„Typisch Dresden“? Nein: eher typisch für ein beunruhigendes Debatten-Klima

Für alle LeserAm 25. April 2018 erschien in den „Dresdner Neueste Nachrichten“ (DNN) ein mehr als aufschlussreiches Interview mit dem Soziologen Dr. Joachim Fischer. In diesem Interview behauptet Fischer, dass „Dresden eine Kulturhauptstadt der bundesrepublikanischen Debatten (ist), und das schon seit mehr als zwei Jahrzehnten.“ Im Verlauf des Interviews steigert er seine Einschätzung in ungeahnte Höhen: Dresden sei „Kulturhauptstadt der Streitkultur“ und „Avantgarde der civil society“.
Anzeige

Er macht dies vor allem an Pegida fest, also an den seit Oktober 2014 schweigend auftretenden Spaziergängern, die jedes Gespräch verweigern, sich im Netz umso Hass erfüllter austoben und sich bei den Kundgebungen reflexhaft auf die bekannten Schlachtrufe beschränken: „Volksverräter“, „Abschieben“, „Lügenpresse“, „Widerstand“, „Merkel muss weg“, „Wir sind das Volk“. Die Grenze der Debattenkultur sieht Fischer da gegeben, „wo Menschen beleidigt oder bedroht werden“. Das kann er bei Pegida aber nicht erkennen.

Da fragt man sich, ob Soziologe Fischer sich jemals eine Rede von Lutz Bachmann angehört hat – von den mitgeführten und am Galgen hängenden Angela Merkel und Sigmar Gabriel ganz abgesehen.

Doch eigentlich wäre das Interview der Rede nicht wert – wenn in dieser Woche das ZEIT-Magazin nicht zweifach titeln würde: „Typisch Dresden“. Der Leiter des „ZEIT im Osten“ Büros Martin Machowecz versucht in seinem Artikel „Stadt der Schmerzen“ auf einem journalistisch durchaus hohen Niveau die These von Fischer zu stützen: Dresden praktiziere eine Debattenkultur, von der „ganz Deutschland noch etwas lernen könnte“.

Als Kronzeugen werden aufgeführt: die Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) und der Politologe Werner Patzelt, ein ausgewiesener Pegida-Versteher. Als ob die Jahre zwischen 1989-2018 nicht stattgefunden hätten, wird von beiden so getan, dass Dresden nun zu sich selbst gefunden habe: man redet miteinander. Klepsch weist auf den von ihr initiierten Disput zwischen Uwe Tellkamp und Durs Grünbein hin; und Patzelt erzählt mit stolzgeschwellter Brust, dass das 19-Punkte-Programm von Pegida inzwischen in die Regierungspolitik eingegangen sei.

Er habe doch immer vorausgesagt, dass es so kommen werde. Dass besagter Werner Patzelt in den vergangenen vier Jahren in allen seinen Auftritten aber eine klare Strategie verfolgte – nämlich insbesondere die CDU zu drängen, die Pegida-Forderungen zu übernehmen, um so Pegida/AfD überflüssig zu machen, das wird in dem Artikel mit keinem Wort problematisiert.

Und das ist das Problem: Nicht, dass sich in Dresden etwas zum Besseren verändert hat. Gott sei Dank! Sondern wie Journalisten, Intellektuelle, Führungspersönlichkeiten einer Stadtgesellschaft den gesellschaftspolitischen Diskurs einschätzen und selbst führen – und das im Fall Machowecz nach „rund 30 Interviews“. Machowecz erwähnt im Artikel die umstrittene Kunstinstallation der drei alten Busse, aufgestellt „vor der heiligen Dresdner Frauenkirche“.

Aber dass selbige Frauenkirche es zugelassen hat, dass sie in den vergangenen vier Jahren zur Kulisse für unzählige Pegida-Kundgebungen wurde – dazu kein kritisches Wort. Kein Wort zu den Menschen, die Tag für Tag in der Integrationsarbeit stehen und sich dafür beschimpfen und anpöbeln lassen müssen – im besten Fall als „Gutmenschen“ verachtet. Kein Wort zu denen, die sich dem neuen  rechten Mainstream erwehren.

Auch die Einschätzung der Linken Klepsch, dass es „ein riesiger Fehler war von Politikern wie Sigmar Gabriel, Demonstranten als „Pack“ zu nennen“, zeugt davon, was sich eigentlich verändert hat: nicht die Debattenkultur als solche, sondern ihre inhaltliche Ausrichtung und die Ausblendung dessen, was sich in Sachsen seit 1990 herangebildet hat: ein sehr fruchtbarer Nährboden für rechtsradikales Gedankengut, auf dem all das gedeihen konnte, was schließlich in Pegida/AfD zur giftigen Blüte kam.

