Kommentar

RB Leipzig und der späte Protest: Wohin geht die Reise?

Für alle LeserSeit einigen Monaten scheint Fußballdeutschland aufgefallen zu sein, dass RB Leipzig existiert. Oder genauer, den Fans der vorrangig westdeutschen Erst- und Zweitligamannschaften, andere hatten den Brauseclub schon viel länger im Blick und führten Debatten. Wo die heute endlos argumentierenden Fans und Neu-L-IZ-Leser eigentlich waren, als Rasenball 2009 in Leipzig in Markranstädt startete, bleibt ihr eigenes Geheimnis. Vermutlich gerade auf der Webseite von "11Freunde" oder vor der Glotze - Länderspiel gucken, im 79-Euro-Deutschland-Shirt. Nun, da RB Leipzig erwartungsgemäß durch die 2. Liga pflügen wird, sind die 80 Millionen Bundestrainer erwacht.

Etwas spät irgendwie, denn die Geschichte RB Leipzigs ist nun bereits 5 Jahre lang ausgeleuchtet worden. Nicht von „11Freunde“ oder anderer Medien, die angeblich für „Fußballkultur“ stehen. Logisch irgendwie, die hatten da gerade mit irgendwelchen Storys über Dortmund oder Dramen um Nationalspieler zu tun. 2009 fand das erste Spiel der Rasenballer gegen Blau-Weiß Leipzig statt und die Debatte in der Messestadt tobte. Jahrelang. Pro und Contra wurden diskutiert, teilweise bis zum Exzess, das Verhalten von RB argwöhnisch beäugt, Verträge abgeschlossen und wieder gekündigt. So mancher Verantwortlicher, wie einst Lok-Präsident Steffen Kubald, stürzte über zu viel Nähe zu den Dosenkickern.

Die Gründe für den Start und den Erfolg RB Leipzigs gerade in der Messestadt sind allesamt bekannt – auch wenn sie heutige Neu-Kritiker des „Kommerzfußballs“ nie wirklich interessiert haben.

Gemeint sind die, welche es seit 1990 über kurz oder lang völlig normal fanden, dass auf einmal 3.000-Seelen-Dörfer wie Hoffenheim in die erste Liga aufstiegen, wo sich bis heute keine ostdeutsche Mannschaft aus Städten mit teils mehr als 500.000 Einwohnern findet. Wo Vereine Sport-GmbHs und Aktiengesellschaften gründeten und das Geschäft immer weiter von den Fans wegverlagerten. Auch die Leipziger Fußballwelt wird sich nun perspektivisch ändern, egal wie man zu RB Leipzig steht – den Weg haben sportlicher Erfolg und die umstrittenen Freigaben der DFL längst geebnet.

Die Gründe für genau diesen Weg und den Ausgangspunkt Leipzig-Markranstädt waren den Meisten in den letzten knapp 25 Jahren egal, vielen der heute 530.000 Leipziger nicht. Die sahen immer wieder Talente oft im Jugendalter abwandern, die eigenen Mannschaften wie Lokomotive Leipzig oder die wechselnden grün-weißen Clubs in Leutzsch fanden nie eine wirklich tragfähige Basis, um dauerhaften Fußball nach den finanziellen und strukturellen Regularien des DFB und der DFL anzubieten.

Im Angesicht der wirtschaftlichen Kraft der bis heute zweitplatzierten Armutshauptstadt Leipzig der vergangenen Jahre ist es fast schon arrogant, die Schuld dafür immer nur bei den angeblichen Fehlern im Management der Leipziger Traditionsclubs zu suchen. Wo Geld allein keine Tore schießt, schießt gar kein Geld eben auch keine, denn die Beine gefragter Fußballer sind teuer und tragen sie auch mal rasch weg von der Heimat.

Diverse Rettungsaktionen und die Enttäuschungen der Leipziger Fans sind ebenso längst Legende, wie die der Dresdner, der Magdeburger, der Rostocker oder der Erfurter und Jenenser. Die Reaktionen im besten Fall ein anwachsender Trotz oder im schlechtesten Fall überzogene Märtyrergefühle. Oft stand oder fiel alles mit dem einen angeblichen Retter, der Millionen bringen sollte, wo es die heimische Wirtschaft mit den Clubs gemeinsam lange Jahre noch nicht einmal schaffte, die in ganz Leipzig vorhandenen Stadien in Schuss zu halten.

