DJHM 2018 in Halle: Annika Niedermayer rennt allen davon

Für alle Leser Bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle/ Saale ernteten die Leipziger Sportler zwei Goldmedaillen. Im Hürdersprint brannte Annika Niedermayer ein wahres Feuerwerk ab. Souverän setzte sich die 18-Jährige gegen 30 Konkurrentinnen durch und verbesserte dabei zweimal ihre Bestzeit. Ebenfalls mit Abstand vorn war Speerwerferin Lea Wipper im Winterwurf der U18-Jährigen.

„Die letzten beiden Jahre war ich im Sommer immer Zweite gewesen, deshalb freue ich mich riesig, dass es diesmal endlich funktioniert hat“, war Lea Wipper nach vollbrachtem Titelgewinn erleichtert. Bei teilweise starkem Wind und eisigen Temperaturen markierte sie bereits im zweiten Durchgang mit 47,67 Metern die Siegerweite.

„Ich hatte einen Wurf dabei, der noch ein bisschen weiter gewesen wäre, aber leider ungültig war. Im Großen und Ganzen bin ich aber schon zufrieden, denn es war da draußen ein ziemliches Lotterie-Spiel“, gibt die 16-Jährige im L-IZ-Interview zu Protokoll. Als nächstes großes Ziel für den Sommer steckt sich Wipper nun die Teilnahme an der U18-Europameisterschaft in Györ (Ungarn).

Lea Wipper (DHfK) wurde beim U18-Winterwurf ihrer Favoritenrolle gerecht. Foto: Jan Kaefer

Lea Wipper (DHfK) wurde beim U18-Winterwurf ihrer Favoritenrolle gerecht. Foto: Jan Kaefer

Aus dem Strahlen überhaupt nicht mehr heraus kam Hürdensprinterin Annika Niedermayer. Vor einer Woche hatte die 18-Jährige erst mit neuer Bestzeit und Finalteilnahme bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der „Großen“ aufhorchen lassen. Diesen Schwung nahm der DHfK-Neuzugang nun direkt mit nach Halle.

Bereits im Vorlauf war Niedermayer mit 8,61 Sekunden schneller als alle anderen 30 Teilnehmerinnen. Im Halbfinale folgte der erste Freudentanz. Mit einer Leistung von 8,47 Sekunden unterbot sie ihre erst wenige Tage alte Bestzeit um vier Hundertstel – und schraubte diesen Wert schließlich im Finale auf 8,42 Sekunden herunter. Gold!

Niedermayer konnte es nach ihrem furiosen Finallauf selbst noch gar nicht richtig fassen. „Ist das geil!?“, fragte sie rhetorisch ins Reportermikrofon und strahlte übers ganze Gesicht. „Na klar liebäugelt man mit einer Medaille, aber Gold ist schon der Hammer – und auch das Ticket für den Länderkampf. Und dann noch neue Bestleistung …boah!“.

Respektabler 4. Platz für Anna-Maria Hofmann (MoGoNo) über 400 Meter. Foto: Jan Kaefer

Respektabler 4. Platz für Anna-Maria Hofmann (MoGoNo) über 400 Meter. Foto: Jan Kaefer

Bei drei weiteren Leipziger Athleten hatte zu einer Meisterschafts-Medaille nicht viel gefehlt. So war der Einzug von Anna-Maria Hofmann von der SG Motor Gohlis-Nord ins 400m-Finale bereits ein großer Erfolg. Im Endlauf waren ihre drei Gegnerinnen schneller, aber die Leipzigern war nah dran und lässt für den Sommer hoffen.

Ebenfalls auf Vier kam Speerwerfer Jakob Nauck (SC DHfK) ein. Er warf sein Sportgerät auf eine Weite von 61,46 Metern. Für Bronze hätte der Speer jedoch noch 60 Zentimeter weiter fliegen müssen.

Wie eng es beim Hochsprung zugehen kann, musste Loreen Heinze erleben. Die Medaillenkandidatin vom SC DHfK hatte am Ende mit 1,72 Meter genau dieselbe Höhe auf dem Zettel wie die Gewinnerin der Bronze-Medaille und noch drei weitere Teilnehmerinnen. Doch als Einzige dieser fünf hatte sich die Leipzigerin bei 1,72m zwei Fehlversuche geleistet – und musste daher mit Platz 7 vorliebnehmen.

Loreen Heinze (DHfK) sprang nur knapp an der erhofften Medaille vorbei. Foto: Jan Kaefer

Loreen Heinze (DHfK) sprang nur knapp an der erhofften Medaille vorbei. Foto: Jan Kaefer

Die Ergebnisse aller Leipziger Athleten

U20 männlich:

60 Meter:
Marvin Schulte (SC DHfK), 17. Platz, Halbfinale 7,00 sek. (VL 7,07 sek.)
Ole Werner (SC DHfK), 49. Platz mit 7,19 sek. im Vorlauf

200 Meter:
Marvin Schulte (SC DHfK), im Vorlauf disqualifiziert

800 Meter:
Conrad Kieselberger (SC DHfK), 10. Platz, 1:56,88 min. im Vorlauf
Rocco Martin (SG MoGoNo), 21. Platz, 1:59,33 min. im Vorlauf
Tim Erdmann (SC DHfK), 26. Platz, 2:00,51 min. im Vorlauf

1.500 Meter:
Jonas Rödiger (SC DHfK), 11. Platz mit 4:11,21 min. im Finale

4x200m-Staffel:
StG Leipzig (Eric Engelhardt, Rocco Martin, Piet Enzmann, Vincent Benedix),
34. Platz mit 1:36,94 min. im Vorlauf

Speerwerfen:
Jakob Nauck (SC DHfK), 4. Platz mit 61,46 Metern

Vierter Platz für Speerwerfer Jakob Nauck (DHfK), dem 60 Zentimeter an Bronze fehlten. Foto: Jan Kaefer

Vierter Platz für Speerwerfer Jakob Nauck (DHfK), dem 60 Zentimeter an Bronze fehlten. Foto: Jan Kaefer

U20 weiblich:

400 Meter:
Anna-Maria Hofmann (SG MoGoNo), 4. Platz mit 55,97 sek. (VL 55,56 sek. PB)

800 Meter:
Laura Winter (SC DHfK), 10. Platz mit 2:18,61 min. im Vorlauf

60 Meter Hürden:
Annika Niedermayer (SC DHfK), GOLD mit 8,42 sek. PB (HF 8,47 sek./ VL 8,61 sek.)
Nadja Rosner (SG MoGoNo), 21. Platz mit 9,12 sek. im Vorlauf

4x200m-Staffel:
SC DHfK Leipzig (Lydia Schubert, Jennifer Leipelt, Meike Jahn, Emily Koch),
im Vorlauf nach Wechselfehler ausgeschieden

Hochsprung:
Loreen Heinze (SC DHfK), 7. Platz mit 1,72 Meter

Stabhochsprung:
Lilly Empl (SG MoGoNo), ohne gültigen Versuch (bei 3,40 Meter)

Speerwerfen (U18 weiblich):
Lea Wipper (SC DHfK), GOLD mit 47,67 Metern

SC DHfK LeipzigMoGoNo
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