Am vergangenen Sonntag war ich in Lidice – ein kleiner Ort im Bezirk Kladno, gut 20 Kilometer nordwestlich von Prag gelegen. Lidice sollte 1942 von der Landkarte getilgt werden. Das war die mörderische Absicht der Nazis – aus Rache für das Attentat auf Reinhard Heydrich am 27. Mai 1942.

Heydrich war Leiter des Reichssicherheitshauptamts. Als stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren war er für viele Gräueltaten in der Tschechoslowakei verantwortlich. Er leitete auch die Wannseekonferenz im Januar 1942, auf der die systematische Vernichtung der Juden, die sog. „Endlösung“, beschlossen wurde.

In der amtlichen Mitteilung vom 10. Juni 1942 heißt es: „Nachdem die Einwohner dieses Dorfes durch ihre Tätigkeit und durch die Unterstützung der Mörder von SS-Obergruppenführer Heydrich gegen die erlassenen Gesetze schärfstens verstoßen haben, sind die männlichen Erwachsenen erschossen, die Frauen in ein Konzentrationslager überführt und die Kinder einer geeigneten Erziehung zugeführt worden. Die Gebäude des Ortes sind dem Erdboden gleichgemacht und der Name der Gemeinde ist ausgelöscht worden.“

Letzteres ist den Nazis allerdings nicht gelungen. Denn nach dem 2. Weltkrieg entstand unweit des alten Dorfkerns das neue Lidice. Darüber hinaus haben weltweit Orte den Namen Lidice übernommen. Heute steht Lidice stellvertretend für das verbrecherische Wüten der Nazis gegen die Zivilbevölkerung. Am 10. Juni 1942 wurden 173 Männer von den Nazis erschossen, 195 Frauen wurden, nachdem man sie von ihren Kindern getrennt hatte, in das KZ Ravensbrück deportiert.

Als ich am vergangenen Sonntag die eindrucksvolle Gedenkstätte Lidice besuchte, fand ich das Museum leider verschlossen vor. Es wird derzeit erneuert. Dafür waren unter den Arkaden der Anlage einige Schautafeln aufgestellt. Auf diesen wurde exemplarisch an das Schicksal von über 400 polnischen Dörfern während des nationalsozialistischen Terrors 1939ff erinnert. Die Beschreibungen sind in Tschechisch und Englisch.

Immer wieder taucht das Wort „Pacification“ auf – ein Begriff, der das Vernichtungsverbrechen der Nazis, die Ausrottung ganzer Ortschaften, brutal verschleiert. Immer gingen die Nazis nach dem gleichen Muster vor: Unter dem Vorwand, einen Überfall auf deutsche Soldaten zu rächen, wurden Dörfer eingekreist, die Männer standrechtlich erschossen, die Frauen in Konzentrationslager deportiert und die Kinder in Heime gebracht. Viele von ihnen wurden dort ermordet.

Erschüttert stand ich vor den Tafeln: „Pacification“ – Befriedung? Wer das Verbrechen zum Prinzip macht, vergewaltigt auch die Sprache. Natürlich dachte ich sofort an die ukrainische Ortschaft Butscha, inzwischen zum Synonym für die Kriegsverbrechen im Ukrainekrieg geworden, und an die vielen Dörfer im Donbas, die jetzt von der russischen Armee überfallen, zerstört, entvölkert werden.

Die russische Regierung spricht nicht von „Pacification“, aber von „Entnazifizierung“. Auch dieser Begriff dient nur dazu, denen, die die Verbrechen ausüben, das Gefühl zu vermitteln, sie beteiligten sich mit ihrem mörderischen Handeln an einer gerechten Sache.

Irgendwann aber werden auch in diesen Ortschaften Gedenkstätten entstehen, die an das Verbrechen des Angriffskrieges im Jahr 2022 erinnern, die mahnen. Aber wird das etwas nutzen? Wird das weltweit die Menschen dazu veranlassen, sich dem nächsten Waffengang zu verweigern, weil es auch dann um nichts anderes gehen wird als um „Pacification“?

Derzeit werden viele Vergleiche gezogen zwischen dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und dem Vernichtungskrieg der Nazis u. a. gegen die Sowjetunion einschließlich der Ukraine, zwischen der Kriegführung der Alliierten und dem militärischen Widerstand der Ukraine. Die Vergleiche dienen vor allem dazu, Waffenlieferungen an die Ukraine als absolut notwendig zu kommunizieren.

Der Aggressor Russland dürfe den Krieg nicht gewinnen und keinen Vorteil aus seiner Aggression ziehen, wird argumentiert. Dafür ist in Europa und in den Vereinigten Staaten ein gigantisches Aufrüstungsprogramm in Gang gesetzt worden. Aber wird das dazu führen, dass diese Waffen eines Tages nicht dem Verbrechen dienen und Kriegsverbrechen in Zukunft nicht mehr ausgeübt werden?

