Artikel zum Schlagwort Neoliberalismus

Bundesweite Premiere am 16. Januar

Attac und die Schaubühne Lindenfels zeigen heute den Film „Der marktgerechte Mensch“

Filmstill aus „Der marktgerechte Mensch“

Für alle LeserLeiharbeit, Befristung und Ausbeutung, Hartz IV – die Begriffe sind heute allgegenwärtig. Und sie stehen für eine Welt, in der Arbeit immer prekärer gemacht wurde, während die „Arbeitnehmer“ immer flexibler, mobiler und „optimierter“ beschäftigt sind. Am heutigen Donnerstag, 16. Januar, finden in zahlreichen deutschen Städten Premiere-Veranstaltungen des Films „Der marktgerechte Mensch“ statt. Weiterlesen

Wachstumswahn, Billigjobs und ein ausgeplünderter Staat

Germany First! Das Buch, das erzählt, was für eine Tagödie das Märchen vom „Exportweltmeister“ ist

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDeutschland ist Exportweltmeister. Sorry: „Exportweltmeister“. Dass Deutschland auch 2019 mit 276 Milliarden Euro wahrscheinlich wieder einen neuen Rekord-Handelsüberschuss erwirtschaftet ... sorry: „erwirtschaftet“, denn es hat nichts, wirklich nichts mit der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte zu tun. Das ist ein Märchen, das auch einst jubelnde deutsche Zeitungen nicht mehr so richtig glauben können. Weiterlesen

Rüdiger Ulrichs Vorschlag für eine Ökonomie der Liebe, Teil 2 der Buchbesprechung

Nähe und Gemeinsinn: Warum Menschen, die sich selbst nicht lieben, auch die Schöpfung nicht lieben können

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn seinem Buch „Nähe und Gemeinsinn“ schlägt Rüdiger Ulrich einige Wege vor, wie man die riesigen Schuldenberge, die durch die Kapitalanlagen der Superreichen entstehen, abbauen kann. Denn da diese gewaltigen Summen von ihren Eigentümern nie und nimmer konsumiert werden können, also auch auf normalem Weg nicht wieder in den Geldkreislauf zurückkehren, strangulieren sie nicht nur unsere Staaten, sondern verschlingen regelrecht die Zukunft. Weiterlesen

Rüdiger Ulrichs Vorschlag für eine Ökonomie der Liebe, Teil 1 der Buchbesprechung

Nähe und Gemeinsinn: Welche Kraft treibt unsere Wachstumsökonomie eigentlich so in den Abgrund?

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSchon 2003 beschäftigte sich Rüdiger Ulrich, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der HTWK Leipzig, mit der Frage, wie unsere Wirtschaft eigentlich aussehen muss, damit wir unseren Planeten nicht unbewohnbar machen. Dass er die bis heute gelehrte „Wirtschaftswissenschaft“ für höchst fragwürdig hält, hat er auch damals schon formuliert. Jetzt hat er ein Buch dazu geschrieben, ein „Plädoyer für eine Ökonomie der Liebe“. Weiterlesen

Ein 3-Millionen-Euro-Forschungsprojekt

IWH darf grübeln: Warum sinkt die Produktivität oder fehlen nur die richtigen Daten?

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Manfred Weber wirbt für eine sozialere EU“, titelte die F.A.Z. am 28. Dezember. Einen Tag zuvor gab’s eine recht kritische Buchbesprechung: „Sachbuch ‚Game over‘: Bitte aufwachen zum Systemcrash“. Für eine wirtschaftsnahe Zeitung wie die F.A.Z. sind das durchaus schon zwei muntere Funken. Ein konservativer CSU-Mann wie Manfred Weber fordert mehr Sozialstaat, ein alter SPÖ-Genosse schreibt die Katastrophe herbei. Weiterlesen

Filmpremiere für „Der marktgerechte Patient“ am 8. November im Felsenkeller

Die Fallpauschale, der Mühlstein der SPD und warum unser Gesundheitssystem vor die Hunde geht

Filmstill aus: Der marktgerechte Patient

Für alle LeserDie SPD hat noch einiges aufzuarbeiten, bevor sie wieder darangehen kann, die Herzen der Wähler zu erobern, wie sich das einige SPD-Akteure jetzt wünschen. Nicht nur „Hartz IV“ hängt der Partei wie ein Mühlstein um den Hals. Auch für das Desaster eines sich langsam selbst zerstörenden Gesundheitssystems trägt die SPD die Hauptverantwortung. Das neoliberale Gift hieß 2003 „Fallpauschale“. Das globaLE Filmfestival zeigt jetzt den Film dazu. Weiterlesen

Rüdiger Voigts Versuch, das Dilemma der Demokratie von heute zu erfassen

„Die Arroganz der Macht“ oder Warum der Nationalstaat heute so unter Legitimationsdruck steht

