Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Gold für Deutschland

Kanu-Slalom: Andrea Herzog wird Weltmeisterin

Am letzten Tag der Kanuslalom-Weltmeisterschaften im spanischen La Seu d'Urgell kann das DKV-Team endlich jubeln. Die Jüngste im Kader, die 19-jährige Andrea Herzog aus Leipzig paddelte am im Canadier-Einer zu Gold. Mit einem fehlerfreien Finallauf setzte sie ihre Konkurrenz unter Druck.

So leistete sich die Australierin Jessica Fox eine Torberührung und landete damit auf Rang zwei. Bronze holte die Österreicherin Nadine Weratschnig. Bereits im Halbfinallauf sicherte sie den Olympia-Quotenplatz und konnte damit befreit in das Rennen gehen. In der zeiten Entscheidung am Sonntag verpasste Titelverteidiger Hannes Aigner aus Augsburg wegen seiner frühen Berührung an Tor drei nur ganz knapp den Finaleinzug.

Insgesamt musste das DKV-Team aber viele Niederlagen einstecken. So konnten Canadierfahrer den Olympia-Quotenplatz nicht sichern, damit steht auch noch kein deutsches Olympia-Boot in dieser Kategorie fest. Den ersten Quotenplatz für Deutschland sicherte Ricarda Funk im Kajak-Einer am Samstag. Im Finallauf landete sie auf Rang fünf. Bei den Mannschaftswettbewerben am Mittwoch blieben die Deutschen in allen Disziplinen medaillenlos.

Bereits im Halbfinale fuhr Herzog eine überragende Zeit, berührte aber zweimal einen Torstab. Im Finallauf sollte alles klappen. „Unglaublich. Ich hatte nie gedacht, dass es so gut ausgeht. Ich hatte gehofft, dass es vielleicht irgendwie für eine Medaille reicht, hätte aber niemals mit Gold gerechnet.“ Die lange Qualifikationsphase war für alle im Team nervenaufreibend.

„Ich bin jetzt einfach nur happy, das es jetzt vorbeit ist.“ Wie sie die Nerven behalten konnte, beschreibt die junge Athletin so: „Ich habe eigentlich immer nur gedacht, dass es um mich geht, dass ich meine Leistung hier zeige. Und nie versuche, daran zu denken, dass ich den Quotenplatz für Plympia rausfahren muss. Ich wollte einfach nur zeigen, was ich kann.“

Ihr Trainer, Felix Michel kann es noch gar nicht richtig glauben: „Ich freue mich riesig. Es ist ein Wahnsinnergebnis, was wir uns alle so nicht ausgemalt hatten, dass es wirklich schon so weit gehen kann. Herzog zeigte die ganze Saison über, dass sie in der Weltspitze mitfahren kann. „Es fehlte immer so das letzte Quäntchen, um wirklich vorzustechen und sie hat es heute wirklich einmal runtergebracht, von oben bis unten. Das macht mich unheimlich stolz“, sagte ihr Trainer. So war sie auch in der Lage, die kleinen Fehler aus dem Halbfinale nicht noch einmal zu begehen. Der Lohn: Gold.

Die beiden anderen C1-Halbfinalistinnen schafften es nicht in das Finale. Besonders Pech hatte Elena Apel aus Augsburg. Wegen eine unglücklichen Torstabberührung wurde die 21-Jährige Halbfinal-13, hatte sie 0,93 Sekunden Rückstand auf den letzten Finalplatz. Jasmin Schornberg (Hamm) schied als Halbfinal-18. aus.

Die Kanuslalom-Weltmeisterschaften im spanischen La Seu d’Urgell sind für die DKV-Athleten trotzdem nicht nach Wunsch verlaufen. Alle Olympia-Quotenplätze zu holen, war das Ziel. Zudem zwei Medaillen in den olympischen Disziplinen. DKV-Präsident Thomas Konietzko sagte: „Wir sind mit einer großen Erwartungshaltung hierhergekommen. Leider konnten wir nicht alles erreichen. Alles in allem haben wir noch einiges zu tun. Aber ich glaube, wir können hier mit einem guten Abschluss nach Hause fahren.“

Kajak-Männer scheitern im Halbfinale

Bei Hannes Aigner fehlten lediglich 0,81 Sekunden für den Finaleinzug. Als Halbfinal-Zwölfter erpaddelte er jedoch den Olympia-Quotenplatz. Die nationale Qualifikation um das Olympia-Ticket htte der 30-Jährige bereits schon vor der WM für sich entschieden. Mit der Titelverteidigung hat es allerdings nicht geklappt. Druck wegen der „Ich fühlte micht gut, war hier auch gut vorbereitet“, sagte Aigner.

„Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge. Es ist ärgerlich, dass ich nicht noch einmal versuchen kann, in die Medaillenränge herein zu fahren“, sagte er nach seinem knappen Halbfinalausscheiden. Auch für seine Mannschaftskollegen Tim Maxeiner (Wiesbaden) und Fabian Schweikert (Waldkirch) verpassten mit den Halbfinal-Rängen 30 und 39 den Finaleinzug.

Kein Olympia-Quotenplatz für C1-Herren

Völlig überraschend war der Finaltag am Samstag. Die Männer im Canadier-Einer holten keinen Olympia-Quotenplatz, Franz Anton aus Leipzig und Florian Breuer aus Augsburg scheiterten mit den Plätzen 19 und 21 bereits im Halbfinale. „Ich hatte einen gedeckten Tisch und musste mich nur noch dransetzen“, sagte ein enttäuschter Anton nach dem missglückten Halbfinallauf. „Es ist wie ein Schlag ins Gesicht und noch dreimal nachgetreten“, beschrieb Anton seine Gefühle nach dem Ausscheiden.“

So platzierten sich zwölf Nationen vor Deutschland, elf Quotenplätze wurden vergeben. Jetzt gibt es nur noch eine Chance für die deutschen Canadierfahrer: Einer muss sich zu den Europameisterschaften in London nächstes Jahr vor den Italienern und Russen platzieren. Wem das gelingt, der darf nach Tokio fliegen. Für den Augsburger Sideris Tasiadis waren schon die Qualifikationsläufe am Donnerstag Endstation.

Unglücklich ein Tor verpasst, musste er seine Chance in der Hoffnungsrunde nutzen. Im ersten Qualifikationslauf mit Führungszeit unterwegs, fuhr er aufgrund eines Fehlers an Tor 23 gegen eine Stange, stieß sie weit weg und bekam im Nachhinein eine 50-Sekunden-Strafe vom Kampfrichter. Auf Videobeweisen konnte weder das korrekte Befahren noch das Verpassen des Tores eindeutig festgestellt werden. Deshalb zählte die Aussage des Kampfrichters. So musste er, wie sein Augsburger Kollege Florian Breuer, im zweiten Lauf an den Start gehen, bei dem sich die zehn Besten noch für das Halbfinale qualifizieren konnten.

Doch die Entscheidung bekam Tasiadis nicht mehr aus seinem Kopf. „Ich hätte mir gewünscht, dass in so einem nicht eindeutigen Beweis für den Sportler entschieden wird. Diese ganze Situation fand ich voll gegen mich.“ Das Erlebte abzuhaken und einen guten zweiten Lauf zu zeigen, misslang, als Tasidis Tor acht berührte. Danach wollte der 29-Jährige auf Nummer sicher gehen, umfuhr die Stangen nicht eng genug und verlor damit zu viel Zeit und landete auf Platz 16. „Ich glaube, wenn man während des Laufs anfängt zu denken, dann ist es eignetlich schon zu spät. Da fährt man nicht mehr sein Ding runter“, erklärte Tasiadis. Am Ende fehlten 1,32 Sekunden auf Rang zehn.

Der Ausgang bei den Canadier-Herren hat die Planungen zur Olympia-Vorbereitung völlig über den Haufen geworfen. „Wir müssen uns jetzt ganz genau überlegen, wie wir die weitere Vorbereitung gestalten“, sagte Michael Trummer, Mannschaftsleiter bei der WM. Eigentlich hatte sich der DKV erhofft, in Richtung Olympia eine andere Vorbereitung zu haben. Mitte Oktober sollten die Olympia-Boote schon zum Training nach Tokio fahren.