Das Bruno-Plache und der Alfred-Kunze-Sportpark sind trotz aller Fanmühen bis heute beredtes Beispiel für die Bedingungen in Leipzig. Die einheimischen „Großsponsoren“ würden bei allen Erst- und Zweitligaclubs sicher nicht einmal eine V.I.P.-Loge erhalten. Auch die kommunalen Entscheidungsträger ließen in entscheidenden Phasen die Vereine hängen, teils aus Desinteresse, teils aus ideologischen Überlegungen heraus. Nun sind sie dankbar für die Investitionen RB Leipzigs.

Dass sich die sozialen Konflikte einer Stadt wie Leipzig immer wieder auch und gerade im Umfeld von Fußballspielen abspielten, zeigte eventuellen Geldgebern bislang allzu oft: Besser nicht, das gibt schlechte Fernsehbilder. Langsam hellen sich jedoch diese auch gern gegen die Traditions-Clubs genutzten Extrembilder langsam auf.

All dies hat zumindest die RB Leipzig-Hasser jenseits der Elbe nie interessiert, während sie dabei zusahen, wie Spielergehälter stiegen, Jahr um Jahr mehr Lizenzgebühren von verschiedenen Medien in ihren Sport flossen und die Transfergelder eines einzelnen Spielers ein Grundinvestment in ein mitteldeutsches Unternehmen weit übersteigen. Nicht der Fußballosten war und ist teils bis heute ausgetrocknet, die Wirtschaft ist es.

Parallel wurde nach 1989 schnell klar: Der Sport, welcher vorher noch ohne Extremmarketing und Sponsorengelder sportlich starke ostdeutsche Mannschaften hervorgebracht hatte, war und ist ein Riesenbusiness und der neue „Circus Maximus“ heißt 1. Bundesliga. Die Namen ihrer oft wechselnden Gladiatoren werden die Fans der jeweiligen Clubs kennen, die Gehälter der durchschnittlich 25-jährigen Multimillionäre auch. Alles weitgehend normal bis heute und nun betritt halt RB Leipzig die Arena und macht eine Weile den neuen „Bad Guy“.

Angemeldet ist RB in Liga 2 nach den Regeln der DFL, also ganz offensichtlich immer noch in eben jenem Konsensrahmen, welchen die Fußballkonsumenten aller großen Vereine zugelassen, gefördert, ja teilweise gefordert haben. Es musste der nächste Superstürmer sein oder endlich der Weltmeistertitel und „die stärkste Liga der Welt“ sowieso.

Erfolg vor allem im Fußball ist ein so starkes Opiat, dass es den meisten egal war, wie die FIFA Brasilien ausplünderte, nachdem der Raubzug in Südafrika abgeschlossen war und die Vergaben an Katar und Russland längst derart korrupt riechen, dass es mehr braucht als ein paar laxe Sätze von uns aller Kaiser, um hier den Durch- besser noch Einblick in die wirklichen Marketing-Regeln von „König Fußball“ zu bekommen.

Während Bayern München gerade erst durch die USA tourte, um in den Zukunftsmarkt des Fußballs einzusteigen, zerreißen sich die Millionen frisch gebackenen Weltmeister zu Hause das Maul über die Spitze eines Eisberges, den sie selbst geschaffen haben. Dabei bleiben weitere Fragen ungeklärt, die offenbar zu hoch sind, um einen breiten Disput auszulösen – und zwar so anhaltend und gründlich, bis sie geklärt sind.

Ob Uli Hoeness mehr in der Schweiz zu tun hatte, als angeblich „nur“ mit Spielgeld an der Börse zu zocken, ist so eine. Wie dies in den Bereich von mehr als 100 Millionen führen kann, eine weitere. König Fußball hat sein Urteil rasch, sehr rasch gesprochen: Da sei der Gott im Freistaat Bayern vor, dass hier Klarheit folgt, er verfüge sich bitte kurzfristig in Haft – der rasche Freigang sei in Aussicht gestellt, die Vergebung der Fans folgte umgehend. Ein Champions-League-Sieg zählt mehr, als alle Sünden, die dazu notwendig sein könnten.

RB Leipzig schaut nun oben aus dem Wasser, der weitaus größere Hauptkörper des Milliardengeschäftseisberges liegt darunter. Gern ungesehen von vielen, die so lange glücklich sind, wie sie ihr Massenbeglückungserlebnis am Wochenende im Stadion erfahren dürfen. Etwas, dass nun auch die Leipziger und Umlandbewohner beim Pilgern ins Zentralstadion erwarten und geliefert bekommen. Und beim 1:0 ein Gänseschauer auf dem Rücken. Alles noch zuckriger, noch uniformer, noch mehr Event lautet die ideale Entertainmentstrategie – einen eigenen TV-Sender namens „Servus TV“ bringen die Marketingprofis von RB ebenso mit, wie die gesamte Klaviatur des Big Business Soccer.

