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Das fehlende Stück Radweg: Greenpeace-Aktive organisieren am 19. September eine Pop-up-Bikeline auf der Karl-Heine-Straße

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    Mit der Fertigstellung der Plagwitzer Brücke sind auch neue Stücke Radwege in der Karl-Heine-Straße entstanden. Aber das neue Angebot macht erst richtig sichtbar, dass an einigen Stellen die Fortsetzung fehlt. Ein solches Stück findet man zwischen Zschocherscher Straße und Erich-Zeigner-Allee. Am Samstag, 19. September, errichten Greenpeace-Ehrenamtliche dort einen Pop-up-Radweg.

    Ihre Botschaft „Städte für Menschen, nicht für Autos“ bezieht sich auf eine Studie, die Greenpeace am Mittwoch, 16. September, veröffentlicht hat. Die unabhängige Umweltschutzorganisation berechnet darin die mögliche Umverteilung von Straßenfläche in 30 deutschen Städten zugunsten des Radverkehrs. In Leipzig könnten laut der Analyse durch die Umwidmung von rechten Fahrstreifen an mehrspurigen Hauptstraßen 93,2 Kilometer geschützte Radwege entstehen.

    Klaus Weber, Sprecher von Greenpeace Leipzig, kommentiert: „Nur ein Ausbau von baulich getrennten Radwegen ermöglicht sicheres Radfahren für Menschen jeden Alters. Von der besseren Luft- und Lebensqualität profitieren alle.“

    Die Bedingungen zum Radfahren sind bisher auch in Leipzig schlecht (Note 4 im Fahrradklima-Test des ADFC 2018): Es fehlt an Raum, es gibt immer noch zu wenige Radwege und die vorhandenen sind zu schmal oder nicht vor dem Autoverkehr geschützt.

    „Für den Schutz der Radfahrer/-innen, ist es entscheidend, dass das Radwegenetz keine Lücken aufweist“, sagt Klaus Weber. „Mit unserem Pop-up-Radweg schließen wir die bestehende Lücke auf der Karl-Heine-Straße. Das muss zur Dauerlösung werden.“

    Für den Umbau von Autofahrstreifen in sichere Radwege bis 2024 berechnet Greenpeace bundesweit Kosten von 2,75 Milliarden Euro. Für Leipzig nennt die Greenpeace-Studie Investitionen von 93,2 Millionen Euro, das entspricht 157 Euro pro Kopf. Geschützte Radwege sind vergleichsweise günstig: Für den Bau von einem Kilometer geschütztem Radweg werden rund eine Million Euro veranschlagt, der Ausbau der Berliner Stadtautobahn kostet dagegen pro Kilometer über 190 Millionen Euro.

    Ein Umbau städtischer Mobilität wird wegen steigender Zusammenstöße zwischen Fahrradfahrenden und Kraftfahrzeugen, Klimakrise, Lärm und Luftverschmutzung durch den Autoverkehr intensiv diskutiert. Für eine faire Flächenverteilung in Städten protestieren am heutigen Samstag, 19. September, deutschlandweit tausende Menschen auf Fahrrädern. Ein breites Bündnis aus Initiativen, Fahrrad- und Umweltverbänden fordert unter anderem mit der „Kidical Mass“ mehr Platz für sicheren Radverkehr.

    Die Pop-up-Bikeline der Leipziger Greenpeace-Gruppe auf der Karl-Heine-Straße wird von 10 bis 16 Uhr zu erleben sein.

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