Morgen, Leipziger, wird’s was geben: Demonstration gegen höhere Fahrpreise + Video

Für alle LeserVideoOb es die brüllende Hitze oder eine „Wird-doch-eh-alles-teurer“-Apathie war – es blieb jedenfalls im kleinen Rahmen mit etwa 40 Teilnehmern. Doch so mancher Passant konnte dann doch das eine oder andere nicht überhören. Die Linke hatte zum Kleinen Willy-Brand-Platz geladen, um am Vortag der erneuten Erhöhung der LVB-Fahrpreise am 1. August 2018 für andere Lösungen im ÖPNV zu werben. Denn auch in diesem Jahr hat es erneut kein grundlegendes Umdenken in der Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs gegeben. Bezahlen werden also weiterhin die Fahrgäste der LVB, markant dieses Mal auch beim Stundenfahrschein und dem Monatsabo.
Anzeige

Wer noch an den Weihnachtsmann glaubt, wird wohl auch hoffen, dass sich ohne einen gravierenden politischen und finanziellen Schwenk irgend etwas bewegen wird an der Richtung der Fahrpreise. Die Quittung dafür gibt es am morgigen 1. August, wenn das Stundenticket in Leipzig von 2,60 auf 2,70 steigt und zum Beispiel die normale Monatskarte (übertragbar) einen Sprung um 3,10 Euro auf sagenhafte 78,90 Euro im Monat macht. Zwar hat die LVB dafür einige Flexibilisierungen in den „Einsteigertarifen“ vorgenommen, doch so oder so, gesamt geht es um satte 3,5 Prozent aufwärts mit den Tarifen.

Was an diesen weit über der Inflation liegenden Entwicklungen manchem vielleicht wie gottgegeben vorkommt, hat jedoch ganz reale Hintergründe. Sie nennen sich Fördergelder – ein neues Wort für überall anzutreffende Subventionen aus dem Steuertopf für Straßen, Brücken, öffentliche Gebäude – und fließen noch immer nicht ausreichend Richtung öffentlichem Nahverkehr. Etwas, was Stadträtin Franziska Riekewald (Linke) noch einmal betonte: auch die Stadt Leipzig könne durch eine Zuschusserhöhung der lange Jahre eingefrorenen regulären Jahreszahlungen (ohne Sondervereinbarungen) an die LVB von 45 auf 50 Millionen Euro aufstocken.

Doch dabei können sich Grüne und Linke seit nun über zwei Jahren nicht durchsetzen, auch mit einem „Tarifmoratorium“ im Stadtrat scheiterten die Linken. Keine Erhöhungen der Zuzahlungen also und kein Stopp weiterer Preissteigerungen, um so den Druck ein wenig von den Fahrgästen weg, hin zu Stadt und Landesregierung zu lenken. Es fehlt schlicht die Mehrheit (siehe Video 1) im Stadtrat, für tieferreichende Maßnahmen braucht man die Landesebene.

Also landet die Last immer beim Fahrgast

Denn nach wie vor möchte man dies auch seitens der sächsischen Landesregierung, aber auch bei der LVB selbst offenbar so haben. Auch auf Landesebene doktert man eher herum, auch im sachsenweiten Nahverkehr blieb der große Wurf bislang aus – Strategiekommissionen hin oder her. Die LVB selbst scheint mit dem jährlichen Ärgernis, die nächste Preisrunde zu erklären, fürs eigene Gefühl besser zu fahren, als im MDV-Verbund und gegenüber der Politik Druck wegen höherer Zuschüsse aufzubauen.

Geht man nämlich davon aus, dass zumindest die Steuerlast in Deutschland fairer verteilt ist, als es wohl die Kosten beim ÖPNV sind, dann würde aus diesem Topf das Geld fließen müssen, was derzeit die LVB-Nutzer in Leipzig (zu viel) zahlen.

Da klingt es dann fast wie eine Utopie, wenn Landtagsabgeordneter Marco Böhme (Linke) sagt, man wolle sogar mal sinkende Fahrpreise erreichen. Geichzeitig wirbt er noch immer für ein solidarisches ÖPNV-Konzept, was bereits viele Namen hatte. Hier und da als „Bürgerticket“ bekannt, soll ein Monatsbeitrag von 20-30 Euro fällig werden (siehe Video 1), um den ÖPNV seitens der Fahrgäste mitzufinanzieren. Gesetzesänderungen auf Landesebene inklusive.

Franziska Riekewald und Marco Böhme (Linkspartei) am 31. Juli auf dem Kleinen Willy-Brandt-Platz. Video L-IZ.de

Ein selten betrachteter Aspekt

Marco dos Santos von der Gefangenengewerkschaft (GGBO) geht beim Thema soziale Frage bei den Preisbildungen einen Schritt weiter. So seien sicherlich ein Drittel der heutigen Haftinsassen in Deutschland wegen sozial bedingter Straftaten oder Vergehen eingesperrt. Die Rechnung, was dies die Gesellschaft zusätzlich kostet, macht er zwar nicht auf (Video 2). Doch der Weg von „Schwarzfahrern“, die sich Mobilität schlicht nicht leisten können, ist nach einigen ertappten Touren vorgezeichnet. Geldstrafen, Haft (bei logisch weiterhin oft fehlendem Geld) und am Ende kriminalisiert durch Armut, so der Ablauf laut dem Gefangenensprecher aus Leipzig.

Interessant auch sein Vergleich zwischen der Ahndung von falsch geparkten Pkw´s und einer unberechtigten Kostenlosfahrt in der Straßenbahn. Man ahnt, wen es härter und nachhaltiger trifft.

Alles in allem – morgen, Leipziger, wirds was geben.

Und das Dankeschön für die freundlichen Gaben geht auch in diesem Jahr an eine Politik, die zwar hektisch zwischenventiliert, wenn das Wort „kostenfreier ÖPNV“ angesichts von Dieselgates, Lärmfragen und Luftverschmutzung auftaucht, sich aber dann ganz schnell ins Klein-Klein zurückzieht.

Um würdevoll in Erklärungen, was und warum das alles nicht geht, zu verharren. Dafür gibt es jährliche „Tarifanpassungen“ in der Höhe der doppelten Inflationsrate genau in dem Bereich, wo sich die Bürger tummeln, die durch ihr Mobilitätsverhalten mit rund 150 Millionen Fahrten jährlich dafür sorgen, dass auch der automobilisierte Wirtschaftsverkehr in Leipzig noch ein Durchkommen hat.

Am Ende der Veranstaltung meldet sich ein Mann, um sich bei der Linken zu bedanken. Er habe das Gefühl, die seien noch die letzten, die real was für die Leute versuchen würden. Ein Lob, was einen bitteren Kern in sich trägt.

Marco dos Santos (GGBO) zum Thema Gefangene in Deutschland / Sachsen aufgrund sozial bedingter Haftstrafen. Video: L-IZ.de

Die Fahrpreistabelle für Halle und Leipzig als PDF

Neue Fahrpreise im Nahverkehr ab 1. August 2018

ÖPNV* Video *FahrpreiserhöhungLVBBürgerticketDie LinkeTarifmoratorium
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Mittwoch, der 21. Oktober 2020: Corona zwingt Leipzig zu weiteren Einschränkungen
Zum Bundesliga-Auftakt der DHfK-Handballer kamen 1.917 Zuschauer in die Arena Leipzig. Am Donnerstagabend dürfen nur 999 rein. Archivfoto: L-IZ.de

Archivfoto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenLeipzig hat am Mittwoch den Inzidenzwert von 20 erreicht. Das bedeutet unter anderem, dass das Handball-Spiel des SC DHfK morgen nur vor 999 Zuschauer/-innen stattfinden darf. Auch für Verwaltung, Messe und ein anderes Sportevent gibt es Konsequenzen. Außerdem: Nach dem tödlichen Angriff auf Touristen in Dresden ermittelt nun der Generalbundesanwalt. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 21. Oktober 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Festtage Leipziger Romantik 2020
Paulinum der Universität Leipzig. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Nachdem die Festtage Leipziger Romantik auf Grund der Corona-Einschränkungen nicht wie geplant vom 10. bis zum 22. Mai 2020 stattfinden konnten, sollen sie nun in verkleinerter Form am 5., 6. und 7. November und in Kooperation mit der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung nachgeholt werden. Da das Platzangebot nach wie vor beschränkt ist, werden die Konzerte mehrfach aufgeführt.
SC DHFK: Das wird am Spieltag anders + Update
Karsten Günther, SC DHfK-Geschäftsführer und Initiator von „Teamsport Sachsen“ - derzeit eher mit Absprachen mit dem Gesundheitsamt beschäftigt. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserWegen der steigenden Infektionszahlen im Einzugsgebiet gelten beim Spiel des SC DHfK am Donnerstag, 22.10. gegen Göppingen andere Regeln für Zuschauer. Die Stadt Leipzig ist mit einer Rate von knapp 18 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen (7 Tage-Inzidenz) noch eines der weniger betroffenen Gebiete. Im Landkreis Nordsachsen mit 37,4 Neuansteckungen sieht es schon anders aus.
Kürzungspläne des sächsischen Finanzministers zielen zuallererst auf die Niedriglöhner-Stadt Leipzig
Soziale Mindestsicherung in Sachsen. Karte: Freistaat Sachsen / Statistisches Landesamt

