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Leipziger Elsterbecken: Landestalsperrenverwaltung bereitet die Sedimentberäumung am Unteren Elsterwehr vor

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    Seit Montag, 6. Dezember, wird am Leipziger Elsterbecken wieder eine Baggerstelle vorbereitet. Diesmal freilich nicht – wie so oft in den vergangenen Jahren – im südlichen Teil unterm Palmengartenwehr, sondern am nördlichen Ende. Anfang des Jahres war die Landestalsperrenverwaltung hier schon einmal in Aktion. Da wurden Sedimente aus dem westlichen Arm des Elsterbeckens abgebaggert, die den Zufluss zum Nahlewehr behinderten. Jetzt geht es an den östlichen Arm.

    Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen begann am Montag, 6. Dezember, mit den Vorbereitungen für die Beräumung von Sedimenten am Unteren Elsterwehr in Leipzig. Das ist das Wehr, über das ein Teil des Wassers aus dem Elsterbecken wieder in den historischen Flusslauf der Weißen Elster mündet. Eine kleine Brücke hinterm Klärwerk der Kommunalen Wasserwerke Leipzig überquert hier die Weiße Elster.

    Die Sedimentfalle

    Die drei Wehre am Nordende des Elsterbeckens sorgen nicht nur dafür, dass das Wasser im Elsterbecken aufgestaut wird und die Weiße Elster hier ihren Flusscharakter völlig einbüßt, sie hemmen auch selbst den Abfluss der gerade bei Hochwasser eingetragenen Sedimente in Nahle, Neue Luppe und Weiße Elster. Im Elsterbecken, das als Sedimentfalle funktioniert, müssen diese Sedimente dann immer wieder abgebaggert werden, während sie den Flüssen flussabwärts fehlen.

    Statt dort natürliche Schwemminseln und Sandbänke auszubilden, strömen gerade Nahle und Neue Luppe mit hoher Geschwindigkeit durch die Nordwestaue und haben sich über die Jahrzehnte immer tiefer in das Gelände eingefräst. Das wieder führt dazu, dass dem nördlichen Auwald inzwischen auch immer mehr das Grundwasser abhandenkommt, das in die beiden eingeschnittenen Flüsse wie in einen Trichter abfließt.

    Das Elsterbecken in Leipzig wurde zwischen 1913 und 1925 zum Schutz vor Hochwasser gebaut. Gleichzeitig diente es analog der Hamburger Binnenalster als städtebauliches Element. An den Ufern des damals größten Gewässers der Region wurden Parkanlagen, Badestellen und Bootshäuser sowie später das Leipziger Zentralstadion errichtet. Badestellen und Bootshäuser sind längst verschwunden.

    In dem nach wie vor hochbelasteten Wasser der Weißen Elster ist Baden gesundheitsschädlich. Und die einst hier schippernden Boote liefen zuletzt immer öfter auf Grund, weil die anwachsenden Sedimente das Becken immer mehr auffüllten. Bootshäuser und Anlegeplätze verschwanden also wieder vom Ufer.

    Sedimente vom Hochwasser 2013

    Geplant ist nach der Sedimentberäumung am Nahlezufluss Anfang des Jahres die Förderung der ersten Sedimente ab der kommenden Woche. Die Arbeiten sollen bis Ende Februar 2022 dauern und kosten nach Mitteilung der Landestalsperrenverwaltung (LTV) rund 45.000 Euro, finanziert aus Mitteln des Freistaates Sachsen.

    Der Grund für den Baggereinsatz: Beim letzten großen Hochwasser im Juni 2013 wurden rund 100.000 Kubikmeter Sand und Kies in das Elsterbecken eingetragen. Bereits Anfang des Jahres wurden rund 10.000 Kubikmeter Sedimente am Zufluss zur Nahle entfernt.

    Die Beräumung am Anschlusswehr des Leipziger Elsterbeckens diene auch diesmal dazu, die Lebensbedingungen der aquatischen Lebewesen gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie die Abflussbedingungen in die Weiße Elster bei Niedrig- und Hochwasser wieder deutlich zu verbessern, so die LTV in ihrer Mitteilung.

    Insgesamt werden diesmal im Zuflussbereich zur Weißen Elster rund 1.000 Kubikmeter Sedimente aus dem Oberwasser der Wehranlage entnommen und abtransportiert. Die Arbeiten werden durch einen Bagger vom Land aus durchgeführt. Die Zwischenlagerung der Sedimente erfolgt im Absatzbecken in Großzschocher.

    Alle Arbeiten werden von einer ökologischen Baubegleitung und von Fischereisachverständigen betreut, so die LTV. Sie sind mit der Unteren Naturschutz- und Wasserbehörde sowie der Stadt Leipzig abgestimmt.

    Während der Arbeiten sind keine Verkehrseinschränkungen zu erwarten.

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