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAn dieser Stelle haben wir ja schon einige sehr nachdenkliche Bücher aus dem Tectum Verlag besprochen. Zum Glauben, zum Geld, zum Wachstums-Wahnsinn. Auch in diesem Buch steckt ein wichtiges Thema, das mit allen anderen zusammenhängt. Auch wenn der Titel ablenkt, denn das Buch handelt (leider) nicht von der Macht, sondern vom Staat – und all den Illusionen, die sich Denker dazu ausgedacht haben. Weiterlesen

Eine verlogene Religion mit falschen Hohepriestern und weltfremden Modellen

„Rettet die Wirtschaft … vor sich selbst!“ – Ein vehementes Plädoyer für ein Ende des neoklassischen Einheitsbreis an deutschen Wirtschaftslehrstühlen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer wissen will, warum die Menschen in den westlichen Gesellschaften randalieren und die Demokratie infrage stellen in der wilden Hoffnung, der alte Nationalismus und arrogante Führer könnten den Laden wieder in Ordnung bringen, der muss sich mit der regierenden Denkweise über Wirtschaft auseinandersetzen. Denn falsches Wirtschaftsdenken zerfrisst unsere Gesellschaft. Und Christian Mayer nimmt den falschen Glauben mit Vehemenz auseinander. Weiterlesen

Bildungspolitik

Kommentar: Lehrernotstand in Sachsen oder Wenn das Kind im Brunnen ertrunken ist

Foto: Marko Hofmann

KommentarFür alle LeserAls Brunhild Kurth (CDU) am 29. September 2017 von ihrem Amt der sächsischen Kultusministerin zurücktritt, begründet es die da 63-jährige Ex-Lehrerin mit persönlichen Motiven. Der Wunsch nach mehr Zeit für die Familie triebe sie nun quasi in Frührente. Ihr bildungspolitischer Vorgänger war da ehrlicher. Bereits 2012, also vor fast exakt sechs Jahren warf Roland Wöller (CDU) am 20. März das Handtuch, gab angesichts planloser Etatkürzungen im Schulbereich Sachsens medial lautstark auf. Nun, mit Christian Piwarz (CDU) kommt also die Schlussrechnung für einen neoliberalen Kurs, planloses Agieren seit zehn Jahren und Sparpolitik am „wichtigsten Rohstoff Deutschlands“: Weiterlesen

Kampagne zum Mitgliederentscheid hat längst begonnen

Neue GroKo? Für die sächsischen Jusos wird es kein „Weiter so“ mit Angela Merkel geben

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSelbst große bürgerliche Zeitungen äußern mittlerweile ihre Erwartungen, die SPD solle doch endlich wieder anfangen, sozialdemokratische Politik zu machen. Wenn sie es nicht macht, drohe ihr die Marginalisierung - wie in Frankreich, Italien, den Niederlanden. Und das große Hadern der Jusos mit den Ergebnissen der Sondierungsgespräche von Union und SPD macht erst richtig sichtbar, wie sehr die alte Tante SPD seit 2004 ihre Grundwerte verdünnt hat. Weiterlesen

Rechtspopulismus als Ergebnis radikaler Sozialreformen

Ein FES-Papier erzählt den Sozialdemokraten, was für einen Bock sie 2005 geschossen haben

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ja nicht so, dass nur die L-IZ sich den Kopf darüber zerbricht, warum das Land (und eigentlich ganz Europa) abzudriften droht in Lethargie und Populismus. Jetzt hat selbst die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung ein Papier vorgelegt, das recht trocken beschreibt, woher die Ängste kommen, die hinter den minderheitsfeindlichen Tendenzen der Rechtspopulisten stecken. Und ein SPD-Kanzler hat eine gewaltige Aktie daran. Aber er nicht allein. Weiterlesen

Ein bisschen Hilfe für abgehängte Regionen hilft nicht die Bohne

Wer Neoliberalismus sagt, muss alle seine politischen Folgen unter die Lupe nehmen

Grafik: IfL, Nationalatlas

Für alle LeserVielleicht sollten Wissenschaftler lieber keine Ratschläge geben, was vielleicht getan werden sollte, um die „regionale Polarisierung“ in Europa zu beenden. Jedenfalls nicht in einem so frühen Stadium der Forschung, in dem sich die Untersuchung der regionalen Ungleichheiten noch befindet. Vielleicht ist das der Grund, warum die Pressekonferenz zur Leipziger RegPol²-Konferenz so unkonkret und enttäuschend war. Weiterlesen

Leipziger Konferenz zur ungleichen Entwicklung in Europa

Wer den falschen Wettbewerb nicht beendet, wird auch die Regionen nicht retten

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferEs wird Europa zerreißen. Denkt man so im ersten Moment, wenn man hört, was die Wissenschaftler zur derzeit in Leipzig stattfindenden Konferenz „Coping with uneven development in Europe“ zu den auseinanderdriftenden Regionen Europas zu sagen haben. Und dann wird man demütig. Denn alles, was die Geografen zusammentragen, erzählt davon, wie falsch wir denken. Und wie zaghaft und ungenügend die Forschung zur Demografie ist. So enttäuscht bin ich lange aus keiner Pressekonferenz gegangen. Weiterlesen

