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Coronavirus: Lok beantragt Kurzarbeit, Handballer müssen in Quarantäne

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    Die Corona-Pandemie verlangt dem Leipziger Sportgeschehen weiterhin Geduld ab. Der 1. FC Lok zum Beispiel musste nun für seine Angestellten Kurzarbeit beantragen. Bei den Handball-Kollegen vom SC DHfK hingegen ist für Franz Semper und Philipp Weber inzwischen Quarantäne angesagt - rein vorsorglich. Der Landessportbund ruft indes zur Solidarität auf.

    Kurzarbeit beim 1. FC Lok Leipzig

    Um der Ausbreitung des Coronavirus etwas entgegenzusetzen, sah sich der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) gezwungen, den Spielbetrieb bis nunmehr zum 19. April auszusetzen. Mannschaften wie den 1. FC Lok trifft das wegen ausbleibender Zuschauereinnahmen hart. Dennoch begrüßt der Regionalligist diese Entscheidung in seiner heutigen Pressemitteilung ausdrücklich.

    Die Leipziger erklären weiter, dass sie bis zum Ende der Sommerferien den Trainingsbetrieb komplett einstellen. Ab dem jetzigen Donnerstag bleibt zudem der Lok-Fanshop in der Schlossgasse geschlossen. Blau-gelbe Souvenirs sind aber weiterhin über den Online-Shop erhältlich.

    Um die Ausgaben in dieser Krise zu reduzieren, musste der 1. FC Lok für seine Angestellten Kurzarbeit beantragen, „da durch die Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebes ein erheblicher Arbeitsausfall entsteht.“ Aus diesem Grund ist nun auch die Geschäftsstelle nur noch eingeschränkt erreichbar. Hier wird jetzt in Schichten und im Home Office gearbeitet.

    Online-Fanshop des 1. FC Lok:
    https://www.lok-leipzig.com/fans/fanshop/

    Generalabsage des Sächsischen Fußball-Verbandes

    Auch der SFV lässt bis zum 19. April alles stillstehen. Konkret bedeutet das: „Der Lehrgangsbetrieb sowohl an der Sportschule ‚Egidius Braun‘ als auch externe Veranstaltungen wie Vereinsdialoge, DFB-Mobil-Besuche, Junioren-Regionalkonferenzen etc. werden bis zum 31. März 2020 ruhen. Bis zum Ende des Schuljahres sind zudem alle Schulfußballwettbewerbe, wie ‚Jugend trainiert für Olympia‘, abgesagt. Weiterhin gilt die dringende Empfehlung, dass alle Kreis- und Stadtfußballverbände ihren Spielbetrieb ebenfalls bis einschließlich 19. April 2020 aussetzen. Alle Maßnahmen der Talentförderung finden bis auf Weiteres nicht statt. Weiterhin gelten die Sonderregelungen der örtlichen Behörden, wie beispielsweise die Sperrung von Sportanlagen.“

    Mehr Infos:
    www.sfv-online.de

    SC DHfK-Handballer Weber und Semper in Quarantäne

    Neben der Tatsache, dass die Handball-Bundesliga ebenfalls nach wie vor pausieren muss, hat der SC DHfK Leipzig eine weitere Herausforderung zu lösen: Die beiden Nationalspieler Franz Semper und Philipp Weber mussten aktuell eine zweiwöchige Quarantäne antreten. Während eines Lehrgangs der Handball-Nationalmannschaft in Aschersleben hatten die beiden Leipziger direkten Kontakt mit DHB-Teamkollege Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen). Dieser war am Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden.

    „Franz und Philipp geht es gut und sie weisen keinerlei Symptome auf. Aber da die beiden Rückraumspieler beim Lehrgang länger als 15 Minuten in direktem physischem Kontakt mit Jannik Kohlbacher standen, gelten sie als Kontaktpersonen ersten Grades. Selbstverständlich setzen sowohl Franz und Philipp, als auch alle weiteren Mannschaftsmitglieder und Mitarbeiter des SC DHfK Leipzig die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zum sozialen Umgang allumfänglich um und halten sich strikt an den Fahrplan, den die Gesundheitsbehörden und das Robert-Koch-Institut vorgeben“, so Mannschaftsarzt Prof. Dr. Pierre Hepp.

