Einen betrunkenen Fahrschüler zog die Polizei bei einer Großkontrolle auf der Maximilianallee aus dem Verkehr. Doch auch noch einige andere Fahrzeuglenker wurden mit berauschenden Substanzen im Blut erwischt. Sie dürften in nächster Zeit zu Fuß, per Rad oder im ÖPNV unterwegs sein. Eigentlich ganz im Sinne der Leipziger Mobilitätsstrategie, deren Stand heute vorgestellt wurde. Und: Die HCL-Handballerinnen müssen weiter auf die ersten Bundesliga-Punkte warten. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 6. Oktober 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
HC Leipzig auch gegen Metzingen punktlos
Auch nach ihrem fünften Bundesligaspiel müssen die Handballerinnen des HC Leipzig weiter auf die ersten Punkte warten. Am Abend unterlagen die Aufsteigerinnen im Sportcenter Markranstädt dem TuS Metzingen mit 27:32 (11:15). Drei Gegentreffer steuerte dabei die ehemalige Leipzigerin Lotta Röpcke bei. Auf Leipziger Seite war Marlene Tucholke mit acht Toren die treffsicherste Schützin.
Nach den Niederlagen gegen Borussia Dortmund (28:36), Buxtehuder SV (23:26), VfL Oldenburg (24:28), Frisch Auf Göppingen (27:35) und heute gegen Metzingen, bleibt für den HCL nach wie vor der letzte Tabellenplatz reserviert. Die nächste Chance auf die ersehnten Punkte bietet sich am kommenden Mittwoch. Dann muss das Team von Trainer Erik Töpfer bei der HSG Blomberg-Lippe antreten.
Leipzigs Mobilitätsstrategie zündet, doch weitere Maßnahmen nötig
Die Leipzigerinnen und Leipziger sind nachhaltiger unterwegs als noch 2018. Das geht aus der Evaluation der Mobilitätsstrategie 2030 hervor, die die Stadtspitze dem Stadtrat vorlegen will. Der Anteil des privaten Autoverkehrs an den täglichen Wegen sank von 39 Prozent im Jahr 2018 auf 31 Prozent im Jahr 2023. Gleichzeitig stieg der Anteil des Umweltverbunds aus öffentlichem Nahverkehr, Rad- und Fußverkehr von 61 auf 69 Prozent. Der Trend zur stärkeren Nutzung des Umweltverbunds setzt sich nach Angaben der Stadt fort.
Auch der öffentliche Nahverkehr und die Infrastruktur wurden ausgebaut. 2025 verzeichnete der ÖPNV mit 171,2 Millionen Fahrgästen einen Rekord. Das Radverkehrsnetz wuchs seit 2018 um 47 Kilometer. Zudem verbesserte sich die Verkehrssicherheit für den Fuß- und Radverkehr. Die Luftbelastung durch Lastwagen und Autos ging deutlich zurück. Grenzwerte werden eingehalten, der angestrebte Zielwert dürfte demnach bereits vor 2030 erreicht werden.
Handlungsbedarf sieht die Evaluation insbesondere beim Tempo des ÖPNV und bei den Treibhausgasemissionen. Die durchschnittliche Geschwindigkeit der Straßenbahnen sank zwischen 2018 und 2025 um 1,1 Kilometer pro Stunde, bei Bussen um 0,6 Kilometer pro Stunde. Als Gründe werden unter anderem sanierungsbedürftige Infrastruktur und das Bevölkerungswachstum genannt. Die Treibhausgasemissionen gehen bislang zu langsam zurück, sodass die städtischen Klimaziele für 2040 gefährdet sind.
Empfohlen wird deshalb, den Zeithorizont der Mobilitätsstrategie zu verlängern und kleinere, schnell umsetzbare Projekte zu priorisieren. Schwerpunkte sollen Fuß- und Radverkehr, Aufenthaltsqualität, eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung, ein schnellerer ÖPNV sowie automatisiertes Fahren sein. Die Leipziger Verkehrsbetriebe wollen autonomes Fahren bis 2030 in den Regelbetrieb integrieren.
Polizei mit Großkontrolle auf B2
Bei einer groß angelegten Verkehrskontrolle auf der B2 in Leipzig-Eutritzsch sind am Dienstag zwischen 11 und 18 Uhr rund 750 Fahrzeuge und knapp 850 Personen überprüft worden. Bei 39 Personen bestand der Verdacht, dass sie unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln oder Medikamenten am Straßenverkehr teilnahmen. Darüber informierte heute die Polizeidirektion Leipzig.
Besonders auffällig war ein 40-jähriger Fahrschüler, der kurz nach 12 Uhr in einem Fahrschulauto kontrolliert wurde. Wegen erster Auffälligkeiten unterzogen ihn die Beamten einer Fahrtüchtigkeitsprüfung. Dabei zeigten sich erhebliche Ausfallerscheinungen. Der Mann erklärte, mehrere Medikamente mit zentraler Wirkung auf das Nervensystem einzunehmen. Der Fahrlehrer übernahm anschließend das Fahrzeug. Gegen den Fahrschüler wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet. Der Erwerb einer Fahrerlaubnis ist vorerst ausgeschlossen.
Gegen 17:10 Uhr kontrollierten die Beamten zudem eine 38-jährige Autofahrerin. Ihr vorgezeigter Führerschein war zur Sicherstellung ausgeschrieben. Die Frau war bereits bei der Großkontrolle im Vorjahr unter dem Einfluss von Kokain festgestellt worden und hatte ihren Führerschein trotz entsprechender Aufforderung bislang nicht abgegeben. Gegen sie wurde Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis erstattet, der Führerschein wurde sichergestellt.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Der Stadtrat tagte: Könnten leer stehende Büros bei der Linderung der Leipziger Wohnungsnot helfen?
25 Jahre Buchkinder Leipzig: BuchkinderVerlag erneut mit Deutschem Verlagspreis ausgezeichnet
Die Zukunft der Intelligenz: Ein mitreißender Essay über die ignorierte Rolle menschlicher Dummheit
Jahrestag der Völkerschlacht und Denkmalsweihe: Gedenkkonzert und Führung am 18. Oktober
Was sonst noch wichtig war:
Israel gedenkt heute den Opfern des Hamas-Überfalls vom 7. Oktober 2023. Bei dem Angriff islamischer Terroristen waren rund 1.200 Menschen getötet sowie Hunderte verschleppt worden. Um 6:29 Uhr, als vor drei Jahren der Überfall begonnen hatte, entzündete Präsident Izchak Herzog eine Kerze der Erinnerung. Die Zentrale Gedenkfeier fand in Tel Aviv statt.
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die viel zu dick sind, hat sich in den letzten 36 Jahren vervierfacht. Das ergab eine Analyse der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie sieht mehr Sport sowie staatliche Strategien für eine gesunde Ernährung als erforderlich.
Der französischen Forscher Henri Kagan und der japanischen Chemiker Kenso Soai erhalten den Chemie-Nobelpreis 2026. Sie entdeckten nichtlineare Effekte und die Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese. Das war ein entscheidender Schritt dafür gewesen, Grundlagen für die Herstellung von Arzneimitteln entwickeln zu können.
Nachdem eine junge Labormitarbeiterin im sibirischen Irkutsk an einer Lungenkrankheit verstorben war, wird der Verdacht auf einen möglichen Fall von Lungenpest laut. Während die WHO nun Aufklärung fordert, dementiert Russland einen Pesterreger als Ursache.
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