„Nie wieder!“ hieß es nach dem 8. Mai 1945. Es dauerte aber nur drei Monate, da warfen die Amerikaner Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ab mit noch heute spürbaren verheerenden Folgen. 1950 brach der Korea-Krieg aus und es folgten weltweit annähernd 200 kriegerische Auseinandersetzungen mit ungeheuren Verbrechen.

Großmächte wie die USA und die Sowjetunion haben sich ihren sog. „Vorhof“ durch kriegerische Übergriffe freigehalten. In Aggressionskriegen wurde immer wieder dem mörderischen Drehbuch von Lidice gefolgt: Man stilisiert Menschen zu Tätern, setzt sie rassistisch herab, vergleicht sie mit Ungeziefer, schiebt ihnen die Verantwortung für angebliche Verbrechen zu, versucht ihr Leben und Lebensumfeld auszulöschen.

Für all diese Waffengänge gilt das, was die Initiative „Ohne Rüstung leben“ kürzlich erschreckend realistisch beschrieb: „Krieg macht Menschen zu Monstern. Er ist grausam, zerstörerisch und niemals gerecht. Krieg ist Folter, Vergewaltigung und Massaker; Unvernunft, Lüge und unkontrollierbares Chaos.

Und er trifft immer jene am härtesten, die am wenigsten dafür können. Das galt in Nagasaki, Saigon und Sarajewo ebenso wie jetzt im Jemen, in Syrien und in der Ukraine. Was bleibt, ist Entsetzen; Wut und Hilflosigkeit.“ (Ohne Rüstung leben, Informationen 180/2022, S. 1).

Es ist eine himmelschreiende Tragik: Aus all den Kriegen und Verbrechen werden auf der politischen Ebene bis heute keine Lehren gezogen – jedenfalls keine, die dem umfassenden Verbrechen Krieg Einhalt gebieten würde. Wenn es anders wäre, müssten die Regierungen dieser Welt sehr viel ziviler auf militärische Aggressionen reagieren, als das jetzt der Fall ist. Noch immer lassen sie sich auf die Ebene vernichtender Gewalt ziehen.

Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen: In keiner kriegerischen Handlung verbirgt sich ein emanzipatorischer, friedfertiger Effekt – auch 2022 nicht. Wer das glaubt oder Glauben machen will, der sitzt einem fatalen Irrtum auf. Wer Lidice und jetzt die Schreckensbilder aus dem Donbas betrachtet, der kann nur zu dem Schluss kommen: Wer solche Verbrechen verhindern will, kann sich nur dem Krieg und der Hochrüstung grundsätzlich verweigern.

Was das politisch bedeutet, was uns das abverlangt, darüber müssen wir endlich offen debattieren – damit aus „Pacification“ pacem facere, Frieden machen, wird. Der Ukraine können noch so viele „schwere“ Waffen geliefert werden – es ist überhaupt nicht ausgemacht, dass dies zu einem Erfolg gegen Russland führt. Eine Atommacht wie Russland lässt sich durch Krieg nicht „besiegen“.

Darum müssen wir diese Ebene und damit die Ebene der Hochrüstung verlassen. Wenn überhaupt, dann lässt sich Putin-Russland nur durch radikale Sanktionen und durch massenhafte personale Präsens der politischen Entscheidungsträger/-innen von Regierungen und Parlamenten im Kriegsgebiet bezwingen – bis Verhandlungen beginnen.

Eine verrückte, naive, kindliche Vorstellung? Vielleicht, aber auf jeden Fall Erfolg versprechender, Leben erhaltender und Ressourcen schonender als das Füttern des Krieges durch Hochrüstung. Denn alles, was in diesem Krieg an Waffen nicht verbraucht wird, fördert die nächste militärische Intervention … eine Keimzelle für das nächste Lidice. Wollen wir das wirklich?

P.S. Über dem christlichen Pfingstfest steht als Motto ein Wort aus dem Prophetenbuch Sacharja: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“ (Die Bibel: Sacharja 4,6b.) Auch das sollte wenigstens die Kirchen dazu veranlassen, die erschreckend bedenkenlose Einseitigkeit militärischer Konfliktlösungsansätze aufzugeben.

Zum Blog von Christian Wolff: http://wolff-christian.de

- Anzeige -

Empfohlen auf LZ

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Es gibt 16 Kommentare

Die NATO ist mehr als das, was die USA wollen. Und bei all ihrem aufgebrachten Verständnis… Dass Russland Sorge haben müsste, dass sie von den USA oder gar der ganzen NATO angegriffen werden, ist natürlich Quatsch. Sie und die ganzen anderen Leute, die sie viel besser gebildet sind als ich, die besseren Philosophen gelesen haben und so weiter, werden es nicht schaffen und einzureden, dass eine solche Gefahr besteht. Ihre Aufzählung von Ländern, in denen es Kriege mit westlichen Interessen gab, ist nicht auf die Atom-Großmacht Rußland übertragbar.
Ich, und viele andere auch, sehen überhaupt nicht ein, dass es irgendeinen annehmbaren Grund geben sollte für den Krieg Putins. Und an den Kriegen der USA gab und gibt es ebenfalls Kritik. Da ist überhaupt kein Bedarf zur Relativierung da.

