Artikel zum Schlagwort Neoliberalismus

Konferenz in Leipzig beschäftigt sich mit den fatalen Folgen falschen Wettbewerbsdenkens

Wie der Neoliberalismus den Stadt-Land-Gegensatz in Europa anheizt

Screenshot: L-IZ

Für alle Leser Diese Konferenz wird erst nach der Bundestagswahl stattfinden, obwohl sie thematisch davor gehört. Denn sie thematisiert erstmals aus wissenschaftlicher Sicht, warum Deutschland und Europa politisch so in Schieflage geraten sind. Denn das Grundproblem ist das Auseinanderdriften der Regionen. Und die Verlierer dabei werden zur Schwungmasse der Nationalisten. Die Konferenz findet vom 27. bis 29. September in Leipzig statt. Weiterlesen

Wie aus kleinen Lügen große Lügen werden und sich lethargische Gesellschaften immer mehr ans Belogenwerden gewöhnen

Widerstand der Vernunft – Ein Manifest in postfaktischen Zeiten

Foto: Ralf Julke

Es geht nicht nur uns so: Man fasst sich an den Kopf. Nicht nur über die Ignoranz von Politikern, ihre Phrasen oder – wie mit Donald Trump nun wirklich exemplarisch – ihre Lügen. Aber auch über Medien, die da all die Jahre fleißig mitgemacht haben. Höchste Zeit für ein Manifest. Geschrieben hat es eine amerikanische Philosophin, die sogar die Ostdeutschen ganz gut kennt. Weiterlesen

30 Jahre Triumph der entfesselten Gier

Warum wir dem Märchen vom gerechten und besseren Markt nicht glauben dürfen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Ende kneift der Professor. Und das verblüfft schon, nachdem er einen richtig langen Anlauf genommen hat und mit einer weiten Herleitung aus der Geschichte dem wahrscheinlich noch nicht wissenden Leser erklärt hat, wie Märkte einst entstanden und wer ein Interesse daran hatte, Märkte zu schaffen. Denn "der Markt" ist alles andere, aber nicht das, was die lobpreisenden Anbeter "des Marktes" behaupten. Weiterlesen

DIW-Studie zeigt:

Arbeitsmarktreformen haben milliardenschwere Einbußen bei der Wirtschaftsleistung bewirkt

Foto: Ralf Julke

Manchmal braucht man wirklich eine Menge Geduld, um engstirnigen Politikern beizubringen, dass Ungleichheit nicht nur Menschen von gesellschaftlicher Teilhabe ausschließt, sondern auch die Wirtschaftsleistung mindert. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat dazu am 8. März einen neuen Bericht veröffentlicht: „Wie steigende Einkommensungleichheit das Wirtschaftswachstum in Deutschland beeinflusst“. Weiterlesen

DIW-Studie: Ökonomischer Schaden durch Ungleichheit

Neuhaus-Wartenberg (Linke): Applaus für wichtige Erkenntnis – 27 Jahre zu spät

Foto: DiG/trialon

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) stellt fest, dass die steigende Einkommensungleichheit seit der Wiedervereinigung die Bundesrepublik zwei Prozentpunkte Wachstum oder knapp 40 Milliarden Euro gekostet hat. Dazu erklärt Luise Neuhaus-Wartenberg, mittelstandspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: „Wenn Wachstum in der neoliberalen Logik schon die wichtigste Vergleichsgröße sein muss, dann wäre es angemessen, Fehler einzusehen und zu verbessern.“ Weiterlesen

INSM macht mit Anzeigen Front gegen eine Reform der Agenda 2010

Wer hofft, dass Neoliberale lernfähig sind, der sieht sich gründlich enttäuscht

Quelle: INSM, Foto Schröder: Ralf Julke

Für alle LeserDer noch nicht ganz zum Kanzlerkandidaten der SPD gekürte Martin Schulz hat augenscheinlich das richtige Thema angerissen, als er eine kleine Korrektur für die „Agenda 2010“ ankündigte. Denn dass die SPD nun seit Jahren im Umfragetief steckte, hat nun einmal eindeutig mit dieser Reform zu tun. Die Zustimmungswerte stiegen sofort. Und ruckzuck gibt es die Gegenreaktion der Neoliberalen: Die INSM schaltet großflächig Anzeigen. Weiterlesen

Der blinde Fleck Neoliberalismus

Der zaghafte Versuch, Ungleichheit mit ein paar Reparaturprogrammen zu beheben

Cover: FES

Für alle LeserVerzweifelt sucht die SPD nach einem neuen Kern, einer Kontur, mit der sie beim Wähler wieder erkennbar wird. Sie habe keine „populäre Geschichte mehr zu erzählen“, meinte am Wochenende der Wirtschaftsethiker Thomas Beschorner in einem „Spiegel“-Beitrag. Dabei sucht keine Partei so emsig danach wie die SPD. Die ihr nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist ständig auf der Suche. Weiterlesen