„Doch für den Canadier-Einer gilt es jetzt erst einmal, in London den Olympia-Quotenplatz zu holen. Entsprechend denke ich, wird man jetzt andere Planungen aufstellen müssen. Und dann hoffentlich in London erfolgreich sein. Der Fokus für den Canadier-Einer kann jetzt nicht auf Tokio liegen.“

Einen Zweifel an der erstmals so vollzogenen nationalen Olympia-Qualifikation hegt Trummer nicht: „Sicherlich war die Saison mit diesen Olympia-Qualifikationen eine ganz besondere, aber das haben wir gewusst. Wir wissen auch, dass der Druck bei Olympia nochmal viel höher ist, als er jetzt hier gewesen ist. Jetzt müssen wir damit umgehen, müssen unsere Rückschlüsse ziehen und ganz in Ruhe mit den Trainern und Sportlern planen und die Strategie entwickeln, wie das noch alles funktionieren kann, dass wir auch im Canadier bei Olympia dabei sind.“

Kajakfahrerinnen solide

Im Kajak-Einer der Damen war der Olympia-Quotenplatz bereits vor dem Halbfinale den Deutschen sicher, da sich Sportlererinnen aus nur 18 Nationen qualifiziert hatten. Allerdings erhoffte man sich von Ricarda Funk (Bad Kreuznach) mehr als den fünften Platz. Zumal sie noch Schnellste im Halbfinale war. Die zweite Finalisten Elena Apel aus Augsburg war überglücklich: „Ich finde, besser hätte es nicht laufen können Es war schon krass, dass ich ins Finale gefahren bin.“ F

ür die 21-Jährige, die eigentlich im C1 zu Hause ist, war bereits der Finaleinzug ein großer Erfolg. Am Ende landete sie auf Platz acht. Aber auch Funk ist zufrieden. „Sicher hätte ich auch gern eine Medaille gehabt, aber so ist das in unserem Sport. Und mein großes Ziel habe ich erreicht“, sagte die Bad Kreuznacherin.

„Mich hat das Ganze mit der Quotenplatzregelung mit den Doppelstartern ganz schön beschäftigt“, sagte Funk. Hintergrund: Hätte Apel den Quotenplatz auf sich verbucht und am nächsten Tag im C1 auch, hätte Deutschland in einer der beiden Disziplinen einen Olympia-Platz zurückgeben müssen. „Deshalb wollte ich heute unbedingt bestes deutsches Boot werden, damit die Mädels morgen komplett alle Optionen offen haben.“

Deutsche verpassen Medaillen in Team-Wettbewerben

Den WM-Auftakt am Mittwoch hatten sich die Deutschen auch anders vorgestellt. Zwar stimmten die Laufzeiten, aber zu viele Fehler kosteten drei von vier Teams die Medaillen. Bestes deutsches Team wurden die Männer im Kajak-Einer mit dem sechsten Platz. Die K1-Herren mit Weltmeister Hannes Aigner (Augsburg), Tim Maxeiner (Wiesbaden) und Fabian Schweikert (Waldkirch) leisteten sich zwar nur eine Torstangenberührung, der Rückstand von 6,65 Sekunden auf Weltmeister Spanien war für einen Podestplatz trotzdem zu groß. Silber und Bronze gingen an Tschechien und Polen.

Dennoch war Aigner nicht unzufrieden: „Wir sind so das erste Mal zusammengefahren und hatten in der Vorbereitung zu wenig Zeit, um das Fahren im Team ausreichend zu üben“, sagte er. Zur EM in Pau dieses Jahr konnten Tim Maxeiner und Fabian Schweikert berufs- und verletzungsbedingt nicht antreten.

Die  K1-Damen mit Ricarda Funk, Jasmin Schornberg und Elena Apel paddelten mit zwei Torstabberührungen auf Platz sieben, mit 3,45 Sekunden Rückstand auf Weltmeister Großbritannien. Silber und Bronze holten an Tschechien und Russland. Die C1-Herren mit Sideris Tasiadis, Florian Breuer und Franz Anton belegten mit drei Torstangenberührungen am Ende Platz acht. Es gewinnt die Slowakei vor Tschechien und Russland.