Lieber Sebastian, Sie als “Kriegsgeiler” verstehen nicht dass es bei Ihrer Variante von Frieden am Ende kaum noch Bevölkerung gibt. Sie können weiter nicht unterscheiden zwischen Kriegsgründen und dem Sicherheitsbedürfnis aller Länder und einer damit friedvollen Sicherheitsarchitektur. Auch trübt Sie Ihre Erinnerung. Es gab keine ernsthaften diplomatischen Bemühungen vor diesem Krieg. Berlin und Paris hatten noch die Neutralität der Ukraine angeboten. Die US-Administration bestand auf den NATO Beitritt der Ukraine und damit auf noch mehr Raketen in Richtung Russland. Diplomatie macht übrigens immer Sinn, aber den erkennen Sie halt nicht. Und ehe Sie dem größten Militär und Kriegsbündnis der Welt weiter einen defensiven Charakter zuschreiben beantworte ich ihre letzte Frage “Können Sie die Stelle zeigen, wo es vonseiten der NATO darum geht, dass das Bündnis fit für einen Einmarsch in irgendein Land gemacht werden soll?” mit Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien, Ostflanke, reicht? So leid es mir tut aber weitere Fragen werde Ihnen nicht beantworten.

50 Milliarden jedes Jahr für die Bundeswehr. Jetzt noch 100 Milliarden “extra”.
Allein in Deutschland.

Soldaten auf Zeit: 117.944
Freiwillig Wehrdienstleistende: 9.342
Berufssoldaten: 55.797

–> das sind pro Soldat 273.100 € im Jahr.
–> Gehalt nach Berufserfahrung: > 9 Jahre. 54.319 € (Beamte)
–> es bleiben also mind. über 200.000 € pro Jahr und Soldat für Material und Wasserkopf
Ein riesiger Wasserkopf!

— Zitat —
Eine Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis, dass jedes Jahr 14 Milliarden Euro zusätzlich an Spenden nötig wären, um den weltweiten Hunger bis 2030 wirkungsvoll eindämmen zu können.
— Zitat Ende —

Wenn es gewollt wäre, könnten die “entwickelten” Länder mit einem Bruchteil des Geldes, welches für Rüstung ausgegeben wird, also den Welthunger lösen. Und sicher noch einiges mehr…

Prioritäten – so wichtig!

Hallo Hearst,
> Wie wird Frieden geschaffen – mit Waffen
Wenn die Russen aus der Ukraine wieder vertrieben sind, dann hört der Beschuss der dortigen Bevölkerung durch eben diese russische Armee vermutlich erst mal auf. Ja, das würde ich “Frieden” nennen. Und das ist so ungefähr das, was wir “Kriegsgeilen” hoffen.
Außer, sie schießen vom eigenen Territorium aus auf die Ukraine. Mit ihren tollen Überschallraketen, mit denen sie gerade prahlen. Die gibts aber nicht in Artilleriestärke, vielleicht lenkt man sie dann irgendwann auch nicht in Wohngebiete, Krankenhäuser oder Bahnhöfe.

> Aber diesen diplomatischen Weg kennt man eben nicht.
Sie verstehen die Befindlichkeiten der russischen Politik offenbar so gut wie kaum ein anderer. Es fällt mir schwer Ihnen zu folgen – in meiner Erinnerung gab es lange Jahre der Diplomatie vor diesem Krieg.
Die letzten Blüten dieser wahrhaftig friedlichen, den Krieg vermeiden wollenden Strategie waren dann russische Aussagen im Sinne von “alles nur Übungen! Sehr her, die Eisenbahnwagons fahren wieder zurück!”. Was daraus wurde, ist bekannt.
Diplomatie gern, aber erst wenn es Sinn macht. Aktuell glaube ich den Kriegsparteien wenig, und davon Herrn Putin noch ein bißchen weniger.

> […] als Mörder tituliert. Ja wie wollen Sie sich am Verhandlungstisch verhalten und Frieden erzielen?
Ich finde es in der Tat unglücklich, wenn Politiker auf Journalistenfragen das antworten, was sie sagen sollen. “Würden Sie Herrn Putin denn nun einen Mörder nennen?” Bei solchen Fragen könnte ich immer aus der Haut fahren, aber offenbar gibts eben auch unter Journalisten solche und solche.