Nationalismus, Vetternwirtschaft, Privatisierung, Ausverkauf

„Schmutzige Demokratie“: Wie die europäischen Demokratien von korrupten Seilschaften systematisch zerstört werden

Foto: Ralf Julke

Natürlich ist Demokratie nicht schmutzig. Sie ist nur ein hartes Brot für alle, die sie wirklich ernst meinen. Und sie ist permanent in Gefahr, zerstört zu werden. Die Stimmen, die für Deutschland eine starke Demokratie diagnostizieren, werden leiser. Denn die Zeichen sind unübersehbar, dass die Demokratiezerstörer auch hierzulande auf dem Vormarsch sind. Und das hat eine Menge mit Staatsversagen, Machtmissbrauch und Korruption zu tun. Weiterlesen

Nur ein handlungsfähiger Staat kann für Gerechtigkeit sorgen

Leitantrag der sächsischen SPD kritisiert erstmals die neoliberalen Staatsexperimente in Sachsen

Foto: Ralf Julke

Nicht ohne Grund schwoll in der vergangenen Woche das Lamento über das vermeintliche „Sachsen-Bashing“ an. Doch die Kritik an den mit dem Fall Al-Bakr wieder einmal offenkundig gewordenen „Sächsischen Verhältnissen“ war nur der Auslöser. Die regierenden Christdemokraten kriegen schon seit geraumer Zeit mit, dass ihr Koalitionspartner SPD immer unbequemer wird. Was am Samstag, 22. Oktober, auf dem SPD-Parteitag in Chemnitz beschlossen wurde, lag in der Luft. Weiterlesen

Noam Chomsky: Der Terror von heute ist das Ergebnis von US-Politik der vergangenen Jahrzehnte

Wer beherrscht die Welt? Teil 2 der Besprechung

Foto: Ralf Julke

Hat Noam Chomsky wenigstens die Hoffnung, dass eine der beiden großen Parteien in den USA die Lage retten und das Steuer herumreißen kann? Nein. Auch die Demokraten sind längst verfangen in der engen Verquickung mit den mächtigen Kapitalgebern, die ihre Wahlkämpfe finanzieren. Auch wenn sie scheinbar nicht ganz so unberechenbar wie die Republikaner sind, die sich die Feinde schon mal erfinden, wenn sie welche brauchen. Weiterlesen

Noam Chomsky untersucht, wie das Wirtschaftsverständnis der USA die Welt in Krieg und Terror gestürzt hat

Wer beherrscht die Welt? Teil 1 der Besprechung

Foto: Ralf Julke

Europa diskutiert über TTIP und CETA, mit riesigen Kanonen schießen die Verteidiger dieser Investorenschutzverträge auf den breit gestreuten Protest, als gelte es, sich zwischen „Rette sich wer kann!“ und Niedergang zu entscheiden. Doch das Spiel, das da läuft, ist ein völlig anderes. Aber um das zu sehen, darf man die Welt nicht mit der üblichen Brille betrachten. Da muss man einen Schritt zur Seite gehen und genau die Frage stellen, die Noam Chomsky stellt. Weiterlesen

Warum ein Europa-Projekt auch eine Vision für alle braucht, Teil 5

Europäische Wirtschaftskompetenz: Eine Leerstelle mit fatalen Konsequenzen

Foto: Ralf Julke

Man kann die Diskussion über TTIP und CETA nicht nur auf Arbeitsplätze beziehen. Auch wenn das durchaus immer wieder beeindruckt, wenn Politiker mit dem Versprechen, hunderttausende Arbeitsplätze zu schaffen, für solche Freihandelsabkommen werben. Aber es ist bei CETA genauso wie bei TTIP: Die Gefahr, dass das Abkommen Arbeitsplätze vernichtet, ist größer als die Chance, welche schaffen zu können. Weiterlesen

Eine kleine Studie des IWH, die sich nicht ans Eingemachte traut

Wie viel hat Fremdenfeindlichkeit mit der Neiddebatte einer konkurrenzbesessenen Gesellschaft zu tun?