    Die Quarantäne ist also eine reine Vorsichtsmaßnahme, und es besteht kein Grund zur Beunruhigung, wie auch Geschäftsführer Karsten Günther klarstellte: „Ich warne eindringlich davor, jede Kontaktperson direkt als Betroffenen zu dramatisieren. Gerade in der aktuellen Situation sind Besonnenheit und Disziplin notwendig, damit die Tests für diejenigen reichen, die tatsächlich Symptome aufweisen. Der SC DHfK Handball ist sich dabei seiner besonderen Wirkung als sportliches Aushängeschild bewusst und versucht mit gutem Bespiel voranzugehen. Gleichzeitig wollen wir zur Vorbeugung beitragen und die Abwehrkräfte stärken, wie beispielsweise mit unserer Sportstunde zum Mitmachen, die heute erstmals ausgestrahlt wurde“, sagt Geschäftsführer Karsten Günther.

    Diese Mitmach-Sportstunde strahlen die DHfK-Handballer nun jeden Montag, Mittwoch und Freitag um 10 Uhr über ihre Social Media-Kanäle frei verfügbar aus.

    Mehr Informationen:
    www.scdhfk-handball.de

    Landessportbund ruft zur Solidarität auf

    An dieser Situation haben nicht nur die Leipziger Sportvereine zu knaupeln: „In knapp 4.500 Vereinen im Freistaat wird aktuell nicht mehr geturnt, geklettert oder gekickt. Über 675.000 sportbegeisterte Vereinsmitglieder müssen auf Bewegung, soziale Kontakte und liebgewonnene Routinen verzichten. Der Landessportbund Sachsen bittet alle Beteiligten, in der aktuellen Situation zusammenzuhalten und Solidarität zu zeigen. Sowohl bei der Reduktion von persönlichen Aktivitäten und physischen Kontakten, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, als auch mit Sportvereinen und -verbänden, die jetzt vor großen Herausforderungen stehen.“

    Der Schwere der Situation ist sich auch LSB-Präsident Ulrich Franzen bewusst: „Fast jeder sechste Mensch in Sachsen ist Mitglied in einem Sportverein. Und die sind mehr als ein geselliger Treffpunkt oder ein Ort für sportlichen Ausgleich, sondern sorgen auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt in ihren Kommunen. Viele Vereine werden jedoch durch die aktuelle Situation in den nächsten Wochen und Monaten unverschuldet mit Problemen konfrontiert: Obwohl der Sportbetrieb eingestellt ist und Einnahmen aus Eintrittsgeldern oder Teilnahmegebühren für Kurssysteme fehlen, müssen sie weiter für Miete oder Unterhalt ihrer Sportstätten aufkommen. Sie sind Arbeitgeber oder Einsatzstellen für Freiwillige und haben zudem momentan eventuell zusätzliche Ausgaben durch die Stornierungsgebühren für abgesagte Trainingslager oder Ferienmaßnahmen.“

    In diesem Zuge bittet der Präsident zudem die sächsischen Sportlerinnen und Sportler um Unterstützung: „Wenn Sie es sich leisten können, weiterhin Mitglied in einem Verein zu sein oder sogar zu werden, dann unterstützen Sie bitte gerade jetzt den organisierten Sport! Die vielen Ehrenamtlichen in sächsischen Vereinen leisten Außergewöhnliches – ohne sie wäre unsere Sportlandschaft nicht so groß und vielfältig, wie sie heute ist. Bitte danken Sie es Ihnen, indem Sie auch in schwierigen Zeiten Solidarität zeigen. Verzichten Sie auf eventuelle anteilige Rückforderungen von Vereinsbeiträgen oder auch die Kündigung von Mitgliedschaften. Angesichts des enormen Engagements, das in jedem einzelnen Verein steckt, wäre das ein falsches Signal.“

    Mehr Infos:
    www.sport-fuer-sachsen.de

    Amtliche Verfügung wegen Corona-Virus: Was ist ab Donnerstag in Sachsen untersagt, was bleibt geöffnet?

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