Wenn Sie mögen, beantworten Sie doch vielleicht noch die Fragen, die ich in vorigen Kommentaren an Sie gerichtet habe. Ich fände es wirklich interessant, die Antworten zu bekommen:
> Es gäbe dort eben ein Nationalverständnis, aber inwiefern wurde denn Russlands Nation verändert/bedroht/infrage gestellt, so dass ein Einmarsch in die Ukraine ein Schlüssel zum Erfolg / zur Abwehr sein könnte?
> Sie schrieben ja auch vom Geschäftemachen in der Ukraine – wenn auch das ein Kriegsgrund für Russland sein könnte, könnten Sie vielleicht auch da aufklären.
> Können Sie die Stelle zeigen, wo es vonseiten der NATO darum geht, dass das Bündnis fit für einen Einmarsch in irgendein Land gemacht werden soll? Dass das Bündnis überlegt, wie es schnell Kaliningrad einnehmen könnte, oder St. Petersburg, oder was es vielleicht im Ural zu holen gäbe?
> Wenn Sie Russland so gut verstehen können, können Sie sich denn gar nicht das Interesse dieser kleinen Staaten erklären? [gemeint sind die neueren Mitglieder]

Na das freut mich lieber Christian dass Sie sich der Meinung Sebastians anschließen. Ich empfinde es auch als Entwicklung wenn ich seine letzten drei Sätze seines vierten Kommentars mit dem letzten Absatz seines letzten Kommentars vergleiche. Doch unterscheidet uns halt die Meinung über die Hochrüstung der BRD, der NATO sowie dem Rest und der NATO als solches Wie wird damit das Leid der Bevölkerung der Ukraine gelindert ? Mit Hochrüstung? Wie wird Frieden geschaffen – mit Waffen? Da nützt mir auch keine Empfehlung von Kampfbegriffen wie “Finnlandisierung” die nur zu weiteren Verschärfungen dienen. Besser wäre es in Bezug auf Finnland gewesen auf den großartigen Urho Kekkonen (KSZE) zu verweisen. Aber diesen diplomatischen Weg kennt man eben nicht. Es hätte als Vorlage für die Konfliktlösung dienen können, frei von Hochrüstung. Stattdessen wird der Präsident einer kriegsführenden Großmacht als armer kranker Amokläufer, oder wenn Sie mögen als Mörder tituliert. Ja wie wollen Sie sich am Verhandlungstisch verhalten und Frieden erzielen? Und wer meint nichts ist berechenbar dem empfehle ich den Philosophen Zbigniew Brzeziński. Ich wünsche friedliche Feiertage.

Ach und Schöne Grüße noch an Panzergrenadier Sebastian. Sie können die Luke wieder öffnen, Russland führt weder Krieg gegen die BRD, noch gegen das Baltikum oder gar die nordischen Länder. Der Kreml hat noch Luft und mordet erstmal in Afrika weiter. Prost!

Sebastians letzter Kommentar war doch sehr schwer argumentativ und so ist auch meine Sicht der Dinge.
Vielerlei Russlandversteher-Thesen haben sich durch das Handeln Russlands selbst entkräftet.

Leider hat Diplomatie und Handel nicht das gebracht, was gewünscht war.
Leider hat man auch die militärischen Fähigkeiten der NATO erheblich vernachlässigt, wenngleich hier zwei Herzen in meiner Brust schlagen. Mir wäre es lieber, man würde nicht mehr rüsten müssen.

Allerdings, und hier tue ich mich mit dem eigentlichen Artikel von Christian Wolff etwas schwer, halte ich es für sehr naiv, einem brutalen barbarischen Autokraten, welcher aus reinem Eigennutz unabhängige Länder überfällt, nur vehemente Besuche von politischen Würdeträgern entgegenzustellen.
Das würde ihn nicht stören. Übermächtig groß sind die Gräueltaten, die seine Armee verbrochen haben. Zivilisten, Massaker, Flächenbombardements, erdbodengleiche Zerstörungen.

Was würde ihn wohl aufhalten? Nichts, außer die Schwächung seiner russischen Armee.
Wenn er dort Rückschläge verkraften muss, bleibt ihm nichts mehr anderes übrig, als den Vorgang zu beenden. Leider.

Er begann auf der Krim, und nun bombt er in der Ukraine.
Und über allem schwebt das Damoklesschwert der Atomwaffen. Er hat nichts mehr zu verlieren, was könnte ihn noch aufhalten, das als letzte Aggression noch loszutreten?

Davor hat die w(r)estliche Welt – zu Recht – Angst.
Einem Verrückten, wie bei einem Amoklauf, ist eben alles zuzutrauen.
Und wer meint, das wäre alles so berechenbar, der hätte sich mal vorher melden sollen.

Darum denke ich, kann man nur mit militärischer Hilfe der Ukraine helfen.
Wie “schwer” die Waffen sein dürfen, ist fast philosophisch und so klug wie eine Glaskugel.
Denn Putin denkt sich die Welt so, wie er sie möchte.

