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50 Jahre Stonewall: CSD Leipzig verbucht Besucheransturm + Bildergalerie

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    Am Samstag Nachmittag demonstrierten Tausende Menschen durch die Leipziger Innenstadt im Rahmen des Christopher Street Day. Die Demonstration bildet den Abschluss der CSD-Woche in Leipzig, die begleitet wurde durch zahlreiche Veranstaltungen. Nach Veranstalterangaben nahmen 12.000 Menschen an der Parade teil.

    Seit 1992 findet der Christopher Street Day in Leipzig statt. Dieses Jahr konnte der CSD seine Teilnehmerzahl mehr als verdoppeln im Vergleich zum Vorjahr. Nach Angaben des Veranstalters nahmen 12.000 Menschen an der Demonstration teil, die auf dem Marktplatz startete und durch die Innenstadt marschierte. Neben den Umzugswagen von zahlreichen Vereinen und Parteien steuerte auch die Stadt Leipzig einen Wagen bei.

    Jährlich veröffentlicht der CSD Leipzig einen Forderungskatalog, in dem er inhaltliche Schwerpunkte setzt. Punkte auf der Demonstration bildete neben der Kritik an den Umgang mit Geflüchteten, die wegen ihrer sexuellen Orientierung in ihren Heimatländern verfolgt werden, die kommende Landtagswahl in Sachsen.

    In einem Redebeitrag des RosaLinde e.V. wurde auf diverse Leerstellen verwiesen, die bis heute beim Umgang mit queeren Menschen bestehen. So wird unter anderem bemängelt, dass nur eine unzureichende Aufklärung an Schulen stattfindet. Die Gesundheitsversorgung biete nur wenige Angebote, da besonders queere Menschen einen erhöhten Bedarf benötigten, beispielsweise aufgrund von Hormontherapien.

    Mit der kommenden Landtagswahl am ersten September und dem prognostizierten Zugewinn der AfD befürchtet der RoseLinde e.V. eine Kürzung der Mittel und somit eine Verschlechterung der Lage gerade für die Arbeit von gemeinnützigen Projekten und somit auch für die betroffen Menschen.

    Der Christopher Street Day geht auf einen Aufstand in New York im Jahre 1969 zurück. Ausgangspunkt war eine Polizeirazzia, die gegen das Stonewall Inn in der Christopher Street gerichtet war. Das Stonewall Inn war ein beliebter Treffpunkt der Schwulen- und Transszene. Aufgrund der damaligen zahlreichen Diskriminierungen durch die Polizei wehrten sich die Besucher und gaben somit einen wichtigen Anstoß für die Schwulen- und Lesbenbewegung.

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