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„Das Lagerfeuer für alle Sportfans“ – Sportradio Deutschland geht von Leipzig aus auf Sendung

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    Wenn am Samstagabend die beiden englischen Spitzenteams Manchester City und FC Chelsea im Finale in Porto den neuen Champions-League-Sieger ermitteln, werden auch in Deutschland Millionen von Augenpaaren gespannt an den Bildschirmen „kleben“. Doch auch speziell für die Ohren hält dieser hochklassige Fußballabend etwas ganz Besonderes bereit. Denn aus dem Studio in Leipzig-Lindenau geht am 29. Mai das Sportradio Deutschland (SRD) auf Sendung. Über Internet und DAB+ wird fortan ein sportliches 24/7-Rundum-Sorglos-Paket ausgestrahlt.

    Für die redaktionellen Angebote dieses neuen Senders ist Programmchef Alexander Fabian verantwortlich. Der 37-Jährige stammt aus dem thüringischen Waltershausen und lebt seit knapp 20 Jahren in Leipzig, wo er auch Sport, Journalistik und Philosophie studiert hat. „Ich will hier auch nicht mehr weg“, schwärmt er im Interview mit der Leipziger Zeitung (LZ) von der sächsischen Sportstadt. Und auch der Sport im Radio hat es ihm seit vielen Jahren angetan – vor allem Fußball.Anfang 2008 stieg Fabian als Redakteur, Moderator und Reporter beim ebenfalls in Leipzig ansässigen Fußballradio 90elf in das Metier ein. Als die DFL die Übertragungsrechte für Bundesliga & Co nach fünf Jahren an Sport1.FM weiterreichte, folgte ihnen auch Alexander Fabian 2013 ins bayrische Ismaning. Und als sich 2016 Amazon diese Bundesliga-Rechte sicherte, ging es für ihn dort mit der inhaltlichen Verantwortung für das Fußball-Audio-Angebot weiter.

    Seit Februar 2021 bereitet er nun aber den Start des Sportradio Deutschland vor, das aus der Lindenauer Engertstraße 5 senden wird. Das ehemalige Industriegebäude ist mit seinen etwa 250–300 Quadratmetern Fläche und den meterhohen Räumen alles andere als eng bemessen. „Das ist die schönste Redaktion, in der ich jemals gearbeitet habe. Wir haben ein großes Studio, vier Sprecherkabinen und ausreichend Platz für die Redaktion“, ist Fabian von dem neuen Arbeitsumfeld angetan. Und auch das Team ist breit aufgestellt.

    „Wir haben hier in Leipzig mit mir zusammen neun Festangestellte und drei Praktikant/-innen und darüber hinaus noch etwa 20 freie Mitarbeiter/-innen. Dazu kommen auf freier Basis Expert/-innen aus ganz Deutschland. So sind zum Beispiel das Basketball-Magazin ‚Basket‘, die ‚Handballwoche‘, das ‚Tennis Magazin‘, das ‚Motorsport-Magazin‘ oder die ‚Dump & Chase‘ (Eishockey) mit im Boot. Das sind die absoluten Expert/-innen für diese Sportarten.“

    Mit Fans und Vereinen ins Gespräch kommen

    Zudem setzt der Sender auch auf die Sportvereine des Landes. „Wir hoffen und bauen darauf, dass die ganzen Nicht-Fußball-Sportarten die Chance erkennen, mit uns zusammenzuarbeiten, um ihr Thema, ihre Sportart, ihren Wettbewerb in einem deutschlandweiten Special-Interest-Sender unterzubringen, mit großer Reichweite in der wirklichen Zielgruppe.

    Denn bei uns steht Sport drauf, und es ist Sport drin. Das ist die Chance für jede/-n Profi-Sportler/-in, jeden Profi-Verein, der vielleicht bisher noch nicht die große Reichweite hatte, mit guten Geschichten deutschlandweit ins Radio zu kommen.“

    Das Ausmaß der thematischen Bandbreite, die der gesamte Sport zu bieten hat, wurde dem Fußball-Experten in den letzten vier Monaten erst einmal richtig bewusst.

    „In den letzten Jahren hatte ich den Fokus voll auf Fußball, jetzt sind wir mehrere Nummern breiter aufgestellt. Denn wir kümmern uns hier nicht nur um die Sportart, die medial sowieso überall stattfindet, sondern auch um die anderen Sportarten. Seitdem ich mich mit dem Programm für Sportradio Deutschland beschäftige, habe ich festgestellt, dass es dazu richtig viele gute Geschichten zu erzählen gibt. Für mich war jeder Tag ein Augenöffner, wie viele gute Sachen es neben dem Fußball noch gibt.“

    Doch neben den sportlichen Protagonist/-innen gehört vor allem eines untrennbar zum Sport dazu: die Fans. Diesen will Sportradio Deutschland künftig eine ständige Plattform bieten.

    „Unser Ansatz ist, dass die Fans mit uns reden“, erklärt Fabian. „Denn wann kommen die Fans schon mal zu Wort? Im Radio noch gar nicht, aber das werden wir ändern. Wenn jemand zum Thema Sport etwas zu sagen hat, kann er bei uns anrufen. Dann ist es egal, ob es die Kaderzusammenstellung vom FC Bayern ist oder die Situation im Basketball-Jugendverein meines Sohnes.