Tatsächlich gehöre ich zu den Leuten in unserem Land, die mal ein paar Monate mit der Bundeswehr zu tun hatten und ungefähr wissen, wie es sich im Panzer so anfühlt, oder auf der anderen Seite des Gewehrlaufes. Wie schon geschrieben – dass die Bundeswehr ein Oliv gefärbtes THW ist, war lange Zeit lediglich peinlich und nicht schlimm. Ich konnte mich immer unter die Idee “Wandel durch Handel”, oder “wer handelt, führt keinen Krieg” stellen und anhand der EU sowie den vorhandenen Beziehungen zwischen uns und Frankreich sehen, dass das funktionieren kann. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass die jahrelange Diplomatie unserer Politiker mit Herrn Putin gefruchtet hätte, und sich die Demütigungen, die zum Beispiel sich Frau Merkel ausgesetzt sah, gelohnt hätten.

> …verstehen aber nicht dass Russland nicht grundlos einen Krieg vom Zaun bricht und eben seine Gründe dafür hat?
Doch, ich hatte ja schon versucht meine Gedanken dazu zu schreiben. Auch um Ihre hatte ich gebeten, ich finde es aber recht unkonkret, was Sie schreiben.
Es gäbe dort eben ein Nationalverständnis, aber inwiefern wurde denn Russlands Nation verändert/bedroht/infrage gestellt, so dass ein Einmarsch in die Ukraine ein Schlüssel zum Erfolg / zur Abwehr sein könnte?

Ansonsten verweisen Sie auf die Gründe, die von “offizieller Seite” herausgegeben wurden. Damit könnten Sie, auch hier bleiben Sie vage, die so genannte Entnazifizierung der Ukraine meinen. Herrn Selensky als “Mensch mit jüdischem Hintergrund” meint Putin vermutlich nicht direkt, das wäre ja zu witzlos. Ansonsten gibt es noch (gab es…) das ASOW-Regiment, von dem man hierzulande hört. Auch kein Grund ein Land zu überfallen, in Wohnblöcke und Theater zu schießen. Von der Grundthese der “Nazis an der Macht”, die Russland bedrohten und von denen man die Ukraine befreien müsse, habe ich in den letzten Wochen in keinem der Medien substantiell lesen können. Also von der These schon – aber nicht vom tatsächlichen Vorhandensein.
Auch hier die Bitte, etwas konkreter zu werden – ich komme mit Ihren harten Urteilen über Bildung und Geisteszustand zurecht, aber ich bin tatsächlich interessiert an Ihrer Meinung. Sie schrieben ja auch vom Geschäftemachen in der Ukraine – wenn auch das ein Kriegsgrund für Russland sein könnte, könnten Sie vielleicht auch da aufklären.

> Die BRD und die ganze Welt sollte gemeinsam für Frieden abrüsten und nicht blindlings zur nächsten Katastrophe aufrüsten
Grundsätzlich bin, oder war, ich da völlig bei Ihnen. Der Ausstieg aus den entsprechenden Abkommen war mit Sicherheit ein Fehler.

> Was die NATO ist, wogegen und wofür sie ist, von wem sie gegründet wurde hätten Sie selbst rausfinden können.
So ungefähr weiß ich das schon, aber viele Jahre seit der Wende werden die Hardliner in der NATO durchaus auch belächelt und gemäßigt. Es gab in der Bevölkerung auch viel Unmut gegenüber NATO-Übungen beispielsweise in Polen, auch im Bundestag gibt es dahingehend viel öffentliche Kritik.
Sie sehen überall “Kriegsgeilheit”, aber sehen Sie auch, wie viele Jahre wir der Forderung, auch aus den USA, nach der Erfüllung des 2-%-Zieles eben NICHT nachgekommen sind? Eben weil kein Bedarf gesehen wurde! Hierzulande ist der größte wochenlange Aufreger, dass die Gorch Fock nicht einsatzfähig ist und zu teuer in der Reparatur, insofern kann ich Ihre Sicht aus meiner Wahrnehmung tatsächlich nicht nachvollziehen. Ganz egal wofür die NATO gegründet wurde – der kalte Krieg ist lange vorbei, und erst der russische Präsident hat es geschafft, dass die pro-NATO-Hardliner wieder so richtig Aufwind bekamen.

> Welche Beitrittskandidaten der NATO wurden konkret von Russland bedroht?
Da würden mir, von den jüngeren Mitgliedern, die baltischen Staaten einfallen. Ehemalige Sowjetstaaten, die aktuell sehr sicher sehr froh über ihren Bündnissschirm sind und auf keinen Fall in den russischen Einflussbereich zurückfallen wollen.
Ansonsten gibt es, unter den Kandidaten, unter dem Begriff “Finnlandisierung” vielleicht auch für Sie noch etwas Neues zu erfahren.