Karte: Freistaat Sachsen / Statistisches Landesamt

Für alle LeserAm 20. Oktober feierten auch Sachsens Statistiker den Weltstatistikertag auf ihre Weise. Sie veröffentlichten ein Sonderheft mit dem schönen Titel „Sachsen in Karten“. Denn im Geografie-Unterricht dereinst in der Schule waren die angehenden Statistiker/-innen jene Kinder, die beim Aufschlagen der bunten Karten im Lehrbuch glänzende Augen bekamen. Denn Karten können eine Wirklichkeit zeigen, gegen die das politische Geplänkel regelrecht albern wirkt.
Zur „Grassimesse“ gibt es jetzt erstmals einen Stadtplan der Leipziger Handwerkskunst
Instrumentenbauer Matthias Vogt. Foto: Freundeskreis des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig e.V. / Nick Putzmann

Foto: Freundeskreis des GRASSI Museums für Angewandte Kunst Leipzig e.V. / Nick Putzmann

Für alle LeserVom 23. bis 25. Oktober kann man wieder die „Grassimesse“ 2020 im GRASSI Museum für Angewandte Kunst erleben. Ein jährliches Ereignis, bei dem man sehen kann, dass Handwerk auch Kunst ist und vor allem: wie viele Kunst-Handwerker in Leipzig tätig sind. Und pünktlich zur Messe gibt es jetzt erstmals einen Stadtplan, auf dem Leipzigs Kreativ-Handwerker zu finden sind – als Faltvariante und online zum Anklicken.
Premiere am 29. Oktober in der Kinobar Prager Frühling: Drifter-Drama „FLUTEN“ von Georg Pelzer
Filmstill aus Georg Pelzers Film "FLUTEN". Foto: FLUTEN

Foto: FLUTEN

Für alle LeserAm 29. Oktober ist Kinopremiere für den ungewöhnlichen Film eines jungen Leipziger Regisseurs in der Kinobar Prager Frühling: „FLUTEN“ heißt er und ist improvisiertes Drama. Eines, das von einem Drama erzählt, das viele junge Menschen in diesem Corona-Jahr ebenfalls erlebt haben: Der gerade erst so glücklich erworbene Arbeitsplatz wird gekündigt. Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Alle schlechten Selbstwertgefühle kommen auf einmal hoch. Und wie sagt man das den Menschen, deren Achtung man nicht verlieren will?
In dieser Woche beginnen die Bauarbeiten zur Öffnung des Deichs am Ratsholz
Stopp: Baustelle am Ratsholzdeich. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Bauzäune stehen, Stoppschilder untersagen das Betreten der Baustelle. In dieser Woche beginnt ein Projekt am Ratsholzdeich im Leipziger Süden, das zukunftsweisend ist. Zum ersten Mal wird ein Deich geöffnet, damit künftig auch kleinere Hochwasser ins Ratsholz im südlichen Leipziger Auenwald gelangen können. Im April hatte die Landesdirektion Sachsen das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Die Landestalsperrenverwaltung hat Baurecht und kann jetzt loslegen.
Erster Schreck überwunden: Leipziger Wirtschaft löst sich langsam aus der Corona-Schockstarre
Entwicklung der Stimmungslage im Kammerbezirk Leipzig. Grafik: IHK zu Leipzig

Grafik: IHK zu Leipzig

Für alle LeserNatürlich kann auch Leipzig die Corona-Panemie wirtschaftlich bewältigen. China schafft es ja auch. Nicht alle Branchen sind gleichermaßen betroffen. Und die Unternehmer in Leipzig sind nach dem Schreckmoment im Frühjahr mittlerweile deutlich zuversichtlicher, dass die Wirtschaft wieder auf die Beine kommt. Denn auch mit Auflagen funktioniert Wirtschaft – nur nicht in allen Branchen.
Prozess gegen „Das Wunder von Mals“: Auch dem Geschäftsführer des Oekom Verlags droht wegen „übler Nachrede“ eine Anklage
Alexander Schiebel. Foto: Jörg Farys, Oekom Verlag