Und bei den C1-Damen mit Andrea Herzog (Leipzig) und den Doppelstarterinnen Apel und Schornberg kostete ein verpasstes Tor die Medaille. Sie landeten damit auf dem zehnten Rang. Weltmeister wurde Australien vor Spanien und Tschechien.

DKV-Präsident Thomas Konietzko spricht über die natinale Qualifikation –  War sie richtig?

Die Planungen zur Olympia-Vorbereitung sind über den Haufen geworfen. Die Männer im Einer-Canadier konnten keinen Olympia-Quotenplatz holen. Die nationale Entscheidung ist damit hinfällig. Wie geht es nun weiter. Eigentlich sollten alle Olympia-Boote bereits Mitte Oktober nach Tokio zum Training fahren. War das

DKV-Präsident Thomas Konietzko sagte: „Fakt ist, dass wir ein sehr hartes Qualifikationssystem in diesem Jahr erstmals eingeführt haben. Die Sportler haben sich damit zu allererst darauf konzentriert, den internen Teamwettbewerb zu gewinnen. Und vielleicht kommt daher auch der Sapnnungabfall in den Finals und die fehlenden Medaillen. Jetzt müssen wir die Situation analysieren.“ Trotzdem, laut Konietzko sollten Canadierfahrer auch mit nach Tokio fahren, weil ich fest der Meinung bin, dass wir im nächsten Jahr den kontinentalen Quotenplatz holen. Und darüber doch noch einen Canadier nach Tokio bringen.

An der Art der Qualifikation zweifelt der DKV-Präsident nicht: „Ich glaube, dass wir vielles richtig gemacht haben. Wir wollten den besten und auch nervenstärksten Sportler haben. Diese Kombination finden wir nur, indem wir einen harten Qualifikationsprozess eingeführt haben. Deshalb denke ich, spricht das Ergebnis für sich. Was wir neu überdenken müssen, dass es nach der Entscheidung bei einer WM keinen Spannungsabfall mehr geben darf, weil die Medaillen für uns auch wichtig sind.“