Es ist eine scheinheilige Doppelmoral, die da mit dem Eintritt in Liga 2 auf einmal von Westen kommend auch über die Leipziger Anhänger von RB hereinbricht, ganz so, als sei der Untergang des Fußballs in Leipzig vorbereitet worden. Ist er nicht: die Heimstätten des Kommerzkultes lauten Bayern München, Borussia Dortmund, Schalke und jeder weitere Club, der unter den ersten 10 der Bundesliga spielt, hat seine Aktie an den Entwicklungen.

Nicht alle, aber viele derer, die sich also jetzt erst über RB Leipzigs Konstrukt beschweren, dagegen protestieren und es geradezu hasserfüllt ablehnen, sollten es also mit der Hand an der eigenen Nase tun. Oder aufwachen. Gründe für Klagen gibt es genug, einzureichen bei UEFA, DFB und DFL. Denn dort werden die Regeln gemacht oder unterlassen, welche erst zum Bau des, lange Jahre fußballerisch ungenutzten Leipziger WM-Stadion und zu RB Leipzigs Existenz geführt haben.

Wem diese Entwicklungen gefallen, freut sich über ein volles Stadion in Leipzig, bunte Bälle am Sachsenhimmel und hat die gleiche Nachsicht verdient, wie der Bayernfan, dessen Kinder in rot-weiß-blauer Bettwäsche schlafen.

RB Leipzig ist in der zweiten Liga, weil das Konstrukt einer Firma, welche sich über eine Vereinsgründung mit wenigen ausgewählten Mitgliedern hinweg einen Fußballclub leistet, in Deutschland schlicht möglich ist. Und weil noch nicht einmal dieser Vorgang zu Veränderungen bei den Verantwortlichen geführt hat, ist er nach den Gesetzen der Serie nur die logische Konsequenz der letzten Jahrzehnte Bundesligabetrieb. Und da die Fans zu süchtig nach dem Produkt Fußball sind, werden sie es entweder über kurz oder lang akzeptieren oder sie bleiben der Liga fern.

Lokomotive Leipzig und die BSG Chemie gehen längst andere Wege mit ihren Fans. In Leipzig hat man verstanden, was Tradition, Fanwille und der soziale Aspekt von Vereinsarbeit wirklich sind und hat sich ganz ohne neue „Sonnenkönige“ erneut auf den Weg gemacht. Zeit, dass es einige auch in den Vereinen lernen, wo man Geschäftsführer für Millionengehälter einstellt, Steuern hinterzieht, die ehemaligen Sponsoren zu Aktionären und damit Miteigentümern an den Fußballgeschäften macht und die Fans dieser Vereine nun anhand von RB Leipzig eine kurzzeitige Erregungsdebatte führen.

An wirklich anderen Lösungen besteht offensichtlich kein Interesse, nie war dies deutlicher als am Weg von RB Leipzig zu sehen, welcher nun zum Exempel stilisiert wird. Denn eine Erkenntnis müsste am Anfang stehen: Neben RB Leipzig wird in allen Kommerzclubs der Stadionbesucher zunehmend als Bezahlvieh für exorbitante Gehälter und im Zweifel als Sicherheitsrisiko für einen reibungslosen Vermarktungsablauf im TV, im Merchandisingshop und an der Transferbörse gesehen.

Wohin also geht die Reise für RB Leipzig?

Wenn das Geld weiter reichlich fließt, geht es getreu den etablierten Systemen mit einem jetzt bereits mehrfach voll besetztem Heimstadion nach ganz oben. Die Politiker sind auch schon heiß wie Frittenfett auf Bilder mit rot-weißem Schal in der V.I.P.-Loge, die wiederum sind bereits bestens an Menschen mit genug Kleingeld verkauft. Soviel zumindest wissen seit Jahren die, die sich wirklich für Fußball interessieren und den menschlichen Entertainment-Zoo Bundesliga verstanden haben.

Man sieht sich in den unteren Ligen: Mit der Bratwurscht in der Hand bei der BSG, RSL oder Lok im Stadion. Mit viel Bautzner Senf drauf, damit’s mal kurz im Auge piekt beim kraftvollen Abbeißen.

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