Das Dogma von der Wettbewerbsfähigkeit

Wie Europa den Graben zwischen Stadt und Land systematisch vertieft hat

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDas Leibniz-Institut für Länderkunde hat vor Beginn der Konferenz "Coping with uneven development in Europe", die vom 27. bis 29. September in Leipzig stattfindet, einige namhafte Konferenzteilnehmer kurz zu ihrem Thema interviewt. So auch den Wirtschaftsgeografen Costis Hadjimichalis aus Athen, der sich mit dem Auseinanderdriften von großen Städten und ländlichen Regionen beschäftigt hat. Weiterlesen

Vom Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) koordinierte Studie sieht „neoliberale Entwicklung“ als Ursache für die wachsende Ungleichheit in Europa

Auch das Wettbewerbsdenken der EU lässt reiche und arme Regionen immer weiter auseinanderdriften

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer sich die Wahlergebnisse der Bundestagswahl genauer angeschaut hat, der kommt nicht umhin festzustellen, dass sich darin auch der Gegensatz zwischen erfolgreichen und abgehängten Regionen, zwischen Wettbewerbsgewinnern und -verlierern ausdrückt. Die AfD hat einen Frust in Wahlerfolg verwandelt, der gerade in ostdeutschen Regionen umgeht. Das Regionenthema ist ab Donnerstag Thema einer Leipziger Konferenz. Weiterlesen

Konferenz in Leipzig beschäftigt sich mit den fatalen Folgen falschen Wettbewerbsdenkens

Wie der Neoliberalismus den Stadt-Land-Gegensatz in Europa anheizt

Screenshot: L-IZ

Für alle Leser Diese Konferenz wird erst nach der Bundestagswahl stattfinden, obwohl sie thematisch davor gehört. Denn sie thematisiert erstmals aus wissenschaftlicher Sicht, warum Deutschland und Europa politisch so in Schieflage geraten sind. Denn das Grundproblem ist das Auseinanderdriften der Regionen. Und die Verlierer dabei werden zur Schwungmasse der Nationalisten. Die Konferenz findet vom 27. bis 29. September in Leipzig statt. Weiterlesen

Wie aus kleinen Lügen große Lügen werden und sich lethargische Gesellschaften immer mehr ans Belogenwerden gewöhnen

Widerstand der Vernunft – Ein Manifest in postfaktischen Zeiten

Foto: Ralf Julke

Es geht nicht nur uns so: Man fasst sich an den Kopf. Nicht nur über die Ignoranz von Politikern, ihre Phrasen oder – wie mit Donald Trump nun wirklich exemplarisch – ihre Lügen. Aber auch über Medien, die da all die Jahre fleißig mitgemacht haben. Höchste Zeit für ein Manifest. Geschrieben hat es eine amerikanische Philosophin, die sogar die Ostdeutschen ganz gut kennt. Weiterlesen

30 Jahre Triumph der entfesselten Gier

Warum wir dem Märchen vom gerechten und besseren Markt nicht glauben dürfen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Ende kneift der Professor. Und das verblüfft schon, nachdem er einen richtig langen Anlauf genommen hat und mit einer weiten Herleitung aus der Geschichte dem wahrscheinlich noch nicht wissenden Leser erklärt hat, wie Märkte einst entstanden und wer ein Interesse daran hatte, Märkte zu schaffen. Denn "der Markt" ist alles andere, aber nicht das, was die lobpreisenden Anbeter "des Marktes" behaupten. Weiterlesen

DIW-Studie zeigt:

Arbeitsmarktreformen haben milliardenschwere Einbußen bei der Wirtschaftsleistung bewirkt

Foto: Ralf Julke

Manchmal braucht man wirklich eine Menge Geduld, um engstirnigen Politikern beizubringen, dass Ungleichheit nicht nur Menschen von gesellschaftlicher Teilhabe ausschließt, sondern auch die Wirtschaftsleistung mindert. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat dazu am 8. März einen neuen Bericht veröffentlicht: „Wie steigende Einkommensungleichheit das Wirtschaftswachstum in Deutschland beeinflusst“. Weiterlesen

DIW-Studie: Ökonomischer Schaden durch Ungleichheit

Neuhaus-Wartenberg (Linke): Applaus für wichtige Erkenntnis – 27 Jahre zu spät

Foto: DiG/trialon

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) stellt fest, dass die steigende Einkommensungleichheit seit der Wiedervereinigung die Bundesrepublik zwei Prozentpunkte Wachstum oder knapp 40 Milliarden Euro gekostet hat. Dazu erklärt Luise Neuhaus-Wartenberg, mittelstandspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: „Wenn Wachstum in der neoliberalen Logik schon die wichtigste Vergleichsgröße sein muss, dann wäre es angemessen, Fehler einzusehen und zu verbessern.“ Weiterlesen