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SC DHfK Leipzig vs. TuSEM Essen 26:23 – Arbeitssieg im Nachholspiel

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    Zum späten Heimspielauftakt im nicht mehr neuen Jahr stand für die Leipziger das Nachholspiel gegen Essen an. Dieses fiel im Oktober wegen Corona-Infektionen im Team des SC DHfK aus. Lange blieb offen, wer die zwei Punkte bekommt, auch eine Punkteteilung war nicht ausgeschlossen. Als einen der Schlüsselpunkte machten beide Trainer das Tempospiel und Rückzugsverhalten aus. Wobei sich zeigte, dass diese in der Philosophie beider Coaches eng zusammenhängen.

    Zu Beginn des Spiels war die Offensive noch nicht immer zwingend, das ein oder andere Anspiel zu ungenau. Was funktionierte, waren Aktionen aus dem Rückraum. So reihten sich schnell Martin Larsen, Phillipp Weber und nach Einwechslung auch Niclas Pieczkowski in die Liste der Torschützen ein. Auch der ein oder andere technische Fehler schlich sich ein, sodass die Gäste aus dem Ruhrpott zwischenzeitlich mit drei Treffern führten.

    „Wir haben einfach zu viele Tempo-Gegentore bekommen und in der Halbzeit klar angesprochen, was wir dagegen tun wollen“, so Philipp Weber nach dem Spiel. Diese Gefahr hatte André Haber auch schon im Vorfeld angesprochen. „Vielleicht war aber doch mancher Spieler überrascht, wie schnell Essen loslegte.“

    Gregor Remke prüft TuSEM-Keeper Sebastian Bliss. Foto: Jan Kaefer
    Gregor Remke prüft TuSEM-Keeper Sebastian Bliss. Foto: Jan Kaefer

    Doch der Plan, die Gäste zu stoppen gelang, torärmer als die erste Hälfte begann es somit nach der Unterbrechung. In den ersten sieben Minuten fielen nur drei Tore, Essen ging wieder in Führung. Zunächst errichteten die Männer von André Haber allerdings ein gutes Bollwerk in der Abwehr.

    Gleich nach Ballannahme des Gegners schoben die Grün-Weißen zusammen und schlossen die zuvor entstandene Lücke. „Den Positionsangriff hatten wir heute ganz gut im Griff“, die Gäste zollten später auch ihrem hohen Anfangstempo Tribut. Auch die Essener hatten sich scheinbar vorgenommen, weniger Tore zu kassieren als in der ersten halben Stunde.

    DHfK-Keeper Kristian Saeveras trug einen großen Anteil zum Heimsieg bei. Foto: Jan Kaefer
    DHfK-Keeper Kristian Saeveras trug einen großen Anteil zum Heimsieg bei. Foto: Jan Kaefer

    Nun unterliefen allerdings den Gästen technische Fehler, die die erarbeitete Führung kosteten. Die Leipziger nutzten dies konsequent und zogen ihrerseits mit zwei Treffern davon. Dazu trug auch eine glückliche Parade von Kristian Saeveras bei, der in der Seitwärtsbewegung den Ball mit dem Standfuß erwischte. In der 44. Minute nahm Gäste-Trainer Jamal Naji dann seine zweite Auszeit, um seine verunsichert wirkenden Männer wieder auf Kurs zu bringen.

    Denn zuvor gelangen den Leipzigern einfache Treffer, wobei sich Lukas Krzikalla wiederum als sicherer Siebenmeter-Schütze bewies. Vier Tore Führung und ein 6-0-Lauf ließen auf zwei Punkte hoffen. Der wieder genesene Luca Witzke spielte überzeugend in der Zeit, die er nach langer Verletzung auf der Platte stand.

    Maciej Gebala (rechts) will seinen Essener Konkurrenten Dennis Szczesny nicht vorbeiziehen lassen. Foto: Jan Kaefer
    Maciej Gebala (rechts) will seinen Essener Konkurrenten Dennis Szczesny nicht vorbeiziehen lassen. Foto: Jan Kaefer

    Doch die Essener gaben die Partie nicht verloren und kamen erneut heran. Sie ließen von ihrer mutigen Spielweise nicht ab und verteidigten dichter und erfolgreicher, sodass sich die Hausherren oft nur mit Einzelaktionen zu helfen wussten. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, denn in der 58. Minute in Leipzig noch eine Chance auf den Sieg zu haben ist eine tolle Leistung“, so Jamal Naji.

    Dann aber ließen die Leipziger kaum noch etwas zu, Bastian Roscheck verstärkte die Abwehr und hatte mit einem geblockten Wurf und einem verhinderten Anspiel gleich einen guten Einstand. Kristian Saeveras hielt sehr erfolgreich, damit legte er das Fundament für den Erfolg in der Schlussphase. Essen verteidigte noch einmal in Manndeckung und setzte die DHfKler unter Druck. Die ließen sich allerdings nicht beeindrucken und spielten auch den letzten eigenen Angriff souverän.

    Marko Mamic versucht mit einem Kraftakt dem Griff von Tim Zechel zu entkommen. Foto: Jan Kaefer
    Marko Mamic versucht mit einem Kraftakt dem Griff von Tim Zechel zu entkommen. Foto: Jan Kaefer

    Schon am Sonntag steht gegen den TVB Stuttgart das nächste Heimspiel an. „Es war heute gar nicht so leicht, nach 14 Tagen wieder in den Rhythmus zu finden“, so Philipp Weber. „Mit Trainingsreizen haben wir versucht, das ausgefallene Spiel gegen Kiel zu kompensieren“. Dieses wird nun am 24. März nachgeholt, Corona-Fälle bei den Nordlichtern ließen die Leipziger noch auf der Fahrt in den Norden umkehren.

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