Fahrradstadt

Selbst professionelle Lieferdienste nutzten Lastenräder. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Zartes Pflänzchen Fahrradstadt: Gefragte Förderung für Lastenräder, Fahrradzonen und eine (tageweise) autofreie Karl-Heine-Straße

Das Problem an Zeitenwechseln ist, dass sich viele Zeitgenossen nicht wirklich vorstellen können, wie ein Leben mit anderen Rahmensetzungen aussehen könnte. Sie empfinden schon die Vorstellung, ihr gewohntes Verhalten müsste sich ändern, als Bedrohung. Da verblüfft schon, wie stark die SPD-Fraktion im Stadtrat mittlerweile das Thema Radfahren besetzt. Die Fraktion kann sich mittlerweile sogar ganze Fahrradzonen in Leipzig vorstellen, ganze Quartiere, in denen das Fahrrad Vorrang hat.

Das Lastenfahrrad des Ökolöwen im Einsatz. Foto: L-IZ.de
Wirtschaft·Mobilität

Wie weit ist denn nun die Stadtverwaltung mit der Prüfung zur Förderung von Lastenfahrrädern in Leipzig?

Der Verkehr der Zukunft in Leipzig muss anders aussehen, wenn er stadtverträglich und umweltfreundlich sein soll. Das beschäftigt die modernen Parteien im Leipziger Stadtrat nun schon seit geraumer Zeit. Sie machen sich Gedanken, wie sich der Verkehr mit ein bisschen Unterstützung tatsächlich verbessern lässt. Ein Thema hat die SPD-Fraktion 2017 aufgegriffen: Lastenfahrräder.

Berufsverkehr 2017. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Das Umweltforschungszentrum macht Radfahren in Leipzig zum (Forschungs-)Thema

Wie sehr die politische Debatte um den Verkehr in Leipzig herumeiert, konnte man ja seit 2015 schon exemplarisch beobachten. Damals ging es im Stadtrat um den Stadtentwicklungsplan (STEP) Verkehr und öffentlicher Raum - und wie verbissen wurde um die Zielmarke für den ÖPNV gefeilscht - sollen es 23 oder 25 Prozent sein? Und wieviel Autoverkehr darf es sein? Als ob die Verkehrsmittelwahl in Leipzig eine Entscheidung in der Quengelzone ist. Und nicht eine, die jeder Leipziger täglich anhand harter Fakten fällt. Zeit für eine Umfrage, findet das UFZ.

Radweg unter Wasser. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

ADFC sieht im Ausbau der Fahrradstadt Leipzig den besten und schnellsten Weg zur Vermeidung des Verkehrskollapses

Mit dem Nachdenken über mögliche neue Tunnel für den Leipziger Autoverkehr hat Oberbürgermeister Burkhard Jung wahrscheinlich das falsche Fass aufgemacht. Denn tatsächlich ist derzeit nicht der Autoverkehr das Thema, das in der Leipziger Stadtpolitik diskutiert wird. Die Lösung für die Verkehrsprobleme liegen alle im sogenannten Umweltverbund. In der Schaffung einer Fahrradstadt zum Beispiel, wie der ADFC betont.

Warten an der Ampel auf dem Johannisplatz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Warum gibt es in Leipzig keine Fahrradhaltestangen an Ampeln?

Das Leipziger Jugendparlament erweist sich immer wieder als eine erfrischende Bereicherung für den Leipziger Stadtrat. Es kann zwar nichts beschließen, sondern über den Jugendbeirat nur Anträge an die Ratsversammlung stellen. Aber die sorgen immer wieder für frischen Wind, weil sie daran erinnern, dass das Leben in Leipzig auch aus ganz simplen Alltagsärgerlichkeiten besteht.

Arbeitsziel: Fahrradhauptstadt Leipzig. Foto: Marko Hofmann
Wirtschaft·Mobilität

Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal will Leipzig zur Fahrradhauptstadt machen

Am Ende verschickte Leipzigs Pressereferat schnell noch eine Korrektur. Natürlich ist Leipzig 2016 die erfolgreichste Kommune im Städtewettbewerb Stadtradeln. Nur die Region Hannover und die Metropole Ruhr liegen mit über 1,4 Millionen geradelten Kilometern vor Leipzig, das in der Endabrechnung auf 1.391.691 Kilometer kommt, damit erstmals über eine Million Kilometer erradelt und vor allem eine Forderung auf die Agenda bringt: Leipzig endlich zur Fahrradhauptstadt zu machen.

Radfahrer in der Innenstadt. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Jüngere Leipziger steigen lieber aufs Rad als in die teure Straßenbahn

Leipzig ist in Bewegung, stärker, als es sich die Verwaltung ausmalt. Und vor allem: Es steigt um. Das zeigen auch die Aussagen zur Fahrradnutzung in der „Bürgerumfrage 2015“: Immer mehr Leipziger steigen aufs Fahrrad um. Und vor allem die Jüngeren nutzen das Fahrrad, wo immer sie können. Die flache Landschaft macht Leipzig zur Fahrradstadt. Nur die Politik kleckert hinterher.

Ein auf der „new mobility“ ausgestelltes Twike. Foto: Leipziger Messe GmbH / Uwe Frauendorf
Wirtschaft·Mobilität

Die Zeit ist längst reif für eine neue Mobilität – auch in Leipzig

Eigentlich ist es höchste Zeit, das Lenkrad herumzuwerfen, das Auto rechts ran zu fahren und umzusteigen. Das ist eigentlich die Botschaft, die in der Absage der AMI 2016 in Leipzig steht. Denn wenn das Auto noch immer die Attraktion für die Ostdeutschen wäre wie 1990 oder 2000, dann hätten die Automobilhersteller ihren Auftritt vom 9. bis 17. April nicht abgesagt. Aber der Abgasskandal der Diesel-Hersteller hat die Sache natürlich beschleunigt.

Radfahrer in der Käthe-Kollwitz-Straße. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Leipzig muss zur Fahrradstadt werden

Die Leipziger laufen mehr zu Fuß und fahren mehr mit dem Fahrrad. Das waren die beiden positiven Überraschungen, als im Juli 2015 endlich der neue "Modal Split" für das Verkehrsverhalten der Leipziger für das Jahr 2013 veröffentlicht wurde. Allein der Anteil der Radfahrten stieg von 14,4 Prozent im Jahr 2008 auf 15,2 Prozent. Nicht umwerfend, aber ermutigend. Das könnte noch deutlich mehr werden, findet der BUND Leipzig und plädiert für die Fahrradstadt Leipzig.

Wolf Schmid: Pedalpilot Doppel-Zwo. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein sattes, schnelles Buch mitten aus der Welt der Fahrradkuriere: Pedalpilot Doppel-Zwo

Mit einem richtigen Karacho-Buch hat sich ein neuer Leipziger Verlag zu Wort gemeldet. Neu im doppelten Sinn. 2013 gegründet. Und mit einem Anliegen, das in Zeiten eines völlig überhitzten Bücher-Marktes ganz bewusst auf die Bremse tritt und da ansetzt, wo die großen Verlage in den letzten Jahren allesamt eingespart und outgesourct haben: bei der Betreuung der Autoren. Wer seine Autoren liebt, der betreut sie richtig.

Scroll Up