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Wirtschaftsprognose

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Auch Ostdeutschland ist von internationalen Warenströmen abhängig. Foto: Marko Hofmann

Frühjahrsdiagnose für die ostdeutsche Wirtschaft: Welche Folgen könnten Ukraine-Krieg und Gas-Stopp haben?

In den Kommentarspalten der deutschen Zeitungen und Magazine wird wieder orakelt, wie sehr denn nun der Ukraine-Krieg die deutsche Wirtschaft treffen wird, gar das Wachstum bremsen. Jede kleine Rauf und Runter in den prognostizierten Wachstumszahlen wird zum Drama hochgeschrieben. Aber eigentlich kann auch Ostdeutschland 2022 mit einer robusten Entwicklung rechnen, meldet das IWH. Die Illusion […]

Containerfracht für sächsische Unternehmen. Foto: Marko Hofmann

Weniger Industrie bedeutet: Weniger Wirtschaftseinbruch im Osten

Am Mittwoch, 8. April, veröffentlichten mehrere Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen zum Konjunktureinbruch infolge der Coronakrise. Darunter auch das in Halle heimische Institut für Wirtschaftsforschung (IWH), das in einer besonderen Meldung auch feststellte, dass West- und Ostdeutschland unterschiedlich stark vom Wirtschaftseinbruch betroffen sind. Noch immer ist in allen Wirtschaftsstatistiken sichtbar, wie stark die Deindustrialisierung den Osten bis heute prägt.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Deutsche Wirtschaftsinstitute kommen aus ihrem alten BIP-Industrie-Wachstums-Denken nicht heraus

Am Mittwoch, 2. Oktober, haben die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Konjunkturprognose für Deutschland deutlich nach unten korrigiert. Waren sie im Frühjahr noch von einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 % im Jahr 2019 ausgegangen, erwarten sie jetzt nur noch 0,5 %. Die Welt steckt in einer Krise. Und die hat – was die Institute natürlich nicht vermelden – mit dieser Besessenheit vom (BIP-)Wachstum zu tun.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Ostdeutschland läuft auch im nächsten Jahr wirtschaftlich stabil

Man vergisst ja immer wieder, dass Wirtschaftswachstum nicht gleich Wirtschaftswachstum ist. Die deutschen Wirtschaftsinstitute hängen nach wie vor in ihren alten Routinen fest, in denen die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als einziger Maßstab für Wachstum gilt. Aber das gilt schon lange nicht mehr für Ostdeutschland. Was selbst das IWH in Halle konstatieren muss. Natürlich mit alter Beleuchtung.

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