Ostvorstadt: Ein Spaziergang durch 200 Jahre Leipziger Vorstadtgeschichte

Für alle LeserVor acht Jahren hat Sabine Knopf den historischen Reiseführer „Buchstadt Leipzig“ vorgelegt. Der führt die Interessierten natürlich zuallererst durch das alte Grafische Viertel, wo bis zum Bombenhagel des 2. Weltkrieges die Leipziger Buch- und Verlagsbranche zu Hause war. Sie war also prädestiniert, auch einen Spazier-Führer durch die Leipziger Ostvorstadt zu schreiben. Aber: Ist das nicht dasselbe?

Nicht ganz. Denn natürlich erfasst der Begriff Ostvorstadt viel mehr als den natürlich auf das alte Buchgewerbe fokussierten Begriff Grafisches Viertel, der in gewisser Weise auch zum historischen Relikt geworden ist, denn von den vielen hundert Verlagen, grafischen Anstalten, Buchhandlungen und Druckereien, die bis 1945 hier geballt beieinander saßen, ist praktisch nichts geblieben. Außer da und dort die liebevoll restaurierten Gebäude der einstigen Weltverlage – man denke an Reclam, Seemann, Velhagen & Klasing, Haag oder den legendären Kurt Wolff Verlag.

Eine trostlose Hülle ist der Rest des Bibliografischen Instituts, völlig neu gebaut das Brockhaus-Zentrum am Ort des einstigen Brockhaus-Komplexes. Logisch ist es trotzdem, dass die alten und berühmten Namen auch bei diesem Zickzack-Spaziergang durch die Ostvorstadt wichtige Anlaufpunkte sind. Die Tour beginnt am Victors Residenz Hotel an der Wintergartenstraße. Nicht ganz grundlos, denn so ist man auch schnell am einstigen Areal des Krystallpalastes, womit auch schon einer der Orte sichtbar wird, aus denen die Ostvorstadt erwuchs. Denn die Leipziger Vorstädte haben ja alle eine mittlerweile rund 200 Jahre alte Geschichte.

Und dass die Verlage und Druckereien sich hier ansiedelten, hat ja mit der ersten Leipziger Industrialisierung zu tun. Der Verleger Benedictus Gotthelf Teubner war der Erste, der seinen Verlag samt Druckerei vor die Tore der alten Stadt verlegte und damit den Keim legte für das Grafische Viertel, auch wenn es damals noch niemand so nannte. Denn gleichzeitig war die Ostvorstadt ja die erste richtige Stadterweiterung. Hier entstanden sehr grüne Straßenzüge, in denen Villen und klassizistische Gebäude dominierten. Die Querstraße galt damals als die wohl angenehmste Straße der Stadt.

Diese frühe Quartiersentwicklung wird mehrfach thematisiert – zum Beispiel rund um den Marienplatz, Zentrum der damaligen Marienstadt, die wiederum noch viel ältere Lokalitäten in sich aufnahm wie die Milchinsel und den berühmten Großen Kuchengarten, in dem auch Goethe die Freuden Leipziger Ausflüge ins Grüne erlebte. Da hat man auch schon das Richard-Lipinski-Haus kennengelernt, den Sitz der Leipziger SPD, wo einst auch die LVZ zu Hause war.

Und man hat die ersten bekannten Verleger kennengelernt, Hanns Eislers Geburtshaus passiert und mit dem Hofmeisterhaus nicht nur den alten Sitz des Friedrich Hofmeister Musikverlages, sondern auch den Gründungsort des Deutschen Fußballbundes, für den hier, am Ort des einstigen Ausflugslokals „Mariengarten“, sogar eine Gedenkstätte geplant ist. Wie wird die wohl heißen? „120 Jahre Machtspiele und ein paar Skandale“?

Schon diese Aufzählung zeigt, wie sehr die Ostvorstadt tatsächlich mehr ist als das Grafische Viertel. Und natürlich ein echtes Angebot, mit dem Büchlein in der Hand zu entdecken, was in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Leipziger Ortsteile geworden ist. Denn was an Bausubstanz überlebt hat, erinnert auch an die Pracht der Zeit, als hier die Schlote rauchten. Die heute natürlich nicht mehr rauchen. Dafür werden alte Fabrik- und Verlagsgebäude zu anspruchsvollen Wohnungen umgebaut. Und abseits der Hauptstraßen ist es grün und ruhig.

