Am 29. April fiel in der Ratsversammlung auch die Entscheidung zum seit Jahren gewünschten Fahrradparkhaus am, eigentlich sogar im Hauptbahnhof. Denn auf der Ostseite, der Sachsenseite, werden dafür Pkw-Stellplätze umgewidmet, die von Autofahrern nicht genutzt werden. Die Suche nach diesem Örtchen im Hauptbahnhof hat lange gedauert. Fest stand diese Platzierung dann 2024. Da konnten dann auch die Planungen beginnen. Und wie dringend Leipzigs Radfahrer diese sichere Unterbringung für ihr Fahrrad brauchen, darüber sprachen am 29. April SPD-Stadtrat Frank Franke und Grünen-Stadträtin Kristina Weyh.

Denn gerade wer im Berufsalltag mit dem Rad zum Hauptbahnhof fährt, um dort mit dem Zug weiter zur Arbeit zu fahren, sieht sich derzeit vor einem massiven Problem: Die Abstellanlagen am Hauptbahnhof sind unübersichtlich, reichen hinten und vorne nicht. Und – wie Kristina Weyh feststellte – der Radbesitzer weiß bei seiner Rückkehr nicht, ob sein Rad noch da steht oder im kompletten Zustand ist. Denn nach wie vor ist Leipzig ein Hotspot des Fahrraddiebstahls.

Günstig wird das Parkhaus nicht: Immerhin müssen hier 2,178 Millionen Euro eingesetzt werden, um das Parkhaus in ein Fahrradparkhaus umzubauen. Knapp die Hälfte trägt dabei die Stadt selbst, 1,18 Millionen Euro sind als Fördermittel zugesagt.

Kristina Weyh (Bündnis 90/Die Grünen) im Leipziger Stadtrat am 29.04.2026. Foto: Jan Kaefer
Kristina Weyh (Bündnis 90/Die Grünen) im Leipziger Stadtrat am 29.04.2026. Foto: Jan Kaefer

Und da die Planungen schon abgeschlossen sind, kann gleich nach der Ratssitzung am 29. April mit den Ausschreibungen begonnen werden. Nach den Sommerferien sollen die Bauarbeiten für das Fahrradparkhaus mit 390 Stellplätzen beginnen. Und im 2. Quartal 2027 rechnet das Baudezernat mit der Eröffnung des Fahrradparkhauses.

Gegenrede gab es am 29. April nicht, vielleicht auch, weil die Zeit schon fortgeschritten war. Die Vorlage jedenfalls bekam mit 52:5 Stimmen bei 9 Enthaltungen ein klares Votum.

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