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Blutige Provinzposse: Hermann Nitschs “Orgien Mysterien Theater” entlarvte, wie dünn die zivilisatorische Patina wirklich ist

Selbst die ignorantesten Theaterverächter kamen dieser Tage nicht umhin, den Protest gegen das dreitägige Schauspiel, welches den Abschied des Centraltheater-Intendanten Sebastian Hartmann plangemäß zum Skandal stilisierte, zur Kenntnis zu nehmen. Die Proteststimmung im Internet brodelte, das angekündigte Blutbad des Wiener Aktionisten Nitsch polarisierte. Doch das Provokanteste an der Aufführung am vergangenen Samstag war ihre antiklimaktische Langeweile.

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Nitschs 3-Tage-Spiel: Protest, Sprachlosigkeit, Applaus und am Ende wird gegrillt

"Das Wort wird nicht mehr benötigt", sagt Nitsch zu seinem Gesamtkunstwerk. Ähnlich sprachlos sind auch die meisten der Zuschauer an diesem einen Samstag im Centraltheater. Doch das Jahrmarktspektakel könnte zeigen, wie viel Kleingarten in den Menschen steckt. Auch wenn der Vorwurf der Kleinbürgerlichkeit vom Centraltheater und seinen Fans letztlich nicht viel besser scheint. Ein gerütteltes Maß an Spektakelbesuchern können mit dem Gezeigten nicht viel anfangen.

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Nitschs 3-Tage-Spiel im Centraltheater: Der erste Akt bleibt ruhig

Viele Diskussionen und Entrüstung hatte es in den letzten Wochen um die umstrittenen Orgien von Hermann Nitsch gegeben. Auch Morddrohungen gegen ihn waren dabei. Doch wer nach der vor allem im Netz stattfindenden Empörung massive Proteste vor Ort erwartet hatte, sah sich am ersten von drei Tagen enttäuscht. Nur fünf, sechs Menschen standen mit einem Plakat vor dem Eingang des Hauses. Drinnen wie draußen war der gestrige Abend im Angesicht der Kontroversen im Vorfeld eher banal.

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Der Stachel im Fleisch: Leipziger Tierschützer wettern gegen Nitsch-Gastspiel im Centraltheater

Endet die Intendanz Sebastian Hartmanns in einem Skandal? Tierschützer wettern seit Wochen gegen das 3-Tage-Spiel, das Hermann Nitsch ab Freitag in der Bosestraße zelebrieren wird. Ihr Aufhänger: Der Aktionskünstler arbeitet mit tierischem Fleisch. Hermann Nitschs Aktionen werden seit über 50 Jahren kontrovers diskutiert. Das von ihm entwickelte Orgien-Mysterien-Theater möchte unter Einbeziehung aller Kunstformen die Sinne der Zuschauer etappenweise bis auf's Äußerste anspannen.

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9 Tanzstücke, 7 Choreografen, 100 Tänzer: Leipziger Tanztheater tanzt am 28. und 29. Juni wieder “et cetera”

Von den Problemen, aber auch den Vorzügen des Heranwachsens, über Konflikte auf dem Schulhof bis hin zur kindlichen Freude: "et cetera 13", die aktuelle Bühnenreihe des Leipziger Tanztheaters (LTT), widmet sich am 28. und 29. Juni im Werk 2 in Leipzig den Themen der jungen Generation. Die Zuschauer dürfen sich auf ein anderthalbstündiges Programm von sieben Choreografen freuen. Mit dabei sind vier Premieren und fünf Choreografien, die in Neubesetzung auf die Bühne kommen.

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Leipziger Schauspiel: Hartmanns langer Schatten

Am 19. August beginnt Enrico Lübbes Intendanz am Leipziger Schauspiel. Dann starten auch die Proben für den Spielzeitauftakt am 3. Oktober. Junge Regisseure, die ihre Wurzeln in der "Generation Praktikum" finden und heute mitunter zur "Generation Latte macchiato" zählen, sollen dem Haus in der Bosestraße ein neues Profil verleihen. Wer aufmerksam im stylisch designten Spielzeitheft blättert, stößt auch auf einen bekannten Namen: Sebastian Hartmann.

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Mammutprogramm für Schauspielfans: Leipzigs neuer Intendant plant 30 Premieren

Selten zuvor war die Ernennung eines Intendanten für das Schauspiel mit solch hohen Erwartungen verknüpft wie bei Enrico Lübbe. Der bisherige Chemnitzer Schauspiel-Chef soll nicht nur die Zuschauerzahlen nach oben korrigieren, sondern nebenbei diejenigen Zuschauer zurückgewinnen, die sein Vorgänger Sebastian Hartmann aus der Bosestraße vergrault hatte. Am Donnerstag stellte der Regisseur sein Programm vor. 30 Premieren versprechen vor allem Eines: Vielfalt.

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Dschungelcamp in der Linnéstraße: 80 Akteure zeigen jeweils 20 Abenteurern Freud und Leid der Kulturen

Unterhaltsames Sommertheater in beschaulicher Botanik kann man erwarten, kriegt es aber nicht, wenn Theater-der-Jungen-Welt-Intendant Jürgen Zielinski für die "Panik in der Botank" Eintrittskarten verkaufen lässt. Egal, ob die universitären botanischen Gärtner gewusst haben, auf was sie sich einlassen, man muss ihnen dankbar sein, dass das so ablaufen kann.

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Hartmann geht, Lübbe kommt: Sächsische Hausmannskost statt Berliner Haute Cuisine?

Am Donnerstag wird Enrico Lübbe, neuer Intendant des Schauspiels Leipzigs, seine Pläne für die Spielzeit 2013/14 präsentieren. Ja, Sie haben richtig gelesen. Das Haus in der Bosestraße erhält seinen alten Namen zurück. Zu verkrakelt findet Lübbe offenbar die Handschrift, mit der Noch-Intendant Sebastian Hartmann die Vokabel "Centraltheater" geschrieben hat.

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Natur überholt Kunst: Trotzdem Theater-“Panik in der Botanik” mit dem Theater der Jungen Welt

Am Sonntag, 9. Juni, ist Premiere. So hat es das Theater der Jungen Welt entschieden. Leipzigs Botanischer Garten an der Linnéstraße ist trocken, und so soll nun die begonnene Inszenierungs-Arbeit zu Ende geführt werden. "Panik in der Botanik" soll ein unterhaltsames Abenteuer-Theater im Dschungel werden. Der Kartenverkauf hatte schon begonnen, als die Hochwasserfluten kamen...

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Hochwasser in Halle: Händel-Festspiele stehen finanziell vor dem Aus

Möglicherweise fordert das Hochwasser in Halle ein kulturelles Opfer: Die diesjährigen Händelfestspiele mussten kurzfristig abgesagt werden. Eigentlich sollte heute Auftakt sein zu zehn Tagen Musikveranstaltungen, doch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident, Reiner Haseloff, und Halles Oberbürgermeister, Bernd Wiegand, entschieden, alles abzusagen. Aufgrund des Hochwasser wurde in Halle Katastrophenalarm ausgelöst und eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht.

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Social Error: Liebt euch! Spaltet euch!

Das 'Social Error Project' aus Budapest (Ungarn) machte auf seiner Tour durch Europa auch Halt bei den Leipziger Festspielen des Centraltheaters. In vielen aufeinanderfolgenden Akten zeigten sie klug, charmant und ohne erhobenen Finger die Methoden der Diktatur, die ihre Anwendung ebenso in den demokratisch-kapitalistischen Ländern finden.

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Diva mit Schmäh: Tim Fischer in der Rolle Georg Kreislers singt Kreisler

Auftritt, Rampenlicht und dazu die Hymne "Tauben vergiften im Park"! Mit Wiener Schmäh gegen Wortendungen und rollendem R, geweanert á la Tim Fischer, um Georg Kreisler ein höchst lebendiges Denkmal zu setzen. "Das war gut" ist der Titel und das ist Programm. Rappelvoll ist die "Funzel" mit Leuten, die eine Portion älter sind als Tim Fischer. Wenige, kurze Moderationen mit Würdigung für Georg Kreisler, mit dem Tim Fischer noch gemeinsam auf der Bühne stand.

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Zwischen Vielfalt, Fantasien und Pusteblume: Der Oper Leipzig geht es gut

Knallig-Gelb liebt Leipzigs Opern-Werbung im dritten Jahr, eine Pusteblume prangt auf der aktuellen Spielplan-Boschüre. Dazu das Wort "Vielfalt". Künftig veränderbare Kunst- und Theaterorganisation in Leipzig und darüber hinaus Mitteldeutschland spielten keine Rolle am Donnerstag bei der Spielzeit-Pressekonferenz der Opernleitung.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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