Über Mut, Werte, Veränderung und die Benutzung des eigenen Kopfes zum Denken

Wenn Tobias Hollitzer vom Bürgerkomitee Leipzig richtig gezählt hat, feiert Leipzig am 9. Oktober das zehnte Lichtfest. Das kann man eine Tradition nennen, mit der 1999, als Leipzig zum ersten Mal daran dachte, die „Friedliche Revolution“ mit einer Feier zu würdigen, nicht unbedingt zu rechnen war. Den nächsten Anlauf gab es ja dann 2007 auf dem Nikolaikirchhof. Erst mal probehalber: Interessiert das die Leipziger überhaupt noch?
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Es interessierte. Und auch die gewählte Form – mit Lichtern und Kerzen als Symbole der Friedlichen Revolution – kam an. Das versinnbildlicht zwar nicht alle Aspekte des 1989er Herbstes. Aber es hat einen zentralen Aspekt hervorgehoben, der vielen Leipzigern bis heute wichtig ist: die starke Friedenssymbolik, die seinerzeit direkt vom Nikolaikirchhof ausging und bis heute vorbildhaft wirkt. Manch ein Großinterpret glaubte ja schon, dass die friedlichen Revolutionen von 1989, die es ja auch in der CSSR, Polen und Ungarn gab, das Modell der modernen Revolution werden könnten. Seit dem Scheitern des Arabischen Frühlings sind sie allesamt erstaunlich still geworden. Der – weitgehend friedliche – Zusammenbruch der kommunistischen Regierungen im Osten war keine Blaupause für die Zukunft.

Im Gegenteil. Er scheint die Autokraten der Gegenwart erst recht dazu zu animieren, jeden Protest mit möglichst brachialer Gewalt zu ersticken – und sei es um den Preis eines blutigen Bürgerkriegs wie in Syrien. Die Völker sind wohl lernfähig in Sachen friedlicher Lösungen, die Leute, die mit aller Macht zur Alleinherrschaft streben, überhaupt nicht.

Und so sind auch die Programme, die Jürgen Meier als künstlerischer Leiter des Leipziger Lichtfestes zusammenstellt, in den letzten drei Jahren deutlich nachdenklicher geworden, auch skeptischer. Das war schon 2015 sehr deutlich, als das Lichtfest zwar unter dem Motto der Französischen Revolution „Freiheit. Gleichheit. Brüderlichkeit“ gefeiert wurde, der große Traum aber durch Zitate aus Ernst Blochs „Das Prinzip Hoffnung“ und das deutsche Volkslied „Die Gedanken sind fei“ konterkariert wurde – nebst den üblichen frustrierenden Nachrichten und dem Auftritt eines DFB-Präsidenten, der schon bald seinen Hut würde nehmen müssen.

Im Jahr 2016 wird die große Bühne zum Lichtfest wieder auf der Opernhaus-Seite des Augustusplatzes stehen. Am Donnerstag, 1. September, stellten die Initiatoren des Lichtfestes wieder die Pläne für den 9. Oktober vor. Zu dieser Mannschaft gehören die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM), die Stadt Leipzig und die Initiativgruppe Herbst ‘89. Und das Motto, wie es dieses Jahr steht – „Mut. Werte. Veränderung“ – stammt schon aus dem November 2015. Kaum ist das eine Lichtfest gefeiert, trommelt Jürgen Meier die Arbeitsgruppe wieder zusammen und versucht schon, dem nächsten Lichtfest eine Richtung zu geben.

Und November 2015 – das war noch die Zeit, als tausende embrassierter Sachsen unter den Fahnen von Pegida und Legida aufspazierten und eine Stimmung verbreiteten, als wäre die Demokratie in Deutschland ein Auslaufmodell. Und konservative Politiker aus verschiedenen Parteien versuchten, sich bei dieser neuen „Volksbewegung“ anzubiedern, sichtlich bereit, über die „Werte“ dieser neuen Populisten zu reden und die eigenen einfach mal zu vergessen.

Man merkt schon, wie einen wie Jürgen Meier so etwas aufregt. Gerade weil der Leipziger Herbst ja etwas völlig anderes erkämpft hat, das man wohl erst richtig schätzen kann, wenn man es nicht mehr hat. Und man bekommt die freie Welt nun einmal nicht, wenn man sich wieder einmal irgendwelchen populistischen Vorturnern andient, die ihr Weltbild aus der nationalistischen Mottenkiste holen.

Erstaunlich – aber nicht wirklich überraschend – ist dann, dass auch die Mannschaft um Jürgen Meier auf den Begriff Werte kam. Wer keine Werte hat, der ist natürlich bereit, alle Errungenschaften zu verramschen. Denn Demokratie ist ein schweres Geschenk, eines, das eigentlich dazu herausfordert, selbst Position zu beziehen und – wie Burkhard Jung es ausdrückt – sich zu fragen: „Für welche Werte stehen wir überhaupt?“ Und dass eine lebendige Demokratie nur um den Preis von permanenter Veränderung zu haben ist. Wer stillsteht und mauert, gibt den Rückwärtsdenkern die Bühne frei.