    Wenn ich etwas habe, worüber ich unbedingt sprechen möchte, von dem ich möchte, dass das auch mal deutschlandweit Beachtung findet, dann ruf ich an. Und es hören ja auch nur Leute zu, die sich für Sport interessieren. Wir bringen also Sender und Adressat zusammen.“

    Mit Fangesängen durch die Nacht

    Das Sportradio Deutschland sendet rund um die Uhr, 24/7. Jede Viertelstunde soll es Sportnachrichten mit dem Wichtigsten aus der Welt des Sports geben. Dazu laufen tagsüber aktuelle Beiträge, wie Interviews oder Gespräche mit den Korrespondenten.

    Abends steht die Sendung „Sportradio Deutschland live“ auf dem Programm. Zwei Moderator/-innen im Studio befassen sich dann mit den Sportthemen des Tages und des Abends. Und wenn ein Live-Sport-Event stattfindet, gibt es die regelmäßigen Neuigkeiten und Gespräche dazu.

    Leipziger Zeitung, Nr. 91: Unschuldig verfolgt. Foto: L-IZ

    „Wenn am Abend also beispielsweise Basketball läuft, kann man bei uns reinschalten und wird immer wieder informiert, wie es dort gerade steht“, erklärt Fabian. Eine komplette Übertragung der Spiele und Veranstaltungen gibt es vorerst aber noch nicht, da Sportradio Deutschland keine Live-Rechte besitzt.

    Das Nachtprogramm wird vor allem die Fans erfreuen: „In der Nacht werden Sie bei uns hauptsächlich Fangesänge hören“, kündigt Alexander Fabian an. „Wir werden uns die Fangesänge aus allen möglichen Sportarten anhören, aber auch aus den vielen Jahren Bundesliga-Geschichte.

    Wie klang das zum Beispiel damals im Stadion, als der 1. FC Kaiserslautern abgestiegen ist und Bayer Leverkusen die Klasse gehalten hat? Oder wie klang es, als Diego 2007 gegen Alemannia Aachen diesen 63-Meter-Heber gemacht hat. Das ist ja alles eingebettet in Gesänge und dann noch zusätzlich dieser Jubel. Das ist sozusagen das Lagerfeuer für alle Sportfans.“

    Die Sportradio Deutschland GmbH ist ein Unternehmen des Leipziger Technologie-Investors Bugovics Industries und wird geschäftlich von Erwin Linnenbach und Ulrich Müller geführt. Vor allem das erklärt den Standort Leipzig. Doch für Programmchef Fabian bietet die Sachsenmetropole noch zahlreiche andere gute Gründe.

    „Es ist natürlich auch die ganze Geschichte, die man mit Leipzig verbindet: Hier wurde der DFB gegründet, Leipzig ist eine Sportstadt, die DHfK war und ist eine der besten Sporthochschulen Deutschlands. Es gibt außerdem mit Radio Mephisto und auch dem Uni-Radio Mittweida die Möglichkeit, sehr guten Nachwuchs zu rekrutieren. Die Wege sind kurz, wir sind sehr gut angebunden, sitzen ja direkt am Lindenauer S-Bahnhof. Ich kann mir also die ganze Sportwelt einladen. Es passt einfach vieles.“

    Leipzig ohne Extrawurst

    Auch von der sportlichen Vielfalt Leipzigs hat sich Fabian in den vergangenen Jahren ein paar Kostproben gegönnt. „Wenn ich in Leipzig unterwegs war, um mir Sport anzuschauen, war ich offen für alles. Mein Schwiegervater ist DDR-Jugendmeister im Speerwurf gewesen und hat mich daher schon zu der einen oder anderen Leichtathletik-Veranstaltung mitgenommen.

    Ich war beim Handball, beim MBC, war natürlich auch bei RB, aber auch bei Chemie-Spielen oder bei Lok. Ich persönlich bin kein Fan einer bestimmten Mannschaft, aber ich bin Sportfan, und da ist in Leipzig ja regelmäßig etwas möglich gewesen und hoffentlich auch bald wieder möglich.“

    Doch auch wenn der Sender in Leipzig seine Zelte aufgeschlagen hat, wird der Stadt im inhaltlichen Sendekonzept keine Extrawurst gebraten. „Wir verstehen uns als deutschlandweites Radio“, bekräftigt Alexander Fabian.

    „Die ganzen Leipziger Sportarten und Sportler/-innen können und wollen wir nicht priorisieren, denn unsere Hörer/-innen hören uns von Kiel bis nach Garmisch-Partenkirchen und von Zittau bis nach Aachen, da schauen wir auf ganz Deutschland beziehungsweise auf die ganze Welt des Sports, vor allem wenn dort deutsche Sportler/-innen aktiv sind.“

    Aktuell ist die Homepage des Sportradios (siehe unten) noch sehr überschaubar gestaltet, doch hier wird künftig das Sendeprogramm mit dem Überblick über die anstehenden Themen zu finden sein. Die Internetseite sowie weitere digitale Produkte und Services sollen dann nach und nach aufgebaut werden.

    Mehr Informationen:
    https://sportradio-deutschland.de

    „„Das Lagerfeuer für alle Sportfans“ – Sportradio Deutschland geht von Leipzig aus auf Sendung“ erschien erstmals am 28. Mai 2021 in der aktuellen Printausgabe der LEIPZIGER ZEITUNG.

    Unsere Nummer 91 der LZ finden Sie neben Großmärkten und Presseshops unter anderem bei diesen Szenehändlern.

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