Foto: Ralf Julke

Alles Leben ist Wirtschaft. Und wenn Wirtschaft allein über Preise ausjustiert wird, ist überall Konkurrenz. Davon erzählt selbst die moderne Fremdenfeindlichkeit, die sich nicht vordergründig rassistisch geriert, sondern ökonomisch. So ist „der Markt“. Oder das, was man dafür hält. Daran erinnert jetzt eine kleine Studie aus dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Weiterlesen

Neue „Mitte“-Studie aus Leipzig

Wenn eine Politik ohne Mitte die Gesellschaft zunehmend polarisiert und die „Mitte“ sich radikalisiert

Cover: Psychosozial Verlag

Alle zwei Jahre veröffentlichen die Forscher vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig eine neue Studie zum emotionalen Zustand unserer Gesellschaft, zumeist als Mitte-Studie bezeichnet, denn die Studie zeigt eben nicht nur die Ränder der Gesellschaft, sondern den zum Teil recht finsteren Zustand der sogenannten Mitte. Sieht es nicht so aus, als habe die sich gründlich radikalisiert? Weiterlesen

Die neue „Leipziger Zeitung“ ist da

Mal nachdenken über Grundeinkommen, Wut und Fremdsein in Zeiten medialer Sommermärchen

Foto: Ralf Julke

Ab heute liegt sie wieder an allen Verkaufsstellen: die neue „Leipziger Zeitung“. Diesmal - naja - mit verwirrten Fußballern auf dem Titelbild. Passend zur Zeit. Denn auch wenn jetzt wieder eine ganze Republik versinkt in Volkes Spielen: Die ungeklärten Themen der Gegenwart gären weiter, liegen unerledigt herum auf den Straßen. Und auf einmal schleicht sich ein Wort in unsere Zeitung: Wut. Ganz beiläufig. Und es gibt jede Menge Gründe, richtig wütend zu sein. Weiterlesen

Das Ende einer desaströsen (Wirtschafts-)Politik

Wie Deregulierung und entfesselte Gier unseren Wohlstand und unsere Demokratie zerstören

Foto: Ralf Julke

Europa ist so ziemlich im Eimer. Das haben wir hier so noch nie so deutlich geschrieben. Auch weil wir Europa eigentlich mögen und es für eine tolle Idee halten. Aber was aus tollen Ideen wird, wenn sie von Technokraten, Zockern und Ignoranten versaut werden, das schildern Matthias Weik und Marc Friedrich auch in diesem Buch wieder. Deutlicher noch als in den beiden Vorgängerbänden. Denn politische Dummheit kann wütend machen. Richtig wütend. Weiterlesen

„In Leipzig geht die wirtschaftliche Entwicklung an vielen Menschen vorbei“

Interview mit Adam Bednarsky, dem neuen Stadtverbandsvorsitzenden der Leipziger Linken

Foto: LZ

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 30Adam Bednarsky ist im März zum neuen Stadtverbandsvorsitzenden der Leipziger Linken gewählt worden. Der 35-jährige Vater von zwei Kindern, Politologe und Historiker spricht im exklusiven Interview mit der LZ über das Thema Prekariat und die damit verbundenen Folgen für die Gesellschaft. Weiterlesen

Nun auch schlaflos in Leipzig?

Leipziger „Nuit Debout“-Gruppe lädt am 17. April zur ersten Kundgebung an die Sachsenbrücke ein

Screenshot: L-IZ

„Die Schlaflosen von Paris“, titelte die „Zeit“ als sie am 12. April über ein Phänomen berichtete, das seit dem 31. März tausende Pariser auf den Pariser Platz der Republik mit dem Mariannedenkmal zieht. „Nuit Debout“ nennen sich diese abendlichen Versammlungen, bei denen oft drei, vier Stunden debattiert wird. Das Phänomen hat inzwischen auch die Landesgrenzen überschritten. Auch in Leipzig könnte es am Sonntag, 17. April, Fuß fassen. Weiterlesen

Ein neuer Warnruf aus Frankreich

Der unkontrollierte globale Kapitalismus braucht endlich wieder starke politische Gegenspieler

Foto: Ralf Julke

Die trauen sich was, die Franzosen. 2010 legte Stéphane Hessel seinen Bestseller „Empört euch!“ vor, mit dem er die Leser aufrief, wieder politisch aktiv zu werden und sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. 2014 legte Thomas Piketty seine große Zeitkritik „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ vor. Und nun macht ein Vortrag des Philosophen Alain Badiou Furore. Weiterlesen

(Un)Bezahlbares wohnen, dereguliertes Lernen, kritische Polizisten

Neue LZ bietet seit 11. März wieder Kopffutter für wache Leipziger

Foto: Ralf Julke

An vielen Verkaufsstellen war die „Leipziger Zeitung“ im Februar nach zwei Tagen ausverkauft. Seit dem heutigen Freitag, 11. März, ist die März-Ausgabe draußen. Und wie das so ist, wenn unsere Autoren unterwegs sind: Manchmal stolpern sie auch über Antworten, nach denen sie gar nicht gefragt haben. Oder über berühmte Leipziger, deren Ruhm so gar nicht schön ist - wie den Hamburger Frauenmörder Fritz Honka. Weiterlesen