan und organisieren ehrenamtliche Lesungen und Veranstaltungen an Orten, die sonst wenig an Kultur angeschlossen sind. „Ich denke, dass demokratische und kulturelle Teilhabe zusammenhängen. Wir möchten insbesondere junge Menschen und jene, deren Meinung noch nicht verfestigt ist, durch literarisch verarbeitete Themen zu eigenständiger Haltung und Empathie ermutigen“, sagt die Initiatorin Anna Kaleri.

Zu den Autoren, die bereits zugesagt haben, zählen Katharina Bendixen, Kerstin Hensel, Franziska Gerstenberg, Kerstin Becker und Jaroslav Rudiš.

Das Angebot richtet sich an Veranstalter außerhalb der sächsischen Großstädte, die sonst wenig Kulturveranstaltungen bei sich haben, sei es aufgrund der finanziellen oder geografischen Lage. Vereine, Gemeindevorsteher, Kirchgemeinden, Kindergarten- und Schulleiter können sich über die Webseite www.literatur-statt-brandsaetze.de anmelden, ebenso interessierte AutorInnen. Die Initiative hilft beiden Seiten in der Kommunikation und bei der Organisation. Zahlreiche Institutionen unterstützen „Literatur statt Brandsätze“, z.B. der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller.

Das Projekt wird zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse am Buchmessesonntag, 20 März, 16:30 Uhr bis 17 Uhr, Forum Literatur Halle 5, Stand K600, der Öffentlichkeit vorgestellt.

www.literatur-statt-brandsaetze.de

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