Da haben es demokratisch gesinnte Menschen, denen die Grundwerte der Verfassung sehr viel bedeuten und die sie nicht opportunistisch zur Disposition stellen, sehr schwer. Man muss sich nur ein wenig von Neumarkt und Theaterplatz wegbewegen, um das zu spüren. Das von all dem im ZEIT-Magazin nichts vorkommt, ist ein Alarmzeichen – ein Alarmzeichen dafür, wie weit die Entschärfung, auch die Verflachung der Debatte gediehen ist.

Vor allem aber: dass ethische, auch moralische Grundpositionen, die sich an der Verfassung orientieren, kaum noch eine Rolle spielen. Mehr noch: sie werden eher als störend angesehen. An die Stelle tritt das Trojanische Pferd, aufgestellt von einer Initiative „Kunst ist frei“ vor dem Kulturpalast in Dresden. Es soll das ins Bild setzen, was die Pegida-Hetzer als „Flüchtlings-Invasion“, von Merkel „illegal“ gesteuert, bezeichnen: Umvolkung aus dem Bauch des Pferdes. *

Wohlgemerkt: So kann man reden, schreiben, agieren

Wir leben in einem freien Land. Doch das mit der Aura einer neuen „Streitkultur“ zu beweihräuchern, ist vermessen. Wichtiger wäre etwas anderes: Eine scharfsinnige Analyse, wie denn derzeit der Disput verläuft. Da beobachte ich selbst, dass die Argumente ent-politisiert, ent-moralisiert, ent-leert werden und von beißender Kälte dem Nächsten gegenüber erstarren. Es geht um Nützlichkeit, um Ruhe, um neu einzuzäunende Räume, genannt Heimat. Es geht aber vor allem um Entfesselung der Werte, die uns binden.

Da wird die US-Waffenlobby NRA zu einer legitimen Freiheitsinstitution, die die von Massakern geschockten Schüler/innen, die gegen den freien Waffenhandel in den USA auf die Straße gehen, wie dumme Jungen aussehen lässt.** Da triumphieren die internationale Rüstungsindustrie und ihr mächtigster, gewissenloser Lobbyist Präsident Donald Trump über alle Friedensinitiativen: Kriegstote? Kollateralschäden! Nicht der Rede wert! Grundwerte werden zur Disposition gestellt und der neuen Debattenkultur geopfert: Götz Kubitschek und Durs Grünbein – lasst sie reden.

Der eine Rechtsextremist, der andere Gutmensch. Es wird sich schon richten. Nein – es richtet sich nichts von selbst. Uns kommen die Maßstäbe abhanden. Kein Wunder und schon gar kein Zufall, dass im besagten ZEIT-Magazin in der Rubrik „Das war meine Rettung“ der Leipziger Maler Neo Rauch nach seiner dreijährigen NVA-Zeit und den „prägenden Eigenschaften“ gefragt wird.

Er antwortet darauf in Ernst-Jünger-Manier: „… das (die NVA-Zeit) hat meinem Selbstbewusstsein ungemein auf die Beine geholfen, denn bis dahin war ich ein Männlein … Ich habe das Militär immer als eine Art Orden verstanden mit der Lizenz zum Töten und Getötetwerden … Ich hasse mich, wenn ich dem Zustand einer gewissen Erschlafftheit unterliege, dann versuche ich sofort Haltung anzunehmen …“.

Alle, die jetzt auf eine Politik der Stärke, auf nationale Alleingänge, auf den neuen deutschen Mann, auf deutsche Disziplin setzen, wird das freuen. Doch mit dem Geist, den wir an Pfingsten feiern, hat das wenig zu tun. Der ist nämlich im Schwachen mächtig. Da gilt das Wort „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“ (Die Bibel: Sacharja 4,6). Diesen Geist sollten wir uns durch niemanden ausreden lassen und in die Debatten einbringen.

* Im Übrigens stimmt das ganze Bild nicht. Das Trojanische Pferd, vor dem zuvor gewarnt wurde, wurde von den Einwohner/innen Trojas herbeigesehnt und mit ihrer Zustimmung in die Stadt gezogen. Es war keine „Invasion“. So fällt die Installation auf ihre Urheber zurück: Die gefährlichen Geister rechts-nationalistischen Denkens, die durch Pegida/AfD wieder wachgerüttelt werden, werden in beschaulicher Verpackung unter die Menschen gebracht, um sich dann der Menschen und Institutionen zu bemächtigen.

** Während ich diesen Satz schrieb, kam die Meldung, dass an einer High School in der Nähe von Houston/Texas wieder mindestens neun Schüler/innen und ein Lehrer einem Massaker zum Opfer gefallen sind. Der Täter, ebenfalls ein Schüler, hat die tödlichen Waffen von seinem Vater.

