Artikel vom Freitag, 1. Mai 2020

Im Eilverfahren beschlossen

Die Stadt will die Apollonia-von-Wiedebach-Schule schon ab dem Sommer sanieren und um einen Neubau im Schulhof erweitern

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLorbeeren wird die Leipziger Stadtverwaltung für ihr Verständnis von Kommunikation mit den Bürgern nicht bekommen. Immer wieder scheitern die simpelsten Prozesse, die Bürger an Projekten zu beteiligen, die sie direkt betreffen. Exemplarisch erleben sie es immer wieder bei Bauvorhaben, in denen gesetzlich eigentlich auch eine Information der Nachbarn vorgeschrieben ist, die dann ihre Einwände zu einem möglichen Bauprojekt vorbringen können. Aber was nutzt es, wenn schon Tatsachen geschaffen werden, bevor es überhaupt eine Information gibt? Weiterlesen

Der Leipziger Arbeitsmarkt im April 2020

April-Zahlen machen erstmals steigende Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit sichtbar

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserAuch Leipzig erlebt in der Corona-Ausnahmesituation etwas, was es seit über 15 Jahren nicht mehr gab: einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahl. Parallel zu einem massiven Anstieg der Kurzarbeiterzahlen. Während die meisten Unternehmen zumindest im April noch versuchten, ihre Angestellten zu halten, gab es neben den kurzfristigen Entlassungen aus einigen Unternehmen auch noch die ziemlich ungewollte Aufgabe so mancher bislang selbstständigen Erwerbstätigkeit, man denke nur an all die freien Künstler und Solo-Selbstständigen, denen schon ab März die Einnahmen wegbrachen. Weiterlesen

Wolfgang U. Schütte verstarb im 80. Lebensjahr

Ein ganzes Forscherleben nicht nur für Lene Voigt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn Coronazeiten sind auch die Abschiede stiller. Leipziger, die man bislang für nicht wegdenkbar hielt aus dieser Stadt, gehen von uns. Und da wird selbst in der Stille deutlich, wie die Zeit tatsächlich eilt. Am 22. April ist nun auch Wolfgang U. Schütte gestorben, den viele L-IZ-Leser kennen, denn er war ja der Mitgründer der Lene-Voigt-Gesellschaft und hat damit der „Leipziger Nachtigall“ erst wieder jenen Platz in der städtischen Erinnerungskultur verschafft, der ihr immer gebührt hat. Weiterlesen

Die Suche nach gelingendem Leben

Weinberg: Frieder Burkhardt erweckt die legendären Treffen auf dem Weinberg in Dresden zu neuem Leben

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserHoppla: Den Begriff kennst du doch! Da war doch was. Der ist dir doch schon einmal untergekommen. Stimmt. In Thomas Mayers Biografie von Christoph Wonneberger, dem Mann, der die Friedensgebete nach Leipzig gebracht hat. Dort gibt es das Kapitel „Im Weinberg im Dresden“. 1977 wurde Christoph Wonneberger Pfarrer an der Weinbergkirche in Dresden und wurde damit zum Nachfolger eines Mannes, den nur wenige im Zusammenhang mit der Friedlichen Revolution kennen. Doch alles begann im Herbst 1970 auf dem Weinberg in Dresden. Weiterlesen