Deutsch-französische Chorakademie: Olof Boman präsentierte mit Jugendlichen anspruchsvolles Programm in der Thomaskirche

Das Bachfest besteht nicht nur aus den großen Abendkonzerten in Kirchen und dem Gewandhaus. Zum Programm zählen jedes Jahr viele Veranstaltungen und Projekte, die sich an ein junges Publikum richten. Bei der deutsch-französischen Chorakademie standen Jugendliche beider Nationen am Sonntag in der Thomaskirche gemeinsam auf der Bühne.

Dem Ensemble vocal du Concervatoire de Lyon und dem Jugendchor der Oper Leipzig war es in diesem Jahr vorbehalten, die binationale Chorakademie des Bachfests zu gestalten. Unter Leitung von Olof Boman und mit Unterstützung des Michaelis Consort interpretierten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Thomaskirche in Anwesendheit von Frankreichs Botschafter Philippe Etienne geistliche und weltliche Werke verschiedener Epochen.

Boman hatte nur wenige Tage Zeit, die beiden Chöre zu einer klanglichen Einheit zu formen. Das Ergebnis konnte sich hören lassen. Eine gute Stunde dauerte das Programm, dass Werke bekannter Komponisten wie Knut Nystedt, Heinrich Schütz, Henry Purcell und Marc-Antoine Charpentier umfasste. Eine Bach-Motette durfte natürlich auch nicht fehlen. Dem internationalen Chor war die Freude am gemeinsamen Musizieren deutlich anzuhören.

Die jungen Sängerinnen und Sänger hatten sich zunächst in ihren beiden Ensembles separat voneinander auf das spannende Projekt vorbereitet. Über ein Blog konnten die Musiker ihre Erfahrungen im Umgang mit dem anspruchsvollen Repertoire austauschen. In den Tagen vor dem Konzert probte der Chor unter Leitung von Olof Boman schließlich gemeinsam in der Messestadt. Der abschließende Auftritt in der ehrwürdigen Thomaskirche wird den Sängerinnen und Sängern gewiss noch lange im Gedächtnis bleiben.

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Grafik: L-IZ

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