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Kleine FDP-Diskussion: Frisst der Kohlrabizirkus nur Steuergeld oder ist das ein sinnvoller Kauf für die Stadt?

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    Kaum hatte die Stadt ein Pressegespräch zum Kohlrabizirkus angekündigt, lieferte sich die Leipziger FDP einen recht seltsamen Säbeltanz, der im Grunde sehr schön zeigte, dass Politik eben doch meist zu komplex ist, um sie in schöne aufsehenerregende Häppchen packen zu können. Am 24. Juni kündigten OBM Burkhard Jung und Baubürgermeister Thomas Dienberg an, dass Leipzig die ehemalige Großmarkthalle für 12,5 Millionen Euro kaufen wolle. Ein stolzer Preis. Aber für Leipzigs FDP-Vorsitzende einfach rausgeschmissenes Geld.

    Diverse unbestätigte Zahlen geisterten schon vor dem Pressegespräch durch die Luft. Und entsprechend flott reagierte Natalie Mattikau, Vorsitzende der Leipziger FDP: „Wer glaubt ernsthaft, dass es bei den 16 Millionen Euro bleibt? Man muss kein Matheass sein, um zu wissen, dass das dicke Ende an den 100 Millionen kratzen wird. Wohlgemerkt: für eine Schrottimmobilie. Wenn sich mit dem Gebäude jemals Geld verdienen ließe, dann stünden private Käufer Schlange.Hier werden Steuermillionen ausgegeben, während unsere Schulen verfallen, Schlaglöcher nicht repariert werden und Termine auf Ämtern Mangelware sind. Burkhard Jung hat es gemeinsam mit SPD, Linken und Grünen seit 2006 vermieden, sich um seine Pflichtaufgaben zu kümmern. Im Immobilienkaufrausch verpulvert er die Steuern der Leipziger: Stadtbad, Connewitzer Spitze und jetzt Kohlrabizirkus. Es ist ein Trauerspiel.“

    Schrottimmobilie?

    Da war Sven Morlok, FDP-Stadtrat und in mehreren Ausschüssen direkt eingebunden in die Diskussionen um die Stadtentwicklung, aber völlig anderer Meinung.

    Umgehend reagierte er auch im Namen der Freibeuter-Fraktion im Stadtrat: „Der Ankauf des Kohlrabizirkus ist wirtschaftlich sinnvoll. Die Entwicklung des Standorts schafft neue Erweiterungs- und Ansiedlungsmöglichkeiten für Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung am Areal der Bio-City. Darüber hinaus ergeben sich Potenziale für Freizeitaktivitäten nicht nur für die Bewohner des neu entstehenden Quartiers am Bayerischen Bahnhof. Die Fraktion Freibeuter unterstützt daher den Ankauf des Kohlrabizirkus durch die Stadt Leipzig“, bekräftigte Sven Morlok, Vorsitzender der Fraktion Freibeuter im Leipziger Stadtrat, den Standpunkt seiner Fraktion zum Vorhaben.

    Was die Stadt mit dem Kohlrabizirkus vorhat, dazu gleich mehr an dieser Stelle.

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