Foto: Jörg Farys, Oekom Verlag

Für alle LeserDer Oekom Verlag hatte 2017 schon den richtigen Riecher, als er Alexander Schiebels Buch „Das Wunder von Mals“ mit dem Untertitel versah: „Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet“. Auch wenn es jetzt ein Südtiroler Landesrat und 1.600 Südtiroler Obstbauern zu sein scheinen, die neben Alexander Schiebel auch Karl Bär, Agrarreferent im Umweltinstitut München, vor Gericht gezerrt haben. Nun wollen sie auch noch Oekom-Verleger Jacob Radloff anklagen lassen. Deutlicher kann die ach so stille Agarindustrie gar nicht zeigen, wie sehr ihr dieser Münchner Verlag ein Dorn im Auge ist.
Lesung: Mächtige Gefühle – Ute Frevert im Gespräch mit Jana Simon
Lesen schafft die Grundlage für komplexes Denken. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am Samstag, 24. Oktober, geht es um „Mächtige Gefühle“. Die Autorin Ute Frevert stellt in Lesung und im Gespräch mit Jana Simon ihr neues Buch über die Gefühlswelt der Deutschen im 20. Jahrhundert vor.
Dienstag, der 20. Oktober 2020: Zwischen Corona-Welle und erneuten Warnstreiks
Heute dürfen nur 999 Zuschauer/-innen in die RB-Arena. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Zahl der Corona-Fälle steigt weiterhin deutlich, aber immerhin nicht mehr ganz so stark wie noch am Wochenende. Für die Schulen in Sachsen soll es vorerst im Regelbetrieb weitergehen. Außerdem: Verdi fordert mehr Geld für die Beschäftigten von Bund und Kommunen – weshalb am Mittwoch unter anderem einige Kitas nicht öffnen werden. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 20. Oktober 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
„Mehr Ausdruck fehlender Wertschätzung geht nicht!“: Erneut großflächige Streiks im öffentlichen Dienst
Auch für Mittwoch, den 21.Oktober, ruft die Gewerkschaft ver.di zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf. Foto:L-IZ

Foto:L-IZ

Für alle LeserDie Gewerkschaft ver.di ruft am Mittwoch, den 21. Oktober, erneut zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf. Einen Tag vor der dritten Tarifverhandlungsrunde zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und Gewerkschaften, die am Donnerstag und Freitag in Potsdam stattfinden soll, sind Beschäftigte in Kitas, Sparkassen, bei der Stadtreinigung, in der Stadtverwaltung, in Musikschulen und Co. angehalten, ihre Arbeit niederzulegen.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #49
Ab ins Säckchen ... Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserWahlkämpfe sind Zahlkämpfe. In den USA ganz besonders. Geschätzte 10,9 Milliarden Dollar werden dieses Mal für die Stimmenmache ausgegeben. Das entspricht dem Bruttosozialprodukt von Äquatorialguinea. Was irgendwie passt, schließlich bedeutet Äquator Gleichmacher. Wobei ich gleich mal noch ein anderes Thema aufmachen muss. Die oft vertretene Ansicht, die Wahlkämpfe würde immer teurer werden, stimmt nämlich nur bedingt.
Mobilfunkausbau der Telekom in Leipzig: Fast 100 Prozent Versorgung mit 4G und 5G im Leipziger Stadtgebiet
Mehr Bandbreite für den Mobilfunk. Foto: Telekom

Foto: Telekom

Für alle LeserEiner der Gründe, warum viele Unternehmen ihren Firmensitz in eine Großstadt verlegen, ist nun einmal auch ein harter Fakt: die Verfügbarkeit einer sicheren und leistungsfähigen Funkverbindung. Und was das betrifft, sticht Leipzig nun einmal auch im eher strukturschwachen deutschen Osten heraus. In den vergangenen Monaten hat auch die Telekom ihre Mobilfunk-Versorgung in Leipzig weiter ausgebaut.
Liebe Leser: Ausstellung wird am 3. November im Literaturhaus eröffnet
Literaturhaus / Haus des Buches in der Prager Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Buch in seiner analogen Form – es ist im Jahr 20 des dritten Jahrtausends nicht überholt. In Zeiten von Digitalisierung und virtuellen Welten setzt der Leipziger Bibliophilen-Abend unverdrossen auf das gedruckte Buch: als Quelle des Wissens, aber auch als ein Kulturgut. Der Fokus liegt auf Inhalt und Form gleichermaßen. 1904 in Leipzig gegründet und 1933 aufgelöst, startete der Verein im Januar 1991 erneut durch. Deshalb ist Anfang 2021 ein Jubiläum zu feiern.