Stück für Stück bekommen Radfahrer Platz auf dem Leipziger Promenadenring. Mit der Anlage neuer Radstreifen im Dittrichring ging es los. Jetzt kündigt sich der nächste Abschnitt auf dem Martin-Luther-Ring an, wo es künftig auf dem Ring direkt weitergehen soll in die Karl-Tauchnitz-Straße. Dass das gerade jetzt umgesetzt wird, hat mit den aktuellen Straßendeckensanierungen in der Friedrich-Ebert-Straße zu tun, wie das Verkehrs- und Tiefbauamt mitteilt.

Hier startet nämlich am Montag, 25. Juli, der zweite Bauabschnitt der Deckensanierung. Damit ändert sich auch die Verkehrsführung im Baubereich Karl-Tauchnitz- und Friedrich-Ebert-Straße. Die transportable Ampel im Kreuzungsbereich wird derzeit zu einer stationären Anlage umgebaut, teilt das VTA mit.

Parallel dazu werden die Fahrbahnen im Abschnitt Käthe-Kollwitz-Straße und Karl-Tauchnitz-Straße erneuert und ein Teilabschnitt des Martin-Luther-Rings erhält jetzt einen Radfahrstreifen.

Kreuzung Friedrich-Ebert-/ Karl-Tauchnitz-Straße

Der zweite Bauabschnitt beinhaltet zunächst den Umbau des südlichen Kreuzungsbereiches Karl-Tauchnitz-/Friedrich-Ebert-Straße und die Fahrbahndeckenerneuerung der westlichen Fahrbahn. Daher muss nun die westliche Fahrbahn der Friedrich-Ebert-Straße von Käthe-Kollwitz-Straße bis Karl-Tauchnitz-Straße gesperrt werden.

Der Verkehr aus Richtung Norden wird von der Friedrich-Ebert-Straße über die Käthe-Kollwitz-Straße, Marschnerstraße und Edvard-Grieg-Allee bis zum Herzliyaplatz geführt. Die Karl-Tauchnitz-Straße von Herzliyaplatz bis zur Friedrich-Ebert-Straße ist in dieser Zeit eine Sackgasse.

Die Änderungen erhöhen die Verkehrssicherheit, denn bereits die temporäre Ampelanlage half, die an dieser Stelle bestehende Unfallhäufungsstelle zu entschärfen. Die neue stationäre Anlage wird zudem auch mit einem Blindenleitsystem ausgestattet.

Die geänderte Ampelsteuerung in der Karl-Tauchnitz/Friedrich-Ebert-Straße ist darüber hinaus auch eine kurzfristige Maßnahme des Luftreinhalteplans: Durch einen regulierten Verkehrsfluss auf der Wundtstraße soll die Belastung mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid reduziert werden.

Mit dem Rad vom Wilhelm-Leuschner-Platz bis zur Grassistraße

Im Zuge dieser Umbauten wird auch ein neuer Radfahrstreifen markiert, der am Wilhelm-Leuschner-Platz beginnt und auf der Nordseite von Martin-Luther-Ring und Karl-Tauchnitz-Straße bis auf Höhe Grassistraße geführt wird. Auf der Nordseite der Karl-Tauchnitz-Straße bestanden bisher keine Radwege, lediglich der Gehweg war für Radfahrerinnen und Radfahrer freigegeben.

Für den Abschnitt des Martin-Luther-Rings galt bislang sogar ein Radfahrverbot. Nach einem Urteil vom Oberverwaltungsgericht Bautzen muss dieses aufgehoben werden. Dies ist ein Teil der vom Stadtrat beschlossenen Mobilitätsstrategie 2030. Der betroffene Ringabschnitt des Radfahrstreifens wird zudem, wie bereits auf dem Dittrichring, grün eingefärbt.

Zugunsten des neuen Radfahrstreifens entfällt in diesem Bereich in Fahrtrichtung von Ost nach West ein Fahrstreifen für den Kfz-Verkehr, betont das VTA. Nach den Markierungsarbeiten ist es künftig möglich, mit dem Fahrrad aus dem Peterssteinweg direkt nach links in den Martin-Luther-Ring abzubiegen. Insgesamt sollen sich insbesondere die Sicherheit und der Komfort für Radfahrerinnen und Radfahrer zwischen Wilhelm-Leuschner-Platz und Friedrich-Ebert-Straße verbessern.

Die Verkehrsfreigabe ist für Ende August vorgesehen.

- Anzeige -

Empfohlen auf LZ

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar