Der nächtliche Himmel begeisterte mit einem unglaublichen Farbenspiel. Wer mit der Bahn nach Döbeln fahren will, muss sich heute auf Verspätungen oder Zugausfälle einstellen. Und der Flughafen in Schkeuditz benötigt mehr Geld, um seinen Betrieb aufrechterhalten zu können. Die LZ fasst drei Meldungen zusammen, die heute wichtig sind.
Sie sind beeindruckend, mystisch – und zum Glück ungefährlich. Gestern Nacht waren sie in weiten Teilen Deutschlands, so auch über Leipzig, zu sehen: Polarlichter. Deren Ursprung liegt auf der Sonne. Von dort wehen Winde winzige Teilchen ins All, die im Normalfall vom irdischen Magnetfeld aufgehalten werden. Sind diese Winde jedoch besonders stark, durchdringen sie die Schutzhülle, die an den Polen der Erde besonders dünn ist.
Der aktuelle Sonnensturm war so kräftig, dass er den „Staub“  bis weit in unsere Region drückte. Je nach Art der Teilchen entstehen auf diese Weise unterschiedliche Farben. Sauerstoff leuchtet rot und grün, Stickstoff blau bis violett.
Eine Wiederholung des auffälligen Schauspiels bis weit in den Süden ist in der kommenden Nacht eher unwahrscheinlich. Chancen bestehen am  ehesten noch im Norden an sehr dunklen Standorten. Auf der privat betriebenen Website der Polarlicht-Vorhersage gibt es Prognosen, ein umfangreiches Archiv und eine Sammlung von Webcams, falls jemand die farbigen Lichter von zuhause aus beobachten möchte.
Ausfälle der Regionalbahn zwischen Leipzig und Döbeln
Reisende auf der Bahnstrecke zwischen Leipzig und Döbeln müssen heute mit Einschränkungen rechnen. Ein Zug der Regionalbahnlinie RB 110 ist mit einem Getriebeschaden am Vortag auf freier Strecke liegen geblieben.
Infolge des Defekts kommt es auch im heutigen Tagesverlauf zu Ausfällen einzelner Verbindungen. Um den Betrieb zumindest teilweise aufrechtzuerhalten, wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Fahrgäste sollten dennoch mehr Zeit einplanen und sich vor Fahrtantritt am Bahnsteig oder online bei der Mitteldeutschen Regiobahn über aktuelle Änderungen informieren.
Beräumt ist die Strecke aber inzwischen. Die Ausfälle entstehen dadurch, dass der havarierte Zug in einem Bahnbetriebswerk untersucht und repariert wird, weitere Züge befinden sich zu turnusmäßigen Checks, um ihre Betriebstüchtigkeit weiterhin zu gewährleisten, wie ein Sprecher der Mitteldeutschen Regiobahn auf LZ-Anfrage erklärt.
Klammer Flughafen braucht noch mehr Geld
Der defizitäre Flughafen Leipzig/Halle benötigt erneut eine erhebliche staatliche Finanzspritze, um seine wirtschaftliche Existenz zu sichern. Darüber beraten heute Vertreter der an der Mitteldeutschen Flughafen AG (MFAG) beteiligten Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Trotz eines bis 2026 bewilligten Rettungspaketes in Höhe von 100 Millionen Euro sind weitere Steuermittel nötig, um eine drohende Insolvenz abzuwenden. Wie die in Halle erscheinende Mitteldeutschen Zeitung zuerst berichtete, wollen die Haupteigentümer zwischen 2027 und 2029 zusätzliche 71 Millionen Euro beisteuern. Über einen entsprechenden Plan berät die Landesregierung in Magdeburg an diesem Dienstag. Diese drängt darauf, keine Zuschüsse aus ihrem Haushalt in den Dresdner Flughafen zu stecken, der ebenfalls Teil der MFAG ist.
Die Mitteldeutsche Flughafen AG gehört zu 81,3 Prozent dem Freistaat Sachsen und zu 18,7 Prozent Sachsen-Anhalt, einschließlich geringer Anteile der Kommunen Halle, Leipzig und Dresden. 62 der nun geplanten 71 Millionen an Subventionen sollen zwischen Sachsen-Anhalt und Sachsen entsprechend den Unternehmensanteilen aufgeteilt werden. Ausschließlich für den Flughafen Dresden vorgesehene neun Millionen Euro sollen nach dem Willen der Magdeburger Landesregierung allein von Sachsen bezahlt werden.
Empfohlen auf LZ
So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:
















Keine Kommentare bisher