MelderKanuslalom
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder--> Bürgersprechstunde des OBM in Paunsdorf
Kindern ein Zuhause geben – Landkreis sucht Pflegeeltern
GRASSI Woonkamer: Museum der Zukunft
Corona-Virus: Verdachtsfälle können am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) untersucht werden
Morddrohungen gegen Bundestagsabgeordneten Dr. Diaby (SPD)
Am 7. Februar: Mega Konfetti Party im Felsenkeller Plagwitz
Regis-Breitingen: Freie Wähler fordern gerechte Bildung und mehr Bürgerbeteiligung
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Der Stadtrat tagte: Fristenstress mit der neuen Polizeiverordnung + Video
Heiko Rosenthal (Die Linke) und OBM Burkhard Jung (hinten). Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserEigentlich sollte sich der Stadtrat am 22. Januar auch mit der neuen Polizeiverordnung beschäftigen. Doch die Grünen wollten diesen Punkt von der Tagesordnung nehmen und hatten dank der Unterstützung der AfD auch Erfolg mit ihrem Absetzungsantrag. „Es bestehen zu viele offene Fragen hinsichtlich einzelner Regelungsbereiche“, hieß es seitens der Grünen. Was zu einer drastischen Auskunft des Oberbürgermeisters Burkhard Jung führte.
Der Stadtrat tagte: Der Süden bekommt eine Hannah Arendt Straße + Video
Thomas (Kuno) Kumbernuß (PARTEI) brachte seinen ersten Antrag durchs Parlament. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSo richtig hat er vorher selbst nicht dran geglaubt und nun ist es seit dem 22. Januar Tatsache. Der PARTEI-Politiker Thomas Kumbernuß (Linksfraktion) brachte am 22. Januar 2020 seinen ersten eigenen Antrag durch das Stadtparlament. Er hatte nach einer Petition von Alexander John seit 2019 dafür gekämpft, dass die die Kochstraße kreuzende (Ernst Moritz) Arndtstraße anders, nämlich nach der Publizistin Hannah Arendt benannt werden sollte. Bis zum Schluss blieb unklar, ob er die Stimmen dafür gegen den Standpunkt der Verwaltung durchbekäme.
Wann beginnen die sächsischen Ermittler endlich, auch hier die rechtsextremen Netzwerke aufzuklären?
Hohe Gewaltbereitschaft ist ein Grundmerkmal des Rechtsextremismus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Stich gelassen. Anders kann man das nicht mehr bezeichnen, was verantwortliche Innenminister in der jüngsten Vergangenheit mit unserer Zivilgesellschaft angerichtet haben. Das Verbot der rechtsextremen Neonazi-Vereinigung „Combat 18“ kam spät. Viel zu spät. Die Verspätung steht für das systematische Versagen konservativer Innenpolitiker, die Innenpolitik immer wieder als Machtpolitik behandelt haben – gegen links. Sachsen ist dafür nur das typische Beispiel.
Der Tag: Alle blicken auf Samstag
Dieser Polizeihubschrauber darf sich möglicherweise auf seinen nächsten Einsatz freuen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserPanikmache oder berechtigte Sorgen? Das Demogeschehen am kommenden Samstag sorgt in Leipzig für einen gewissen Ausnahmezustand: Die Polizei kündigt im Vorfeld eine Pressekonferenz an, einige OBM-Bewerber/-innen veröffentlichen einen Aufruf und Die Partei möchte Connewitz gegen André Poggenburg verteidigen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 23. Januar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Leipziger Verkehrsbetriebe suchen auch 2020 wieder 300 neue Leute
Straßenbahn auf dem Augustusplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Jahr 2019 stand für die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) ganz im Zeichen der massiven Personalsuche. Denn seit 2018 war der Wurm drin, war die Personaldecke im Fahrbetrieb zeitweise so ausgedünnt, dass selbst leistungsstarke Linien wie die Linie 10 im Normalverkehr auf Ferienfahrplan gesetzt wurden. Da hatte man die Sache mit der Personalsuche jahrelang auf die leichte Schulter genommen. Dafür gab es 2019 gleich mehrere große „Recruiting“-Aktionen.
Diesmal sorgte die stockende Fördergeldvergabe dafür, dass Sachsens Haushaltsüberschuss 2019 auf 736 Millionen Euro stieg
Schöner Sachsen-Euro. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Finanzminister ist zwar seit Dezember ein neuer. Aber die Systematik, nach der er arbeitet und Jahresabschlüsse verkündet, ist die alte, vertraute. Auch wenn der Jahresabschluss für 2019 erst einmal nur vorläufig ist. Und es klingt dann geradezu, als habe es Sachsen auch 2019 nur gerade so geschafft: „Der Haushalt 2019 des Freistaates Sachsen weist zum Stand 31.12.2019 ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis auf. Die regulären Einnahmen reichten demzufolge zur Deckung der Ausgaben aus.“
Linke beantragt, endlich eine Landesinitiative „Dorfläden in Sachsen“ zu starten
Nicht viel los hier. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserEs wird noch eine Weile dauern, bis auch bei der verantwortlichen Politik der Groschen fällt. Denn dass die ländlichen Regionen in allen europäischen Ländern kippen und zunehmend zum Tummelplatz rechtsextremer Parteien werden, hat mit Infrastrukturen zu tun. Die Menschen, die dort wohnen, spüren sehr genau, wie sich ihre Lebensqualität ständig verschlechtert. Und einer ist absolut unfähig, dieses Problem zu lösen: der so gern gefeierte Naturbursche Kapitalismus. Der lebt nämlich vom Wegschmeißen.
Nach der OBM-Wahl kann das Amt für Statistik und Wahlen seine Berichtsveröffentlichungen wieder aufnehmen
Wichtige Datensammlung: die Jahrbücher der Stadt Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVielleicht ist es wirklich so, dass das Zeitempfinden außerhalb von Verwaltungen ein völlig anderes ist als in ihnen. Draußen empfindet man fast körperlich, wie die Zeit rast und sich alles verändert. Stadtdaten vom Dezember des vergangenen Jahres wirken nicht nur uralt – sie sind es auch. Aber ausgerechnet im Amt für Statistik und Wahlen ist der Daten-Output seit dem Frühjahr 2019 praktisch zu Erliegen gekommen. Die vielen Wahlen sind schuld, meint das Verwaltungsdezernat.
Frauen in der Geschichte Leipzigs: Der eindrucksvolle Sammelband zur wissenschaftlichen Tagung von 2015
Susanne Schötz, Beate Berger (Hrsg.): Frauen in der Geschichte Leipzigs. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser2015 feierte Leipzig nicht nur das 1.000. Jahr seiner Ersterwähnung. Auch die Leipziger Frauen hatten einen besonderen Grund zum Feiern: 150 Jahre zuvor wurde in Leipzig der Allgemeine Deutsche Frauenverein (ADF) gegründet. Und das wurde im Oktober 2015 mit einer wissenschaftlichen Tagung gewürdigt. Die Tagungsbeiträge sind jetzt in diesem Band versammelt. Und sie haben es in sich, denn sie zeigen, dass der lange Kampf der Emanzipation noch lange nicht zu Ende ist.
Der Tag: Eine Stadtratssitzung voller Merkwürdigkeiten
Oberbürgermeister Burkhard Jung kritisierte offen seine Baubürgermeisterin. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserStreit innerhalb der Verwaltung, ungewöhnliche Diskussionsthemen auf lokaler Ebene und andere Vorkommnisse sorgten für eine eher merkwürdige erste Ratsversammlung im Jahr 2020. Auch bei den Studierenden der Universität Leipzig wurde am Vorabend offenbar hitzig diskutiert. Körperlich ging es in Dresden zur Sache: Dort beendete die Polizei die Besetzung mehrerer Häuser. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 22. Januar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Der Stadtrat tagt: Autofreier Tag im September 2021 + Video
Nicht immer einer Meinung: Dorothee Dubrau (parteilos) und OB Burkhard Jung (r.). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis das Autofahren in Innenstädten und vielleicht sogar Städten allgemein nicht mehr erlaubt ist. In Leipzig wird es im September 2021 einen Ausblick auf dieses Szenario geben: Auf Antrag der Linksfraktion hat der Stadtrat einen „autofreien Tag“ in der Innenstadt und auf dem Innenstadtring beschlossen. Die Debatte in der Ratsversammlung war auch geprägt von öffentlich vorgetragenem Streit innerhalb der Verwaltung.
Ausstellung: Von der Schönheit und den Leiden der Pferde
Quelle: Universität Leipzig

