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Für eigene, breite Radspuren um den gesamten Ring: Fahrraddemonstration am Freitag, 7. Mai

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    Das Bündnis Verkehrswende Leipzig ruft zusammen mit 18 Initiativen am 7. Mai ab 17 Uhr zu einer Fahrraddemonstration auf dem Leipziger Innenstadtring auf. Der neu markierte Radstreifen auf dem Dittrichring ist diesmal der Stein des Anstoßes. Denn er genügt schlicht nicht dem, was der wachsende Radverkehr in Leipzig braucht.

    Am Freitag, 7. Mai, ruft das neu gegründete Bündnis Verkehrswende Leipzig zu einer Fahrraddemonstration unter dem Motto „Ring frei fürs Rad! Flächengerechtigkeit für alle Verkehrsarten“ auf. Das Bündnis setzt sich mit der Demonstration für eine gerechtere Aufteilung der Verkehrsflächen auf dem Leipziger Innenstadtring ein.

    Ab 17 Uhr startet die Kundgebung an der Kreuzung Bose-/Gottschedstraße, anschließend wird eine Fahrraddemonstration um den Innenstadtring stattfinden. Der Aufruf wird von 18 Initiativen unterstützt. Darunter befinden sich alle relevanten Leipziger Mobilitäts-, Umwelt- und Klimaschutzorganisationen und -gruppierungen der Stadt Leipzig.

    Neu markierter Radstreifen am Dittrichring ist „Murks“

    Anne Kunkel, Mitinitiatorin des Bündnisses, war Ende April zunächst positiv überrascht, als die Stadtverwaltung ankündigte, auf dem Ring endlich Radfahrstreifen zu markieren. „Was dann aber herauskam, hat mich entsetzt!“, sagt sie.

    Die Straßenverkehrsbehörde ließ den Radfahrstreifen neben zwei bestehenden Autospuren markieren. Eine bauliche Trennung mittels Bordstein oder Poller sei nicht vorgesehen. „Fährt man nun auf dem Radstreifen, fühlt man sich, als wenn man auf dem Standstreifen einer Autobahn Rad fahren müsste“, beschreibt Kunkel die Situation der Radfahrenden. Verheerend sei das Ende des Streifens kurz vor der Gottschedstraße. „Nach einer Kurve endet der Fahrradstreifen plötzlich im Nichts“, beschreibt Kunkel den „Murks“, wie sie den neuen Radstreifen nennt.

    Einladung zur Fahrraddemo am 7. Mai. Grafik: Verkehrswende Leipzig
    Einladung zur Fahrraddemo am 7. Mai. Grafik: Verkehrswende Leipzig

    Radfahrende müssen innerorts mit einem Abstand von mindestens anderthalb Metern überholt werden. Im Internet, insbesondere auf Twitter, kursieren mehrere Videos, die belegen, dass am Dittrichring seit Anordnung der Radfahrstreifen auf der Fahrbahn der vorgeschriebene Abstand beim Vorbeifahren regelmäßig nicht eingehalten wird.

    Forderung: Rechte Autospur am westlichen Innenstadtring zum Radfahrstreifen umwidmen

    Das Bündnis Verkehrswende Leipzig fordert daher mit der Fahrraddemonstration am Freitag, dass die jeweils rechte Autospur des westlichen Innenstadtrings beidseitig zu einem Radfahrstreifen umgewidmet wird. Damit wäre die Einhaltung des Überholabstandes kein Problem mehr. Auch Kindern ab 10 Jahren, die nicht mehr auf dem Gehweg fahren dürfen, würde es ermöglicht, sicher Rad zu fahren. „Dies entlastet auch Eltern, da sie ihre Kinder alleine zu ihren Freunden oder Freizeitaktivitäten radeln lassen können“, ist sich Kunkel sicher.

    In den nächsten Jahren müsse die überdimensionierte Kfz-Infrastruktur um den Leipziger Innenstadtring zurückgebaut werden, fordert das Bündnis. „Nur so lässt sich Platz für ein durchgängiges und sicheres Radwegenetz um den Ring schaffen, was dem kontinuierlich wachsenden Radverkehr in der Stadt gerecht wird“, sagt Kunkel.

    Programm für den 7. Mai:
    ab 17:00  Sammeln (mit Maske und Abstand) Ecke Bose-/Gottschedstraße
    ab 17:30  Redebeiträge
    ab 18:00  Aufzug um den Innenstadtring
    ca. 20:00 Ende Augustusplatz

    Twittervideos zu dem neuen Radstreifen am Dittrichring:

    https://twitter.com/s1rko87/status/1385706897597255682
    https://twitter.com/schotterhippie/status/1386707703343591431
    https://twitter.com/WittwerMarius/status/1387020289188503557
    https://twitter.com/Oekoloewe/status/1387310910075772929
    https://twitter.com/CMLPZ_cmleipzig/status/1387335696424345603

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      3 KOMMENTARE

      1. Von Ost nach West und auch umgekehrt ist eine Katastrophe für jeden Radler.
        Selbst die Möglichkeit, über den Ring zu fahren, wäre eine Zumutung. Vor allem wegen des Umweges.

        Der Ring selbst bedient aber viele Möglichkeiten, periphere Verbindungen zu schaffen.
        Deswegen.

      2. Wollen ja nicht alle durch die Innenstadt (wo offiziell auch nur Nord Süd geht). Für eine Zeitlang hätte ich den Südostring (Peterssteinweg Grimmaischer Steinweg) gut gebrauchen können.

      3. Ich verstehe nicht, wieso man unbedingt als Radfahrer auf dem Ring radeln will?
        Schneller ist man da auch nicht wirklich, schon wegen der ganzen Ampeln.
        Dann noch der Sicherheitsaspekt -> mehr Verkehr -> mehr potentielle Risikoquellen

        Da lieber radele ich direkt durch die Innenstadt, da gibt es entsprechende autoarme und ampelfreie Wegeführungen. Der Weg mag vielleicht etwas länger sein, aber deutlich sicherer und stressfreier.

        Aber bei circa 1000 Teilnehmern von wohl deutlich über 100.000 Radfahrenden in Leipzig ist das wohl auch nur die Forderung einer lautstarken Minderheit.

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