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Tag: 27. Juni 2021

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LGBTQ*-Demo in Leipzig. Foto: LZ

Das Wochenende, 26./27. Juni 2021: Jüdische Woche, 500 Personen bei LGBTQ*-Demo und Messerangriff auf Sachsenbrücke

Am Sonntag versammelten sich knapp 500 Menschen in der Leipziger Innenstadt bei einer LGBTQ*-Demonstration. Fast zeitgleich startete auf dem Augustusplatz die Jüdische Woche. In Naumburg wurde derweil erneut gegen den Pizza-Lieferdienst Domino's gestreikt. Außerdem: Auf der Sachsenbrücke kam es zu einem Messerangriff auf einen 22-Jährigen. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende des 26. und 27. Juni in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Das Impfzentrum auf der Messe in Leipzig ist eines von 13 in Sachsen. Foto: Antonia Weber

Zurück in die Normalität: Über den Impffortschritt, Herdenimmunität und den digitalen Impfnachweis

Wie im vergangenen Sommer kehrt seit einigen Wochen wieder ein bisschen Normalität in Deutschland ein. Doch Expert/-innen befürchten, dass es im Herbst zu einer nächsten Welle kommen könnte – nicht zuletzt wegen der COVID-19-Varianten, die kürzlich ein Studentenwohnheim in Dresden in die Quarantäne schickten, nachdem ein Bewohner mit der Delta-Mutation nach Sachsen zurückkehrt ist. Große Hoffnungen werden derzeit in die Impfkampagne gesetzt, die im Dezember 2020 startete und nun bundesweit Fahrt aufgenommen hat. Wie steht Sachsen im Deutschland-Vergleich da? Können das Impfziel und Herdenimmunität bis Herbst 2021 erreicht werden?

12. KAOS-Kultursommer: Träume vom gemeinsamen Leben

Vom 10.7. bis zum 4.9. veranstaltet die Kulturwerkstatt KAOS (ein Projekt der KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V.) den 12. KAOS-Kultursommer auf den Bühnen und im Gelände in der Wasserstraße 18 in Alt-Lindenau.

Einige Mitglieder der Zundkerzenwerkstatt v.l.n.r. Kerstin Köppen, Holzbildhauerin, David Junghans, Tischler, Sandra Wehlisch, Illustratorin und Kulturwissenschaftlerin. Foto: Daniel Thalheim

Leipziger Kulturszene: Die Zündkerzenwerkstatt stirbt

Im März dieses Jahres wogte eine kleine Welle durch das Zuckerberg‘sche Internetimperium. Impuls war ein Vorgang, der in Leipzig seit Jahren stattfindet: die Verdrängung von freien Kulturräume im Leipziger Stadtgebiet. Der Leipziger Osten sorgt wieder für Gesprächsstoff. Nachdem vor einigen Jahren für die Subkulturkneipe „Four Rooms“ das Aus kam, steht nun die Zündkerzenwerkstatt vorm Auszug aus ihrem Domizil in der Dresdner Straße in Höhe der ehemaligen Grünen Schänke.

Das Insektensterben geht weiter. Foto: Ralf Julke

Ein Kommentar: Umweltinstitut München kritisiert das „Insektenschutzpaket“ der Bundesregierung

Im Februar kündigte die Bundesregierung vollmundig ein Insektenschutzgesetz an, das eigentlich nur eine „Änderung in der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung im Bundesnaturschutzgesetz“ ist. Aber nicht einmal das ist eine gute Botschaft für die Insekten, stellt das Umweltinstitut München fest. Denn Glyphosat und andere Insektenvernichter bleiben auch nach 2024 im Einsatz. Das Insektensterben geht also weiter, wenn es nach dieser Bundesregierung geht.