Was einem erst richtig bewusst wird, wenn man – vom Lene-Voigt-Park kommend – am Haus des Buches vorbeispaziert ist, die lärmende Prager Straße im Ohr, die einen bis zum Johannisplatz begleitet, wo man auch die Geschichte des Johannisfriedhofs, der Johanniskirche und des Grassi-Museums erfährt. Und auch auf dem jüngst erst neu gestalteten Rabensteinplatz wird es nicht wirklich ruhiger.

Hier ist es der Lärm der Dresdner Straße, der einen daran hindert, sich wirklich das Rabenkrächzen aus der Zeit vorzustellen, als Leipzig auf diesem Platz die etwas nobleren Verbrecher hinrichtete. Die nicht so noblen wurden ja am Richtstein am Gerichtsweg (den man vorher schon passiert hat) am Halse aufgehängt.

So betrachtet ist es auch eine erstaunlich abwechslungsreiche Tour durch einen Stadtteil, den man so in seiner Geschlossenheit kaum wahrnimmt – auch weil große kanalisierte Straßen dafür sorgen, dass er für den Fußgänger wie zerschnitten wirkt. Es gibt kaum einen Leipziger Stadtteil, in dem Ampeln so sehr wie Rettungsboote wirken, die einen über sonst unpassierbare reißende Ströme bringen. Und mit Brandenburger Straße, Ludwig-Erhard-Staße, Georgiring und Prager Straße begrenzen sowieso vier stark befahrene Straßen das Gebiet, machen es zu einer Insel zwischen drängenden Verkehrsströmen.

Eine Insel, die sogar ein paar ruhige Punkte kennt wie das Schumann-Haus in der Inselstraße oder den Rest des Alten Johannisfriedhofs, wo etliche der Berühmten, denen man auf dem Spaziergang begegnete, begraben liegen oder wenigstens die Grabmäler noch an sie erinnern, an die Teubners, Brockhauses, Reclams und einen gewissen Herrn Harkort, der mit seinem Engagement für das Bildermuseum und die Eisenbahn in die Leipziger Stadtgeschichte eingegangen ist. Nicht zu vergessen die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Louise Otto Peters, die auch eine Zeit lang in der Schützenstraße in der Ostvorstadt wohnte.

Man muss nur langsam genug gehen und darf sich vom Straßenlärm nicht ablenken lassen, dann wird die Ostvorstadt zu einem Ort, in dem ein ganzes Stück Leipziger Geschichte wispert. Und überall lohnt es sich, auf die Details auch an den Häusern zu achten, die daran erinnern, wer hier einmal wirkte und meistens auch irgendwas mit Büchern machte.

Sabine Knopf Leipziger Spaziergänge. Ostvorstadt, Lehmstedt Verlag, Leipzig 2019, 6 Euro.

Hinweis der Redaktion in eigener Sache (Stand 1. Oktober 2019): Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider (!) nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen und ein Freikäufer-Abonnement abschließen.

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 450 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

RezensionenStadtführerGrafisches ViertelOstvorstadt
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Das erste Picknick des Schlobachshof e. V. und das Nachdenken über die Zukunft des historischen Geländes
Informationstafeln zur Geschichte von Schlobachshof. Foto: Schlobachshof e.V.

Foto: Schlobachshof e.V.

Für alle Leser„Am Montag in der Michaeliswoche 1920“ (28.09.1920) wurde Schlobachshof laut Tafel am Wohnhaus als Gutshof in Andenken an Franz Schlobach von seinen Söhnen errichtet. Mehr als 100 Besucher kamen 100 Jahre später zum Picknick anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung von Schlobachshof, das nicht extra in der Presse angekündigt worden war – sonst hätte es wohl einen Ansturm gegeben, mit dem das Hygienekonzept nicht mehr hätte umgesetzt werden können.
Am 25. September auch in Leipzig: Fridays for Future fordert beim Klimastreik eine sozial-ökologische Verkehrswende
Fridays for Future Leipzig in Lebensgefahr? Eher nicht ... Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDer Sommer ist vorbei und damit auch die Ferienzeit, in der einige Schlagzeilen-Cowboys schon meinten, „Fridays for Future“ für erledigt erklären zu können. Aber die Energie der Jugend ist ganz und gar nicht versiegt. Und sie hat sich von der Faulheit der Regierenden, den Kurs endlich zu ändern, auch nicht entmutigen lassen. Am Freitag, 25. September, findet der 5. globale Klimastreik von Fridays for Future statt. Auch in Leipzig.
Grubenrandnotizen: Jurij Kochs Tagebuchnotizen zum Sterben des Dorfes Horno in der Lausitz
Jurij Koch: Grubenrandnotizen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIch glaube nicht daran, dass Menschen tatsächlich so vergesslich sind. Aber wenn es um Macht, Einfluss, Geld und Imponieren geht, dann schmeißen sie alle Moral und alle Bedenken über Bord. Und da ist es egal, in was für einer Gesellschaft sie an die Schalthebel kommen: Sie walzen alles nieder, was ihnen in den Weg kommt. Dörfer und Landschaften. Mühlrose in der Lausitz ist nicht das erste Dorf, das sie mit Finten und Verträgen „devastieren“ wollen. Keiner weiß das besser als der sorbische Schriftsteller Jurij Koch.
Company nimmt nach Premieren-Absage Vorstellungen wieder auf
Semperoper. Foto: Marcus Fischer

