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Dienstag, 19. Januar 2021

Der Tag: Connewitz – Merbitz soll für Aufklärung sorgen und neue Berichte über Polizeigewalt

Von René Loch

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    Leipzigs ehemaliger Polizeipräsident Bernd Merbitz soll die Silvesternacht in Connewitz aufklären. Das wünscht sich offenbar die sächsische Linke und das schließt auch Merbitz selbst nicht aus. Medien berichten unterdessen über Polizeigewalt in Connewitz und bewusstlose Menschen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 10. Januar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war und hat dabei auch Naturkundemuseum, Hygiene-Museum und „Grünes Gewölbe“ im Blick.

    Nachdem die Linksfraktion im sächsischen Landtag gestern einen Antrag zur Aufarbeitung der Silvesternacht in Connewitz eingebracht hatte, verdichteten sich heute die Hinweise, wer dafür zuständig sein könnte: der ehemalige Leipziger Polizeipräsident Bernd Merbitz.

    Diesen Namen hatte laut dem Journalisten Arndt Ginzel der Linken-Fraktionsvorsitzende Rico Gebhardt ins Spiel gebracht. Merbitz sagte der LVZ am Freitag, dass er „da auf jeden Fall nicht verschlossen“ sei. Bislang sei jedoch niemand offiziell an ihn herangetreten. Da es sich um einen Antrag einer Oppositionspartei handelt, sind die Erfolgsaussichten sowieso fraglich.

    Auf t-online.de ist am Nachmittag ein Text erschienen, der sich über den verletzten Beamten hinaus mit angeblich durch Polizisten verletzten Menschen beschäftigt. So habe es laut Autor Lars Wienand vor einem AOK-Gebäude (Kochstraße 138/Ecke Selnecker Straße) um 0.50 Uhr einen weiteren Bewusstlosen, über den bereits L-IZ.de berichtete, gegeben.

    Ein auf Twitter verbreitetes Video belegt das, so Wienand, der für seinen Beitrag auch mit dem Mann über dessen Beobachtungen sprach, der die Aufnahme angefertigt hat und mit dem Anwalt des Verletzten.

    Verwirrung am Grünen Gewölbe

    Verwirrung gab es heute hinsichtlich einer Meldung zum Einbruch in das „Grüne Gewölbe“ in Dresden. Unbekannte hätten einer israelischen Sicherheitsfirma, die mit der Aufklärung beauftragt worden sei, gestohlene Schmuckstücke zum Verkauf angeboten, hieß es zunächst. Doch LKA und Polizei dementierten: Weder sei die Firma mit Ermittlungen beauftragt worden noch gebe es Hinweise auf die angeblichen Kaufangebote.

    Auch zu einer anderen großen Kultureinrichtung in Dresden gibt es Neuigkeiten. Wie der MDR meldet, will die Kulturstiftung des Bundes drei Projekte in Sachsen mit knapp 460.000 Euro fördern. Der Großteil davon gehe an das Hygiene-Museum in Dresden, das für Mai kommenden Jahres eine Sonderausstellung zu Künstlicher Intelligenz plant.

    Naturkundemuseum soll wohl auf den Leuschnerplatz

    Das Bowlingcenter ist seit Jahren verlassen. Der alte Schriftzug lag jahrelang einfach herum (2016). Foto: L-IZ.de
    Das Bowlingcenter ist seit Jahren verlassen. Der alte Schriftzug lag jahrelang einfach herum (2016). Foto: L-IZ.de

    Kultur gibt es aber auch in Leipzig allerhand. Unter anderem deshalb empfiehlt die New York Times einen Besuch. Der MDR erklärt, wie es dazu gekommen ist.

    Das Naturkundemuseum gehört im Moment sicher nicht zu den Schmuckstücken der Leipziger Kulturlandschaft. Laut LVZ hat sich die Verwaltung hinsichtlich eines neuen Standortes wohl für den ehemaligen Bowlingtreff am Leuschnerplatz und gegen das ehemalige Stadtbad und den aktuellen Standort entschieden. Vor anderthalb Jahren waren die Pläne eines Umzugs in die Baumwollspinnerei wegen explodierter Kosten gescheitert.

    Der ehemalige Bowlingtreff hingegen war auch schon einmal unter dem Vorgänger Skadi Jennickes, Kulturdezernent Michael Faber, im Gespräch, dann folgte die Idee, einen Standort in der Spinnerei zu finden – auch dies scheiterte. Es soll in dem mit zwei Geschossen unterirdisch gelegenen Bau auf dem Leuschnerplatz Probleme mit Feuchtigkeit geben. Auch eine Vermarktung, also Interessenten für einen Pachtvertrag zu finden, scheiterte 2018 und in der Folge.

    Gescheitert ist offenbar auch der erst gestern wieder aufgewärmte Plan, in Thüringen doch eine Koalition von Linkspartei und CDU anzustreben. Sowohl die Bundes-CDU als auch die Linke in Thüringen lehnen das ab. „Wir wollen Rot-Rot-Grün“, bekräftige Susanne Hennig-Wellsow, die Vorsitzende der Linken in Thüringen.

    Linksfraktion im Landtag beantragt eine umfassende Aufarbeitung des Connewitzer Polizeieinsatzes

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