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Dreieinhalb Jahre später: Amtsgericht verhandelt Angriff auf Journalisten bei Legida-Großdemo

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    Kurz nachdem am Amtsgericht Leipzig die Prozesse gegen die mutmaßlichen Connewitz-Angreifer vom 11. Januar 2016 begonnen haben, steht nun eine weitere Verhandlung in einem prominenten Fall an. Am 21. Januar 2015 hatten Legida-Teilnehmer die anwesenden Journalisten angegriffen; einer von ihnen wurde dabei getreten und fiel zu Boden. Seine Ausrüstung ging kaputt. Den mutmaßlichen Täter hatten Antifa-Aktivisten vor zweieinhalb Jahren identifiziert.

    Ein Angriff auf die Presse durch Legida-Teilnehmer landet nach mehr als dreieinhalb Jahren vor Gericht. Am Dienstag, den 21. August, soll am Amtsgericht der Prozess gegen Ricco W. stattfinden. Er soll am 21. Januar 2015 einen Journalisten getreten haben. Dessen Fotoausrüstung ging zu Bruch; es entstand ein Sachschaden in Höhe von 750 Euro.

    An jenem Tag fand zum zweiten Mal eine Legida-Demonstration statt. Es war die erste im Stadtzentrum und mit etwa 5.000 Teilnehmern zugleich die größte. Im Verlauf der gesamten Demonstration kam es immer wieder zu verbalen und körperlichen Angriffen auf Journalisten.

    Am Wilhelm-Leuschner-Platz löste sich eine mehrere dutzend Personen umfassende Gruppe mit Vermummten vom Kopf der Demonstration und rannte schreiend auf die davor laufenden Journalisten zu. Diese ergriffen die Flucht. Ein Fotograf wurde jedoch getreten und fiel zu Boden. Bei dem Angreifer soll es sich um Ricco W. handeln.

    Der Fall sorgte im Frühling 2016 für Schlagzeilen, als sich die Polizei mit einer Fahndung an die Öffentlichkeit wandte. Antifa-Aktivisten identifizierten die gesuchte Person noch am selben Tag. Im Oktober 2017 teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig auf Anfrage mit, dass Anklage gegen Ricco W. wegen Nötigung, vorsätzlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung erhoben wurde. Gegen einen zuvor erteilten Strafbefehl hatte der Beschuldigte Einspruch eingelegt.

    Bei Legida-Demonstrationen war es – ähnlich wie bei Pegida in Dresden – immer wieder zu Angriffen, Drohungen und Einschüchterungsversuchen gekommen. Die Polizei war häufig nicht in der Lage oder willens, die Journalisten davor zu schützen. Auch am 21. Januar 2015 hatten die mutmaßlichen Neonazis ungestört agieren können.

    Fußtritt eines Legida-Teilnehmers gegen Fotografen landet vor Gericht

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