> …“Ostflanke”. Ist dieses Konstrukt vielleicht der NATO Osterweiterung geschuldet?
Da sind zwei Begriffe drin, die mich stören. Wie erwähnt die “Ostflanke”, weil dieser Begriff tatsächlich nach Krieg klingt, den wir aber auf NATO-Gebiet nicht haben (wollen). Als verantwortliche Politikerin würde ich dieses Wort nicht benutzen und finde die Verwendung fahrlässig.
Und “Die Osterweiterung” klingt, als ob sich die NATO ständig selbst vergrößern würde, wie eine Amöbe. Es handelt sich doch aber in Wirklichkeit um eine Sache, die von (global gesehen) kleinen Ländern jeweils selbst vorangetrieben wird! Die Türkei, die baltischen Staaten, Polen…sie alle stellten formelle Anträge, machten gewisse Anpassungsprozesse durch, wurden geprüft und irgendwann aufgenommen.
Ja, damit wurde das Bündnisgebiet größer, logisch, aber es handelt sich dabei nicht um eine “feindliche Übernahme”, um Russland militärisch besser drücken zu können, sondern um den ausdrücklichen Wunsch dieser Staaten! Wenn Sie Russland so gut verstehen können, können Sie sich denn gar nicht das Interesse dieser kleinen Staaten erklären?
Ich weiß nicht, woher unsere besorgten Bürger immer ihr Wissen haben, aber es geht im NATO-Sprech doch immer darum, dass das Bündnis stark sein soll, dass der Bündnissfall beim Angriff auf einen der Partner ausgelöst wird, dass die Stärke des Bündnisses gezeigt werden müsse und so weiter. Können Sie die Stelle zeigen, wo es vonseiten der NATO darum geht, dass das Bündnis fit für einen Einmarsch in irgendein Land gemacht werden soll? Dass das Bündnis überlegt, wie es schnell Kaliningrad einnehmen könnte, oder St. Petersburg, oder was es vielleicht noch im Ural zu holen gäbe?

Solche Rhetorik habe ich bisher nie gehört. Was ich aber sehe ist, dass Russland genau das tut, was unsere Welterklärer der NATO unterstellen: Es wendet sein Militär auf staatsfremden Gebiet an, es infiltriert und annektiert Gebiete, es vergrößert mit Gewalt seinen Einflussbereich und stellt dort Militär auf.

> Am Ende muss man sich ja dann doch mal wieder vertragen und vielleicht sogar versöhnen
So ist es, und ich hoffe, dass das bald passieren wird. Und ich hoffe auch, dass die 100 Mrd., jetzt wo sie auch vom Bundestag leider in dieser Höhe beschlossen sind, auch in Reformen gesteckt werden, damit nicht ganz so viel sinnlos versickert. Vielleicht bleiben ja Fähigkeiten für den Katastrophenschutz übrig.

Na gut Sebastian, ich muss mich korrigieren. Sie sind weder dumm noch naiv sondern schlicht verwirrt. Sie stellen sich selbst Gründe für den Krieg vor, verstehen aber nicht dass Russland nicht grundlos einen Krieg vom Zaun bricht und eben seine Gründe dafür hat? Egal welche Erklärung trifft, der Krieg existiert nicht ohne Grund, ganz gleich ob als Aktion oder Reaktion Russlands.

Sie haben eben nicht verstanden daß mehr Militär eben keinen Frieden schafft. Die BRD und die ganze Welt sollte gemeinsam für Frieden abrüsten und nicht blindlings zur nächsten Katastrophe aufrüsten , das ging übrigens schonmal. Ihre Ausführungen zur NATO fallen Ihrer Verwirrtheit anheim. Was die NATO ist, wogegen und wofür sie ist, von wem sie gegründet wurde hätten Sie selbst rausfinden können. Welche Beitrittskandidaten der NATO wurden konkret von Russland bedroht? Warum dann ihrer Meinung nach der freiwillige Beitritt? Sie präsentieren den NATO Militärsprech “Ostflanke”. Ist dieses Konstrukt vielleicht der NATO Osterweiterung geschuldet? Ihre selbst eingefügten Zitate die ihre kriegsgeile Meinung verstärken sollen sind wenig hilfreich.
Wirklich schlimm wird es wenn Frieden schaffen ohne Waffen verächtlich gemacht wird. Am Ende muss man sich ja dann doch mal wieder vertragen und vielleicht sogar versöhnen, es sei denn man steht auf Barbarei. Aber Frieden ist in ihrem Kosmos eben nicht mehr ohne Hochrüstung und damit Krieg sowie dem Elend zu erreichen.
Na dann los Schütze Sebastian.

