Der unkontrollierte globale Kapitalismus braucht endlich wieder starke politische Gegenspieler

Die trauen sich was, die Franzosen. 2010 legte Stéphane Hessel seinen Bestseller „Empört euch!“ vor, mit dem er die Leser aufrief, wieder politisch aktiv zu werden und sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. 2014 legte Thomas Piketty seine große Zeitkritik „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ vor. Und nun macht ein Vortrag des Philosophen Alain Badiou Furore.

Den Vortrag hielt er am 23. November 2015 im Theatre de la Commune in Aubervilliers, zehn Tage nach den blutigen Anschlägen in Paris, zu einem Zeitpunkt, zu dem Staatsoberhäupter, Sicherheitsbeamte und haufenweise Leitartikler wieder den „Krieg gegen den Terrorismus“ beschworen, neue, noch stärkere Sicherheitsmaßnahmen forderten und die Hatz gegen Flüchtlinge, Einwanderer aus Nordafrika und die „Gefährdung des Abendlandes“ durch den Islam neue Zeigerausschläge in der öffentlichen Debatte erzeugte.

Badiou ist nicht der Erste, der sich bei so viel geschürter Hysterie an den Kopf fasste. Er ist auch nicht der Erste, der den auflodernden Islamismus und die Erstarkung terroristischer Banden (manchmal kommt es schlicht auf die Wortwahl an), nicht als Ursache der zunehmenden Destabilisierung der westlichen Welt begreift, sondern als Ergebnis. Denn die Männer, die da mit Sprengstoffgürteln und Maschinenpistolen zum blutigen Morden mitten im Pariser Abendleben aufbrachen (und dasselbe gilt auch für die Attentäter von Brüssel), sind keine Migranten aus dem Nahen Osten gewesen, sondern Kinder und Enkel von Einwanderern, von sogenannten Gastarbeitern, wie sie in Deutschland hießen. Auch Frankreich hat sich in den 1960er und 1970er Jahren Tausende billiger Arbeitskräfte aus Nordafrika ins Land geholt – in der Regel aus den eigenen ehemaligen Kolonien, die in der Mitte des 20. Jahrhundert zu selbstständigen Staaten wurden, aber sich nie wirklich aus der kolonialen Abhängigkeit befreien konnten.

Aus Sicht der einstigen Kolonialmacht Frankreich sieht man so etwas natürlich anders. Da sieht man auch, wie sich die einstigen Kolonialmächte auch nach dem Abzug ihrer Besatzungstruppen den Zugriff auf die Bodenschätze der einstigen Kolonien sicherten und immer wieder auch militärisch intervenierten, wenn dieser Zugriff für ihre großen Unternehmen gefährdet schien. Und allein Frankreich hat in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg über 40-mal militärisch interveniert, tut es auch heute noch, meist in den Nachrichten als humanistischer Einsatz verkauft. Doch wäre es ein humanistischer Einsatz, würden sich die Länder, in denen die Truppen zum Einsatz kommen, mit der Zeit auch politisch stabilisieren.

Doch die Geschichte der europäischen und amerikanischen Interventionen ist eine Geschichte der Katastrophen. Fast jedes Mal hinterlassen diese „chirurgischen Eingriffe“ nicht nur zerstörte Landschaften, sondern auch zerstörte Infrastrukturen und zerstörte Gesellschaften. Das exemplarische Beispiel ist ja mittlerweile der Irak. Auch deshalb, weil er mit Beginn des Kesseltreibens der Bush-Regierung im Fokus der medialen Aufmerksamkeit stand. Dass andere Länder noch viel früher zu „failed states“ wurden und zum Tummelplatz von räuberischen Banden, geht im täglichen Nachrichten-Wirrwarr unter – Mali ist dafür genauso ein Beispiel wie der Kongo.

Und Badiou sagt zu dem Thema etwas, was mit der westlichen Fixierung auf einen scheinbar mörderischen Islam einfach nicht mehr wahrgenommen wird: Nicht der Islam schafft diese brutalen Milizen, sondern diese brutalen Milizen legen sich das Mäntelchen der Religion um, um ihrem kriminellen Treiben einen Anschein von Ideologie und Sinn zu verleihen. Obwohl es keinen Sinn gibt. Ob IS oder seine verwandten Terrorbrigaden in Nordafrika – wenn man genau analysiert, was diese Banden ausmacht, kommt man sehr schnell zu den Grundmerkmalen des Faschismus.

Und damit ist Badiou bei unseren westlichen Gesellschaften, die seit ungefähr 30 Jahren ein massives Problem haben. Und das ist der entfesselte globale Kapitalismus, der keinen Gegenspieler mehr hat. Der letzte Gegenspieler hieß Kommunismus – und ging dann wirtschaftlich in die Knie und verloren. Und seitdem ist in allen westlichen Gesellschaften eine Art Lethargie eingekehrt, ganz im Sinne von Maggie Thatchers „There is no Alternative“. Es wird nicht mehr über Alternativen nachgedacht. Selbst einstmals mächtige linke Parteien wie die SPD haben sich weggeduckt, haben ihre Ideale einkassiert und versucht, sich selbst irgendwie „dem Markt“ anzupassen. Was ihnen sämtlich gründlich misslungen ist. Denn auf dem freien, globalisierten Markt gibt es keinen Bedarf an weichgekochten linken Parteien. Zumindest nicht, wenn sie selbst für sich akzeptieren, dass es keine Alternative gibt.