Da hat sich Meier also etwas vorgenommen, was er in diesem Jahr wieder auf die Bühne bringen will. Aber er hat ja Partner, die für so etwas immer zu haben sind – wie das Leipziger Ballett unter Leitung von Mario Schröder, das in diesem Jahr wieder ein einstündiges Bühnenprogramm bestreiten will auf der großen Bühne – dazu gibt es wieder Musik und Videoeinspielungen. Ganz zentral ein ganz altes Video aus dem Jahr 1989 vom Nikolaikirchhof, auf dem laut die Rufe der damaligen Demonstranten zu hören sind: „Wir wollen raus!“ Und ganz leise als erster Widerspruch: „Wir bleiben hier.“

Es war ja bekanntlich der zweite Spruch, der die Leipziger Ereignisse ins Rollen und am Ende die Mauer zum Fallen gebracht hat. Und so ähnlich ist es auch heute wieder, sagt Meier. Es sind wieder Leute auf den Straßen, die in alte Zustände zurückflüchten möchten, denen der Zustand der Freiheit aufs höchste unbehaglich ist. Und da können sich die Zuschauer am 9. Oktober auf einige Worte zur Freiheit gefasst machen – auf solche von Kennedy bis Kant. Da kennt Meier nichts: Wenn man schon den wachen Verstand der Lichtfest-Besucher anspricht, dann muss es auch hochkarätige Kost sein. Und Immanuel Kant hat sich ja nicht nur mit dem Wesen der Aufklärung beschäftigt, sondern auch mit der Freiheit. Da ist schon erstaunlich, dass der Name Goethe in dem Zusammenhang nicht fiel, denn mit diesem „Faust“-Zitat bezieht er sich ja auf Kant: „Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muß.“

Erst wenn der Mensch sich zur eigenen Freiheit durchgerungen hat, wird er auch zum moralischen Wesen.

Und diese großen Sprüche wird am 9. Oktober kein Geringerer als der Schauspieler Sylvester Groth sprechen, der selbst überrascht war, dass er für die Rolle des Sprechers angefragt wurde. Aber weil die Anfrage aus Leipzig kam, wo er als Elf- bis 18-Jähriger lebte und die Stadt auch damals als weltoffenen Ort erlebte – sagte er zu. Auch wenn er heute noch nicht wisse, was bei dem Experiment herauskommen werde. Aber das sagt er eher gelassen, denn sein Text wird ja immer im Dialog stehen mit dem Auftritt des Balletts. Das Erträumte korrespondiert mit dem getanzten Menschlichen.

Und da kann eigentlich nichts schiefgehen, denn den musikalischen Kontext wird Mendelssohns „Lobgesang“ bilden.

Volker Brehmer, Geschäftsführer der LTM, rechnet jedenfalls damit, dass wieder Zehntausende auf den Augustusplatz strömen. Und zwar nicht nur die Älteren, für die der Herbst ‘89 noch eigenes Erleben war. 2015 hat er die Besucher wieder befragen lassen. Das Ergebnis: über 50 Prozent waren jünger als 40 Jahre, 41 Prozent jünger als 30, 15 Prozent jünger als 20. Und ein Drittel der Besucher kam extra von außerhalb nach Leipzig. Und es ist auch nicht so, dass es immer dasselbe Publikum ist: 43 Prozent gaben an, das erste Mal dabei zu sein.

Auftakt für den 9. Oktober ist natürlich wieder um 17 Uhr das Friedensgebet in der Nikolaikirche mit Pastor Yassir Eric vom Europäischen Institut für Migration, Integration und Islamthemen. Um 18:30 Uhr folgt am selben Ort die Rede zur Demokratie mit Martin Schulz, dem Präsidenten des Europaparlaments.

Die Feier auf dem Augustusplatz beginnt um 20 Uhr und es wird auch wieder Tausende Kerzen geben, die man in die aufgebaute „89“ setzen kann. Und wie Marit Schulz vom LTM betont, war das Lichtfest von Anfang an kein Fest, um sich nur der immer weiter zurückliegenden Ereignisse zu erinnern, sondern soll auch in die Zukunft weisen. Denn gerade die zunehmenden Radikalisierungen in Europa zeigen, dass Demokratie und Freiheit keine feststehenden Errungenschaften sind, sondern immer wieder erneuert werden müssen. Von einem „Prozesscharakter“ spricht Meier, der uns gerade durch die Ereignisse der Gegenwart erst wieder so richtig ins Bewusstsein gerückt worden sei. Das ist dann wirklich nichts für Stubenhocker und Basta-Spezialisten. Und es geht – wie Meier betont – nicht ohne Benutzung des eigenen Kopfes.

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