> Sie können sich einfach nicht vorstellen warum der Kreml Krieg führt?
Doch doch, vorstellen kann ich mir das. Ich stelle mir eine Mischung aus Machterhalt, Revanchismus und Größenwahn als Ursachen vor, befeuert durch die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Annäherung des Nachbarlandes an den Westen und damit verbundene Angst vorm Übergreifen auf das eigene Land.
Aber weder das, noch Ihre Erwähnung des “nationalen Selbstverständnisses” Rußlands kann in irgendeiner Form ausreichen oder hinreichend erklärend für Putins Krieg sein.
DAS war jetzt Ihr Vorwurf an mich? Wir sollten nicht aufrüsten oder uns dort beteiligen, weil Rußland eben sein Selbstverständnis hat?

Und die Erzählung der Bedrohung durch die NATO ist unglaubwürdig. Er selbst nähert sich durch den Einmarsch und die Okkupierung der Gebiete der Ukraine den Grenzen der NATO an. So groß kann die Angst vor Nähe nicht sein; durch sein militärisches Vorgehen ist er näher als je zuvor.
Und bisher hat die NATO noch kein neues Mitglied durch Assimilation hinzugewonnen: bisher sind sie noch alle gern und freiwillig hinzu gekommen, oder? Und vor wem diese neuen Länder, Frau von der Leyen spricht merkwürdigerweise von der “Ostflanke”, Angst haben ist auch ungefähr klar. Jetzt hat er noch Schweden und Finnland ins Bündnis getrieben, nach Jahrzehnten der Neutralität. Ein großer, geschichtsträchtiger Diplomat, dieser Präsident.

Es gibt zur Zeit bei uns Welterklärer, da bleibt einem die Spucke weg. “Zum Streit gehören immer zwei” – hätte die Ukraine halt nicht so doll Richtung Westen geschielt. Was schwingt da mit? Selbst schuld, wenn er jetzt eure Leute umbringen lässt. Ich kann solche Aussagen schwer fassen.
Noch besser ist zur Zeit eigentlich nur “helft denen bloß nicht, ihr heizt den Konflikt nur an! Sie können sich ja ergeben und der Krieg und das Leiden sind super schnell vorbei!”
Ist das schlimm, sowas zu hören. Kindergartenpazifismus pur. Gebt euch die Hände, und dann vertragt ihr euch wieder, ja?!

Ach Sebastian, konkret: Sie können sich einfach nicht vorstellen warum der Kreml Krieg führt?
Die Gründe dafür wurden von offizieller Seite genannt, und die die nicht genannt wurden finden Sie im russischen nationalen Selbstverständnis, in Geschichtsbüchern und verschiedenen aktuellen Entwicklungen & Quellen, wovon Ihnen manche wegen fehlender Englisch- und Russischkenntnisse verwehrt bleiben. Wie kann man der NATO (an den Grenzen Russlands?) einen defensiven Charakter zuschreiben? Frieden schafft man eben nicht durch mehr Kriegswaffen (die eher das Potential zur Katastrophe ausreizen), sondern durch – in Friedenszeiten -> Diplomatie, Verträge, wirtschaftlichen Verwebungen und kulturellen Austausch, und in Kriegszeiten notfalls mit zielführenden Sanktionen und geschlossener internationaler Ächtung, nu gloar? Welche Angebote kamen dazu von der einen Großmacht und welche von der anderen Beteiligten? Vielleicht überdenken Sie dann Ihre Meinung dass eine NATO Erweiterung sowohl territorial wie auch materiell “eine defensive Maßnahme” und kein Wille zum Eingreifen in den Konflikt darstellt. Wir fallen durch kriegsgeile, hochrüstende und geschichtsvergessene Verwirrte zurück zur Barbarei, diesmal aber mit mehr Bums und kürzerer Lunte.

Ich hatte zwar Englisch als Begegnungssprache – bleibe aber an dieser Stelle mal bei meinen Leisten. Und Sie sind ja über meine Bildung auch schon recht gefestigt.
Aber was ich Sie fragen wollte war, was Sie mit “… oder versuchen die Sichtweise der anderen Partei einzunehmen?” meinten.
Wenn Sie damit nicht sagen wollten, dass Sie gute Gründe für diesen Krieg kennen, was meinten Sie dann damit? Was ist denn Russlands, oder Herrn Putins Sichtweise, die mir fehlt? Werden Sie gern konkreter.

Nein Sebastian, Sie haben sich nicht mit der ukrainischen Geschichte (seit frühestens 1990) beschäftigt. – null Sonst würden Sie mich auch nicht nach Gründen für Angriffskriege fragen. Was solls, kleiner Tipp: es gibt Länder und Politiker die mögen keine anderen Länder und Politiker und stehen auch über diesen – lesson learned?

Ich habe tatsächlich versucht mich mit der Sichtweise der anderen Seite (wir meinen beide die Russische, nicht war?) zu beschäftigen. Gründe für einen Angriffskrieg gegen die Ukraine habe ich keine gefunden. Welche sehen Sie denn?