Winter 2021, Leipzig am 10.02.2021

Der Stadtrat tagte: Leipzig soll sich nicht nur auf Schneefall besser vorbereiten + Video

In der Ratsversammlung am 24. Juni wurde es tatsächlich noch einmal kurz Winter. So schnell vergisst man ja bei sommerlichen Temperaturen, dass Leipzig im Februar ja tatsächlich mal eine richtige Winterwoche mit einer Masse Schnee erlebt hatte, die nicht nur die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) an ihre Grenzen brachte. Dafür müsste Leipzig jetzt vorsorgen, lautete ein Antrag der Grünen-Fraktion.

Ana Kaleri bei der Einbringung des gemeinsamen Antrags. Screenshot: Livestream, L-IZ

Der Stadtrat tagte: Leipzig wird eine künstlerische Würdigung für die 1944 ermordete Maria Grollmuß finden + Video

Als hätte es Anna Kaleri geahnt, sprach sie am Donnerstag, 24. Juni, in ihrer Einbringungsrede zum Antrag, der in Leipzig eine Würdigung für die im KZ Ravensbrück ermordete Pädagogin Maria Grollmuß wünscht, von „Anzügen und Bärten“, also jenen seltsam geschichtsbewanderten Herren aus dem konservativen Teil der Ratsversammlung, die ihre Reden im Stadtrat gern dazu nutzen, gewaltige Ausflüge in die Geschichte zu machen. Und dabei oft genug Quatsch erzählen, wie diesmal der AfD-Abgeordnete Marius Beyer.

Zwei Euro fünfzig. Foto: Ralf Julke

Die Hartz-IV-Grenze im Leipziger Stadtrat: Personen mit Ein-Euro-Job sollen künftig 2,50 Euro pro Stunde Aufwandsentschädigung bekommen + Video

Viel erwarten Menschen, die auf die kargen Sozialleistungen unserer Gesellschaft angewiesen sind, ja sowieso nicht, wenn sie schon mal Wünsche äußern dürfen zur Mehraufwandsentschädigung in Hartz IV. Um 75 Euro mehr im Monat ging es am Donnerstag, 24. Juni, bei einem Antrag der Linksfraktion, der das durchaus treffende Wort „vulnerable Menschen“ verwendete. Die Verwaltung wäre dem konkreten Betrag nur zu gern ausgewichen

Ilka Wild, Carolin Wilms: Sind wir uns wirklich einig? Foto: Ralf Julke

Sind wir uns wirklich einig? Der Versuch zweier Leipziger Journalistinnen, die deutsch-deutschen Beziehungen zu entwirren

Da ist dann wohl der Wurm drin, oder? Seit einigen Monaten stapeln sich die Bücher, in denen Journalist/-innen versuchen, dieses seltsame Ostdeutschland zu entziffern bzw. dessen Bewohner, die Ossis, die ja bekanntlich in der täglichen Berichterstattung irgendwie an seltsame Völker mit komischen Sitten aus dem Kino erinnern. „Es ist das Drama, das uns anzieht, und das will medial bedient werden“, schreibt Carolin Wilms an einer Stelle in diesem Buch ein wahres Wort.

Martin Meißner beichtet in dieser Folge: Mauerbau um Anger-Crottendorf geht nur mit den Grünen. Foto: LZ

LZ präsentiert: Dunkel Dreckig Deutlich – Das Stadtratsupdate (5) „Der besonders perfide Crinchaward“ + Podcast

In dieser Folge kämpfen Martin und Jürgen mit ihrem neuen Weltruhm in Leipzig, der Uhrzeit ihrer Aufnahmen und einer wahren Flut an Entscheidungen in der zurückliegenden Stadtratswoche. Beinahe könnte es mal ernst werden, wenn sich die beiden zum abgelehnten Monopoly rings um die „Fahrenkamp-Grundschule“ im Küchenpsychologischen verlieren, die Last zweier gewichtiger Beratungstage im Stebu-Ex versenken oder eine neue links-grüne Kampflinie bei der Parkstadt Dösen entdecken. Aber wie sollte des Ernstes schroffe Ödnis je Einzug in das verbale Auenland zweier Grüner halten, wenn mittlerweile Linke investorenfreundlicher als sie sind?

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