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Razzia gegen Dresdner Kameradschaft: Generalstaatsanwaltschaft zieht nächste „Kriminelle Vereinigung“ aus dem Hut

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    Folgt man in diesen Tagen der Logik der Generalstaatsanwaltschaft, ist der Freistaat Sachsen überproportional reich an kriminellen Vereinigungen. Erst im September unterrichtete Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) den Landtag über sieben anhängige Verfahren. Wie am Mittwoch bekannt wurde, richtet sich eine der Ermittlungen gegen die "Freie Kameradschaft Dresden", die dem militanten Rechtsextremismus zuzurechnen ist.

    Die Ermittler durchsuchten in den frühen Morgenstunden 19 Immobilien im Raum Dresden und Heidenau. Das Verfahren richtet sich gegen 17 Beschuldigte. Seit Juli 2015 ermitteln Generalstaatsanwaltschaft, Integrierte Ermittlungseinheit Sachsen (INES) und Operatives Abwehrzentrum der Polizei gegen die Neonazi-Vereinigung. Der Gruppe werden 14 Anschläge zur Last gelegt.

    Zu den Delikten zählen die Beteiligung an der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Am 4. November 2015 sollen sich Mitglieder der Kameradschaft an den schweren Krawallen rund um eine Flüchtlingsunterkunft in Heidenau beteiligt haben.

    „Zudem wurden sie bei Tathandlungen im Bereich von Asylunterkünften in Freital, Heidenau, Dresden und bei Tathandlungen gegen Asylsuchende und politische Gegner festgestellt“, berichtet Oberstaatsanwalt Oliver Möller. Bei den Mitgliedern handele es sich um 15 Männer sowie zwei Frauen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren. Gegen sechs Beschuldigte ergingen Haftbefehle.

    Ob die Beweise tatsächlich für eine Verurteilung wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ausreichen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Zumindest deutete die Deklarierung als eine solche die weitreichenden Möglichkeiten an, die die Ermittler im Vorfeld der heutigen Razzien hatten.

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