Badiou ist ja nicht der Erste, der dieses Loch benennt, das immer größer aufreißt. Und das nicht nur für den Niedergang der großen linken Parteien in den westlichen Ländern verantwortlich ist, sondern auch für die Reduzierung der Sicht auf westliche Lebensweisen. Denn wenn nicht einmal mehr Korrektive möglich sind, Regularien, die den Zugriff der längst globalisierten Konzerne auf Reichtümer und Machtzentralen der Welt begrenzen, dann bleibt nur noch die Jagd nach der verbliebenen Teilhabe am großen Fressen.

Und viel ist das nicht. Seit geraumer Zeit löst ja ein dramatischer Bericht über die Verteilung von Armut und Reichtum in der Welt den anderen ab. Und im Grunde sagen sie alle dasselbe.

1 Prozent der Menschheit hat die Kontrolle über 46 Prozent der Reichtümer. Die reichsten 10 Prozent kontrollieren 86 Prozent dieser Reichtümer. Das sind die wirklich Reichen, die, die sich alles kaufen können – auch Macht und politischen Einfluss, militärische Interventionen oder den Gehorsam brutaler Milizen, ganze Staaten und Ministerien, Richter und Gutachter.

14 Prozent des Reichtums bleiben übrig für all jene, die heute noch am Wohlstand des Westens teilhaben. Das sind die Menschen, die sich heute als Mittelstand empfinden – die Angestellten, Arbeiter und Beamten der westlichen Staaten und da und dort als dünne Schicht auch der anderen, nichtwestlichen Staaten. Mit der reichen Oberschicht zusammen machen sie rund 50 Prozent der Weltbevölkerung aus, wahrscheinlich sogar weniger.

Und dann bleibt da noch der ganze „Rest“, die Hälfte der Weltbevölkerung, die vom Reichtum der Welt nichts besitzt, gar nichts. Auch keinen bezahlten Arbeitsplatz, keinen sozialen Anspruch, nichts. Und viele dieser Menschen leben in genau jenen Ländern, die von den westlichen Nationen und ihren Mega-Konzernen seit Jahrzehnten gründlich ausgeplündert werden, in zerstörten Staaten Afrikas und Asiens, oft genug terrorisiert von korrupten Oligarchen oder – wo auch schon die letzten staatlichen Strukturen zerstört sind – von kriminellen Banden, die oft genug mit den dort agierenden Konzernen in bester Eintracht leben.

Aber was passiert in den westlichen Nationen selbst, wenn sich die Welt derart dramatisch verändert hat und eigentlich nur noch ein Zustand als erstrebenswertes Ideal weltweit verkauft wird? Denn das passiert ja, stellt Badiou nüchtern fest: Mit den westlichen Waren und westlicher Kultur wird ja weltweit auch das Leben im westlichen Wohlstand als Ideal verkauft. Weltweit. Die Menschen in den ausgeplünderten und zerstörten Ländern haben es jeden Tag vor Augen.

Aber dasselbe gilt auch längst für die westlichen Staaten selbst, wo die einen alle Mühe haben, ihren Lebensstandard zu halten und zu verteidigen – und immer mehr Menschen schon längst herabgesunken sind in die Klasse der Nichtbesitzenden. Egal, ob man sie als Prekariat bezeichnet oder in den wachsenden Problemzonen der Großstädte sucht, woher auch die Attentäter von Paris kamen. Während die einen ihr Lebensmodell mit allen Kräften verteidigen und problemlos wieder in alte nationalistische Töne verfallen, nach Abschottung und Abgrenzung rufen, scheitern die anderen am Versuch, Teil der Vision des westlichen Lebensmodells zu werden.

So gebiert ein enttäuschtes Versprechen erst die Frustration, die dann in Radikalisierung mündet.

So geht es nicht weiter, stellt Badiou fest. So zerstören wir unsere Welt. Es braucht eine neue, globale Bewegung und ein neues politisches Denken, das den Exzessen des entfesselten Kapitalismus wieder Alternativen entgegensetzt. Denn das Modell des globalisierten Kapitalismus hat ja keine Visionen, sondern kennt nur „Wachstum um jeden Preis“ als Grundprämisse. Da haben echte gesellschaftliche Visionen wie „Wohlstand für alle“, die Rettung unserer Ökosysteme oder auch nur stabile Demokratien keinen Platz. Im Gegenteil: Seit 20 Jahren geht die Zerstörung von Staaten mit erschreckendem Tempo voran. Und auch die westlichen Staaten werden immer mehr entkernt und Stück für Stück privatisiert. Und „Privatisierung“ ist kein gutes Wort, betont Badiou, denn damit werden öffentliche Güter der Allgemeinheit entzogen.

Aber das Neue in diesem Vortrag war, dass Badiou das scheinbar unfassbare Phänomen des modernen Terrorismus in den eigenen Fehlentwicklungen der westlichen Staaten lokalisiert. Hier muss umgedacht werden. Kriegs- und Sicherheitsrhetorik lenken nur von den eigentlichen Ursachen ab. Und die liegen in der zunehmenden Zerstörung unserer eigenen Gesellschaften, der „Umwertung aller Werte“, wie Nietzsche mal schrieb, die eigentlich eine Aushöhlung aller Werte ist, eine Verramschung aller Werte. Nur dass das schon vorher, bevor auch der Mittelstand endlich munter wird, dazu führt, dass faschistische Tendenzen unsere Gesellschaften in Angst und Schrecken versetzen.

Alain Badiou: Wider den globalen Kapitalismus. Für ein neues Denken in der Politik nach den Morden von Paris, Ullstein Verlag, Berlin 2016, 7 Euro.

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