Foto: Marcus Fischer

Das Semperoper Ballett gibt bekannt, dass mit der Vorstellung am Freitag, den 25. September 2020, die Serie der Galavorstellungen „Semper Essenz: We will dance!“ stattfindet. „Nachdem die ersten beiden Vorstellungen unserer Ballett-Gala leider abgesagt werden mussten, sind wir endlich zurück auf der Bühne unseres wunderbaren Opernhauses und freuen uns darauf, die Premiere von „Semper Essenz: We will dance!“ unter Mitwirkung der weltberühmten Sächsischen Staatskapelle Dresden zu präsentieren.“
A-cappella-Lebenszeichen: Großes Livekonzert mit 6 Leipziger Vokalensembles am Donnerstag
Quelle: Dreieck Marketing

Quelle: Dreieck Marketing

Das Leipziger Vokalensemble amarcord und sein Internationales Festival „a cappella“ laden am 24. September zu einem großen Livekonzert. Unter dem Titel „Lebenszeichen“ singen sechs Vokalensembles der Stadt gemeinsam einen Abend lang vor Publikum in der Leipziger Peterskirche.
Premiere am 29. September: „Kabale und Liebe“ – Jugendtheaterprojekt ab 13 Jahren
Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Das neue Jugendtheaterprojekt des Theatrium hat sich Schillers Drama „Kabale und Liebe“ gegriffen und den Stoff ins Heute übersetzt. Die Liebe zweier junger Frauen wird hier zum Fokus.
Dienstag, der 22. September 2020: Substanzverlust für die Kultur, Substanzgewinn für die Schulen
Auf der einen Seite gibt's Geld für Leipzigs Schulen, auf der anderen Seite eine ungewisse Zukunft für die Kneipenkultur in Reudnitz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenEs war ein Dienstag mit sehr gegensätzlichen Nachrichten in Leipzig. Während einerseits die Kultur- und Gastroszene mit der „Substanz“ im Täubchenweg bereits nächste Woche eine feste Einrichtung verlieren wird, dürfen sich die Schulen über viele Millionen Euro vom Freistaat freuen. Außerdem: Linke und SPD wollen die Pistolendrohung eines Polizisten in Dresden im Landtag thematisieren. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 22. September 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Talsperre Pirk: Azubis sichern Burgruine Stein: Projektwochen zur nachhaltigen Werterhaltung von Anlagen
Montage. L-IZ.de

Montage. L-IZ.de

An der Talsperre Pirk (Vogtlandkreis) finden derzeit Arbeiten an der Burgruine Stein statt. Diese werden durch die Auszubildenden Wasserbauer der Landestalsperrenverwaltung Sachsen ausgeführt. Dabei lernen sie, Schäden an Bruchsteinmauern zu beheben. Die Arbeiten laufen noch bis zum 2. Oktober 2020. Für Besucher ist die Ruine in dieser Zeit gesperrt.
Landesdirektion Sachsen erleichtert über Aufhebung der Quarantäne für Dölzig
Erstaufnahmeeinrichtung in Dölzig im Sommer 2015. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

In der Landesdirektion Sachsen ist das Ergebnis der Corona-Testreihe für die Aufnahmeeinrichtung in Dölzig und die damit verbundene Aufhebung der Quarantäne mit großer Erleichterung zur Kenntnis genommen worden.
Beltretter-Aktion zum Prozessauftakt in Leipzig: Dieser monströse Tunnel darf auf keinen Fall gebaut werden!
Beltretter-Aktion vor der Kongresshalle am 22. September. Foto: Beltretter