Danke werter Sebastian für den mit Abstand dümmsten Kommentar den ich hier lesen durfte.
Pardon, vielleicht sind Sie auch erst 14.
Waren Sie schon in der Ukraine? Haben Sie mal versucht da Geschäfte zu machen? Lesen Sie Geschichtsbücher, informieren Sie sich gar aus verschiedenen Quellen oder versuchen die Sichtweise der anderen Partei einzunehmen? Wohl eher nicht.

Egal 100000000000 EUR für Krieg. fest in der Verfassung verankert. Die BRD kennt keinen Pazifismus mehr, auch keine Parteien, Humanismus oder Vernunft. Endlich wieder gesellschaftlich anerkannt töten / morden.
Ich hoffe unser Kriegsminsiterium und das der US Adminsitration / NATO Angriffsbündnis sowie dies der Genossen machen den 3. Weltkrieg wenigstens kurz und schmerzvoll.

Das stimmt. Aber Ihr Vergleich hinkt ja ziemlich.
Wenn der Eine nur einen morschen Stock zur Verteidigung hat, wenn er von einem Anderen mit Knüppeln angegriffen wird, und dabei noch nicht mal so etwas wie ein “Grund” für den Überfall zu erkennen ist, dann sollte man dem Schwächeren gern zur Seite stehen und einen eigenen Knüppel liefern. Normalerweise würde man sich als starke “Partei” eigentlich direkt engagieren, was im Ukrainekrieg aber heikel ist.

Nichts gegen Diskussion oder nichtmilitärische Strategien zur Befriedung des Konfliktes, im Gegenteil, aber diese naiv-pazifistische Rhetorik der letzten Wochen, egal ob aus dem Kindergarten das völlig arglose “zum Streit gehören immer zwei!”, oder diese sinnfreien Vergleiche wie “Waffen gegen den Krieg zu liefern ist wie mit Schnaps einen Alkoholiker zu heilen”, die verschleiern doch die Tatsachen in dieser Situation!
Diese Sprüche sollen Verständnis für einen Mann wecken, der auf internationaler Ebene weit größer täuschte als in dieser Machtebene üblich, der bereits in jüngerer Vergangenheit seinem Land mit militärischen und geheimdienstlichen Methoden Territorium einverleibt hat, und mit dem bis vor einigen Monaten dennoch ständig diplomatisch gesprochen wurde. Vom fragwürdigen Machtapparat im eigenen Land mal ganz zu schweigen, aber darum gehts hier nicht.

Anders als es Herr Wolff hier schreibt GIBT es doch viele Lehren aus dem zweiten Weltkrieg. Nur eben nicht in allen Ländern. Gerhard Schröders Entscheidung, damals nicht mit in den Irak-Krieg zu ziehen, ist so ein typisches Zeichen dieser Lehren, und diese Entscheidung ist auch heute noch eine auf seiner Plus-Liste, wenn an ihn erinnert wird.
Dass die Bundeswehr jahrelang schlecht gemanaged wurde und vieles schief geht, das war lange Zeit lediglich peinlich. Aber egal, wir haben ja die NATO und der Feind sitzt höchstens in Afghanistan. Wir konnten Geld bei der Verteidigung sparen und taten das auch, eben weil hier nur wenige Leute “Kriegsgeil” sind. Jetzt an entscheidenden Stellen, zum Beispiel der Luftabwehr oder der Cybersicherheit, nachzubessern, finde ich eine sehr gute Entwicklung. Auch der aktuelle Trend der politischen Meinung, dass man lieber bei den Amis oder sonstwo vorhandene Technik einkauft, statt selber neue Wehrtechnik zu entwickeln, finde ich gut. Dass es 100 Milliarden sein sollen und zur Zeit für alles Mögliche riesige Schulden angehäuft werden, daran zweifle ich eher.

Herr Wolff schreibt weiter:
> Der Aggressor Russland dürfe den Krieg nicht gewinnen und keinen Vorteil aus seiner Aggression ziehen, wird argumentiert. Dafür ist in Europa und in den Vereinigten Staaten ein gigantisches Aufrüstungsprogramm in Gang gesetzt worden.
Das finde ich eine gefährliche Verquickung zweier Dinge. Der erste (Teil-)Satz ist richtig, aber der zweite Satz hat doch eher mit der Sorge vor russischer Aggression zu tun, ist also eher eine defensive Maßnahme, als mit dem Willen aktiv in den Konflikt einzugreifen. Wie auch…die Rüstungsmaßnahmen greifen in ein paar Jahren, und nicht jetzt wo der Konflikt “heiß” ist, es macht also kaum Sinn, wenn man im Westen überall aufrüsten würde, damit Rußland den Krieg nicht gewinne.
Ich verstehe nicht, warum Herr Wolff das so ausdrückt und finde die Unterstellung wie gesagt auch in gewisser Weise gefährlich.

danke!
wenn 2 sich mit knueppeln totschlagen, wird nichts besser, wenn man ihnen messer anreicht.

Schreiben Sie einen Kommentar