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Sonntag, der 17. Januar 2021: Polizeiposten in Connewitz erneut angegriffen

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    Die Bahn prüft laut „Bild am Sonntag“ die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht. In Dresden löste die Polizei gewaltsam eine illegale Party auf. Rund 60 Personen hatten sich in einer Kleingartenanlage versammelt. In Mitteldeutschland ermitteln die Landesärztekammern gegen rund 80 Mediziner, die gegen Corona-Regeln verstoßen haben sollen. Außerdem: Der Polizeiposten im Stadtteil Connewitz wurde erneut mit Steinen und Böllern angegriffen. Die LZ fasst zusammen, was am Sonntag, den 17. Januar 2021, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

    Bahn prüft FFP2-Maskenpflicht

    Die Deutsche Bahn prüft offenbar die Einführung einer Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske in ihren Zügen des Nah- und Fernverkehrs. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtete, soll der Konzern deshalb vorsorglich 10 Millionen FFP2-Masken geordert haben.

    Bislang ist nur das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben. FFP2-Masken weisen einen höheren Sicherheitsstandard auf und schützen, anders als sogenannte OP- oder Alltagsmasken, auch den Träger vor einer Infektion.

    Polizeiposten angegriffen

    In der Nacht zum heutige Sonntag warfen mehrere Unbekannte gegen 2.45 Uhr Pflastersteine, mit Farbe gefüllte Glaskörper und Böller gegen den Eingangsbereich der Polizeiaußenstelle im Leipziger Stadtteil Connewitz. Bereits wenige Stunden zuvor hatte ein Unbekannter eine leere Flasche gegen eine Scheibe des Eingangsbereichs geworfen.

    Der entstandene Sachschaden kann noch nicht abschließend beziffert werden. Da ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann, prüft die Soko LinX des Landeskriminalamts die Übernahme der Ermittlungen.

    Illegale Gartenparty aufgelöst

    In Dresden hat die Polizei eine Gartenparty aufgelöst. Trotz Corona-Beschränkungen hatten am Samstagabend im Stadtteil Naußlitz im Gartenlokal einer Kleingartenanlage an der Saalhausener Straße 60 Personen gefeiert. Zu dieser hatte der Veranstalter in den sozialen Netzwerken zur Teilnahme eingeladen. Als die Polizei am Ort eintraf, flüchteten einige Personen. Der Großteil verblieb jedoch am Ort.

    Die Feiernden trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und hielten die Abstandsregeln nicht ein. Als die Polizei sich Zutritt verschaffte, leisteten einige Personen Widerstand. Die Beamten mussten Pfefferspray einsetzen. Letztendlich gelang es der Polizei die Situation unter Kontrolle zu bringen und die Party zu beenden.

    Im Ergebnis fertigten die Beamten gegen 49 Personen Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutz-Verordnung sowie eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte gegen einen 21-jährigen Deutschen an. Bei den Auseinandersetzungen wurde ein Polizist leicht verletzt. Die aktuellen Regeln sehen vor, dass sich ein Haushalt nur mit einer weiteren Person treffen darf.

    Zusätzlich gelten strenge Ausgangsbeschränkungen. Das Dresdner Gesundheitsamt bezifferte die 7-Tage-Inzidenz am Samstag auf 171,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

    Landesärztekammern ermitteln gegen Mediziner

    Die Thüringer Landesärztekammer geht gegen Ärzte vor, die die Corona-Regeln missachteten. Wie der „Mitteldeutsche Rundfunk“ berichtet, liegen der Kammer Hinweise zu 22 Medizinern vor. Gegen zwei von ihnen seien laut dem Bericht berufsrechtliche Ermittlungen eingeleitet worden. Ein Fall sei wegen des Ausstellens mutmaßlich falscher Maskenatteste an die Staatsanwaltschaft übergeben worden. Von den weiteren Fällen seien acht Verfahren eingestellt worden. Zwölf sind noch anhängig.

    In Sachsen gehe die Landesärztekammer laut MDR rund 50 Hinweisen nach. Gegen Ärzte, die gegen die Maskenpflicht verstießen, seien durch die örtlichen Gesundheitsbehörden Bußgelder verhängt worden. Einige Verfahren würden von der Approbationsbehörde geprüft. In zwei Fällen ermittele die Staatsanwaltschaft wegen mutmaßlich falsch ausgestellter Impfausweise sowie Volksverhetzung. In Sachsen-Anhalt würde dem Bericht zufolge in rund zehn Fällen ermittelt werden. In einem Fall sei einem Arzt vorübergehend die Approbation entzogen worden.

    In den vergangenen Monaten machten wiederholt Ärzte von sich reden, die die Existenz des Corona-Virus oder dessen Gefährlichkeit leugneten. Einige traten bei Veranstaltungen der Querdenker-Bewegung auf oder stellten Vordrucke für Maskenatteste ins Netz. Das Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse steht unter Strafe. Bei Verstößen drohen Medizinern außerdem berufsrechtliche Sanktionen wie der Verlust der Approbation.

    Worüber die LZ heute berichtet hat: Sachsens Corona-Schulpolitik steckt voller Widersprüche. Während Ministerpräsident Kretschmer sich für einen härteren Lockdown mit geschlossenen Schulen ausspricht, schickt sein Kultusminister zehntausende Schüler/-innen ab Montag wieder in die Schulen. Das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle soll wiederholt werden. Grund sind mangelhafte Unterlagen. Laut einer Studie von Leipziger Forschern haben Umweltfaktoren einen entscheidenden Einfluss darauf, wie sich Menschen und nicht-menschliche Arten bei der Nahrungssuche verhalten.

    Was heute außerdem wichtig war: Der designierte US-Präsident Joe Biden möchte direkt nach seinem Amtsantritt einige der umstrittensten Beschlüsse seines Vorgängers Donald Trump revidieren. Der Demokrat möchte per Dekret unter anderem Reisebeschränkungen für einige muslimische Länder aufheben und wieder in das Pariser Klimaschutzabkommen eintreten.

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