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Montag, der 22. Februar 2021: Polizei-Einsatz auf der Eisenbahnstraße mit Waffenfund und eine Durchsuchung bei Halles OB Wiegand+ Video

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    Am Abend rückte um 17:11 Uhr die Polizei in die Leipziger Eisenbahnstraße aus. Dort soll ein Streit eskaliert sein. Teile der „Eisi“ mussten auf Höhe Liebmannstraße abgesperrt werden, vor Ort fand die Polizei eine Waffe. In Sachsen steigen außerdem die Infektionszahlen wieder leicht an. Ging die Inzidenz in den vergangenen Wochen stetig ein wenig zurück, gab das Robert-Koch-Institut am heutigen Montag einen Wert von 75 für den Freistaat an. Außerdem: Die Staatsanwaltschaft Halle (Saale) und Einsatzkräfte der Polizei durchsuchten die Diensträume von Halles Oberbürgermeister und die EU verhängt weitere Sanktionen gegen Russland. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, den 22. Februar 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

    Polizei-Einsatz auf der Eisenbahnstraße

    In den frühen Abendstunden, um 17:11 Uhr, erhielt die Leipziger Polizei Kenntnisse von einer Gruppenauseinandersetzung an der Eisenbahnstraße, Höhe Hermann-Liebmann-Straße. Kein Routineeinsatz, da es von Beginn an hieß, es habe im Umfeld der dortigen Straßenbahnhaltestelle Schüsse gegeben.Zwar sei noch unklar, ob es auch so war, doch die Vermutung stehe im Raum, bestätigte Polizeisprecherin Benndorf auf LZ-Nachfrage. Beim Eintreffen der Beamten hatte sich die Auseinandersetzung der beiden Gruppierungen zwar schnell zerstreut, doch vier Personen wurden durch die Polizei kurzzeitig in Gewahrsam genommen, um ihre Identitäten festzustellen.

    Verletzte gab es nach dem ersten Kenntnisstand der Polizei heute um 20 Uhr zwar keine, aber bei näherer Betrachtung eines Haltestellen-Mülleimers an der „Eisi“ wurden die Beamten, die teils mit Maschinenpistolen bewaffnet waren, fündig.

    Beamte finden gegen 20 Uhr einen Revolver im Mülleimer. Foto: Tom Richter
    Beamte finden gegen 20 Uhr einen Revolver im Mülleimer. Foto: Tom Richter

    Während Kolleginnen noch die Straße nach Geschossrückständen absuchten, zog die Kriminaltechnik einen mutmaßlichen Revolver (siehe Bild) aus dem Müll. Ob diese Waffe abgefeuert wurde und ob sich unter den Geflüchteten womöglich doch ein verletzter Beteiligter befindet, ist aktuell unklar. Noch immer hat die Polizei den Bereich zur Stunde abgesperrt und ist vor Ort (20:30 Uhr).

    Zu weiteren Fragen wird sich die Polizeidirektion morgen im Laufe des Tages äußern.

    Der Polizeieinsatz vom 22. Februar 2021 an der Eisenbahnstraße

    Video: Tom Richter, LZ

    Covid-Zahlen in Sachsen steigen wieder an

    Der Corona-Inzidenzwert im Freistaat Sachsen stieg wieder leicht an. Wie das Robert-Koch-Institut am heutigen Montag mitteilte, liegt die Anzahl der Neuinfektion derzeit bei 75 (Stand: 15.30 Uhr). Am vergangenen Montag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 68,1 gelegen. Die höchsten Werte weisen derzeit der Vogtlandkreis mit 175,7, der Landkreis Leipzig (121,3) sowie der Kreis Nordsachsen (116,8) aus. Am niedrigsten ist der Wert in den kreisfreien Städten Chemnitz (40,2), Leipzig (44) und Dresden (59,8)

    Wie die Leipziger Stadtverwaltung am heutigen Montagmorgen mitteilte, stieg die Anzahl der Todesfälle in der Messestadt übers Wochenende auf 406. In Leipzigs Krankenhäusern werden derzeit 132 Personen wegen Corona behandelt, das sind 16 weniger als am vergangenen Freitag. Die Gesamtzahl der Neuinfektionen liegt inzwischen bei 14.960.

    „Paußnitzflutung“ hat begonnen

    Ab heute und in den kommenden zwei Wochen wird eine knapp fünf Hektar große Fläche im Naturschutzgebiet „Neiße- und Pleißeauwald“ geflutet. Das Projekt soll zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität beitragen.

    Seit 1993 werden im südlichen Auwald gezielt Flutungen vorgenommen. In den letzten Jahren ist so die vermehrte Ansiedlung auwaldtypischer Gehölze, aber auch die „Spezialisierung“ der Tierwelt, also die Ansiedlung vor allem feuchtigkeitsliebender Kreaturen, zu beobachten.

    Staatsanwaltschaft Halle durchsucht Diensträume von OB Wiegand

    Nachdem vor einigen Tagen bekannt geworden war, dass der Oberbürgermeister von Halle (Saale), Dr. Bernd Wiegand (parteilos), bereits eine Corona-Schutzimpfung erhalten hatte, obwohl er in der Reihenfolge noch nicht für eine Impfung vorgesehen gewesen wäre, durchsuchten Staatsanwaltschaft und Polizei am heutigen Montag das Büro Wiegands, Diensträume des städtischen Gesundheitsamts sowie des Impfzentrums. Auch weitere noch nicht berechtigte Personen sollen durch sein Zutun geimpft worden sein.

    Gegen Wiegand wird wegen Verdachts der veruntreuenden Unterschlagung ermittelt. Die Staatsanwaltschaft wies nochmals darauf hin, dass der Corona-Schutzimpfstoff den rechtlichen Vorgaben der Corona-Virus-Impfverordnung unterliege und auch sogenannte Impfreste zunächst nur denjenigen Bevölkerungsteilen zugutekommen dürften, die in der Gefahr stehen, einen besonders schweren oder gar tödlichen Krankheitsverlauf einer Corona-Virus-Infektion zu erleiden.

    Worüber die LZ heute berichtet hat: Im März wird über die Neubesetzung des Jugendhilfeausschusses entschieden. Ein Sitz soll dabei auch an die AfD gehen. Außerdem lehnt das Jugenddezernat einen Antrag der CDU ab, der die Neuordnung der Arbeitsprozesse im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) forderte.

    Was heute außerdem wichtig war: Wegen der Inhaftierung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny vor nunmehr drei Wochen verhängt die EU weitere Sanktionen gegen Russland. Deutschlands Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte sich bereits im Vorfeld der Beratungen dafür ausgesprochen. Schon nach der Vergiftung Nawalnys mit dem Nowitschok-Nervengift hatte die EU Sanktionen verhängt.

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