Quelle: Universität Leipzig

Die Beziehung Mensch-Pferd und im Besonderen die Geschichte der sächsischen Veterinärmedizin behandelt eine Doppelausstellung, die ab März in der Bibliotheca Albertina und in der Galerie im Neuen Augusteum der Universität Leipzig gezeigt wird.
Filmvorführung mit Regiegespräch: Der Fall Johanna Langefeld
Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Durch intensive Recherchearbeit erforscht das Regieduo die Hintergründe einer bemerkenswerten Geschichte: Johanna Langefeld, Oberaufseherin der größten Konzentrationslager für Frauen in Auschwitz und Ravensbrück, entzog sich in Krakau ihrem Prozess, indem sie im Dezember 1946 aus dem Gefängnis Montelupich/Krakau ausbrach.
Buchvorstellung „Klimakämpfe“ mit der Autorin Hanna Poddig
Das Klimacamp 2018 in Pödelwitz. Foto: Luca Kunze

Foto: Luca Kunze

Was unterscheidet die Besetzer im ›Hambacher Forst‹ von den Aktivist*innen von ›Ende Gelände‹? Was hat es mit ›Zucker im Tank‹ auf sich? Wo sind die ›Fridays-for-Future‹-Proteste zu verorten und welche Rolle spielen die ›Klimacamps‹?
Der Stadtrat tagt: Verwaltung soll Radwege zwischen Lindenau und Innenstadt prüfen + Video
Katharina Krefft (B90/Die Grünen). Foto: L-IZ.de

Katharina Krefft (B90/Die Grünen). Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Radwegsituation zwischen Lindenau und Innenstadt ist spätestens im vergangenen Jahr zu einem der dominanten Themen in Leipzig geworden. Nun hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, verschiedene Varianten für Radwege in diesem Bereich prüfen zu lassen. Vertreter verschiedener Fraktionen äußerten jedoch die Kritik, dass es besser gewesen wäre, wenn zuvor ein Gesamtkonzept für den Radverkehr in Leipzig vorgelegen hätte.