Foto: Beltretter

Für alle LeserSchon am 9. September machte der Beltretter e. V., mit einer großen Lichtprojektion am Bundesverwaltungsgericht auf den jetzt endlich beginnenden Prozess um den Ostseetunnel unterm Fehmarnbelt aufmerksam. Am Dienstag, 22. September, begann der Prozess tatsächlich. Und die Hoffnung ist groß, dass dieses derzeit größte Umweltrechtsverfahren auch endlich einmal im Sinne eines unersetzlichen Lebensraumes ausfällt.
Leipziger Wohnungsgenossenschaften befürchten Überversorgung auf dem Leipziger Wohnungsmarkt
Wolf-Rüdiger Kliebes (Vorsitzender des Vorstandes der VLW Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft eG), Mirjam Luserke (Vorstand VSWG Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V.) und Jörg Keim (Vorstandsvorsitzender der Wohnungsbau-Genossenschaft Kontakt eG). Foto: IMMOCOM

Foto: IMMOCOM

Für alle LeserAuch bei der letzten Auswertung 2019 hatten die Leipziger Wohnungsgenossenschaften schon gemahnt: Man darf die Lage am Leipziger Wohnungsmarkt nicht überspitzen und dramatisieren. In ihren Wohnungsbeständen gäbe es jedenfalls noch genug freie Wohnungen. 2020 haben sich die Rahmenbedingungen noch weiter verändert. Die Bevölkerungszahl stagniert seit einem halben Jahr – auch durch Corona bedingt. „Leipzig verfügt über einen bezahlbaren Wohnungsmarkt ohne Anspannung“, meldeten die Wohnungsgenossenschaften am Montag.
Das Amt für Umweltschutz plant tatsächlich neue Schilder im Naturschutzgebiet Elster-Pleiße-Auwald
Die Paußnitz im südlichen Auwald. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn diesem Jahr haben viele Leipziger/-innen nicht nur coronabedingt ihren Urlaub daheim verbracht, sie nutzten die sommerlichen Tage auch zum Aufenthalt im Auenwald. Und sie sahen einen Wald, dem es sichtlich schlecht geht. Nicht nur durch die anhaltende Trockenheit, auch durch die Rücksichtslosigkeit vieler Zeitgenossen, die den Wald zertrampeln und zerfahren. Was Stadtrat Marcus Weiss (Die PARTEI) ja dazu bewegte, einen entsprechenden Antrag zu stellen.
Erster Schritt zu einer neuen Straßenbahntrasse: Studie soll mögliche Straßenbahntangente Südsehne untersuchen
Heute bedienen noch die Buslinien 70 und 74 die mögliche künftige Straßenbahntrasse. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm 16. September wurde zwar die Beschlussfassung im Stadtrat aus Zeitgründen vertagt. Aber das Planungsdezernat macht jetzt tatsächlich ernst mit seinen Vorschlägen zu den Erweiterungen im Netz der Leipziger Straßenbahn. Eine der priorisierten Netzerweiterungen ist ja die sogenannte Südsehne. Und zu der ist jetzt eine Machbarkeitsstudie beauftragt.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #45
Überlandleitung. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserWenn die Historiker eines Tages ein Resümee dieser Präsidentschaft ziehen und mit ihren Worten die großen Linien aufs Papier malen, wird es in puncto Umwelt- und Klimaschutz so aussehen, als habe die Trump-Regierung eine Rückwärtsrolle nach der anderen gemacht. Und doch finden sich unter dem ganzen Rückwärtsgekuller hier und da vorsichtige Kriechbewegungen in die andere Richtung.
Ein kontemplatives Erlebnis frei nach „Maria Stuart“: MARIANNE hat Premiere im WERK 2
MARIANNE. Foto: Cammerspiele, Mim Schneider

Foto: Cammerspiele, Mim Schneider

Für alle LeserZu einer recht ausgefallenen Inszenierung laden die Cammerspiele Leipzig am heutigen 22. September ein. Das Jahr 2020 steht ganz im Zeichen der Industriekultur in Leipzig. In diesem Rahmen rückt der Leipziger Künstler Sven Glatzmaier die Halle A der WERK 2 – Kulturfabrik in ein ganz neues Licht. In Anlehnung an Motive des Gefangenseins und der Freiheit aus Schillers Drama „Maria Stuart“ entsteht mit der interdisziplinären Messe MARIANNE ein kontemplatives Erlebnis.