Kulturkampf von Rechts – Eine Streitschrift

Interview: „Wer als Bürger seine Verantwortung nicht sieht, der schläft zurzeit ziemlich tief“ – Frank Richter und die Politik

Kommentar: Dresden hört ein „Nu“: Feiert mal schön alleine

* Kommentar *DresdenPegidaDebattenkultur
Print Friendly, PDF & Email
 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Tournee-Verschiebung: Sinatra & Friends – A Tribute To The World’s Greatest Entertainers
Quelle: Semmel Concerts

Quelle: Semmel Concerts

Aufgrund der unterschiedlichsten Sicherheits-, Gesundheits- und Einreisebestimmungen innerhalb Europas ist es aktuell nicht möglich, eine logistisch sinnvolle Lösung für die ab März 2021 geplanten Tourneetermine von „Sinatra & Friends“ umzusetzen. Bedingt dadurch wird die Tour in den September und Oktober 2021 verschoben.
Tanzproduktion „Schule des Wetters: Schnee“ als Stream zu erleben
Theater der Jungen Welt. Foto L-IZ.de

Foto L-IZ.de

Am 04. November hätte das neue Tanzstück „SCHULE DES WETTERS: SCHNEE“ Premiere gefeiert. Aufgrund der aktuellen Situation kann die Produktion leider nicht im Theaterhaus gezeigt werden. Am kommenden Wochenende wird das winterliche Theatererlebnis von 28.11., 15 Uhr bis 29.11. 20 Uhr allerdings als Stream zu sehen sein, Karten dafür können auf der Seite dringeblieben.de gekauft werden. Alle Informationen sind natürlich auch auf der Website des TDJW zu finden.
„Die Situation ist absolut skurril.“ – Marko Hofmann wird Trainer bei den Kickers Markkleeberg und muss abwarten
Marko Hofmann kehrt als Coach der Kickers-Männer auf die Markkleeberger Trainerbank zurück. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelStell dir vor, du wirst als Landesliga-Trainer verpflichtet – darfst aber nicht trainieren. Genau so ergeht es momentan unserem LZ-Fußballexperten Marko Hofmann. Ausgerechnet zwei Tage vor dem November-Lockdown bekam der 36-Jährige das für ihn bisher höchstklassige Traineramt bei den Männern der Kickers Markkleeberg angeboten. Er nahm diese Offerte an, doch war unmittelbar zum Nichtstun verdammt.
Mittwoch, der 25. November 2020: Corona-Beratungen dauern länger als erwartet
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Archivfoto: Matthias Rietschel

Archivfoto: Matthias Rietschel

Für alle LeserBis zum frühen Abend konnten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsident/-innen offenbar nicht auf sämtliche Details der weiteren Corona-Maßnahmen einigen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) warnt vor überlasteten Krankenhäusern im Freistaat. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 25. November 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
UFZ-Forschung: Der Klimawandel stellt die Trinkwasserversorgung auch in Mitteldeutschland vor neue Herausforderungen
Die Rappbodetalsperre im Harz ist die größte Trinkwassertalsperre Deutschlands. Foto: André Künzelmann / UFZ

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserSchlechte Politik lebt davon, dass Menschen vergesslich sind. Dass sie sich gern einreden lassen, die Dinge würden sich schon von allein bessern, es brauche keine Sanktionen und Gesetze, um die Klimaerhitzung und das Artensterben zu stoppen. Obwohl jetzt schon überall sichtbar wird, wie die Folgen auch unsere Lebensgrundlagen angreifen. Und wenn unsere Talsperren sich aufheizen, ist das ganz und gar nicht gut für die Trinkwasserversorgung, warnt das Umweltforschungszentrum.
Wo bleibt mein Radweg? Ökolöwe startet Petition für Pop-up-Radwege in Leipzig
Pop-up-Radweg in Berlin. Foto: Ökolöwe

Foto: Ökolöwe

Für alle LeserIm Frühjahr, als der erste Shutdown tatsächlich weitgehend das städtische Leben lahmlegte, forderte der Ökolöwe schon einmal, die Stadt solle in dieser Situation mehr Platz für Radfahrer/-innen schaffen und an Hauptverkehrsstraßen Pop-Up-Radwege anlegen. Eine ideale Gelegenheit, der Verkehrswende neuen Schub zu geben. Doch das zuständige Verkehrsdezernat winkte ab. Jetzt startet der Ökolöwe eine Petition für mehr Pop-Up-Radwege in Leipzig.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #53
The Times They Are a-Changin. Grafik: L-IZ

Grafik: L-IZ

Für alle LeserThe Times They Are a-Changin'... Als ich mich vor knapp zwei Jahren im Tagebuch mit der Zahl der Frauen im US-Repräsentantenhaus beschäftigt und einen kleinen historischen Vergleich angestellt habe, sah der so aus: 1989: 16 Frauen bei den Demokraten, 13 Frauen bei den Republikanern. 2019: 88 Frauen bei den Demokraten, 13 Frauen bei den Republikanern.
Menschen brauchen Orte der Begegnung: Die Leipziger Museen sollten schnellstmöglich wieder geöffnet werden
Im Museum der bildenden Künste. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDass es so viele Menschen gibt, die meinen, gegen die immer neuen Corona-Maßnahmen protestieren zu müssen, hat auch damit zu tun, dass nicht wirklich klar ist, was alle diese Maßnahmen eigentlich bewirken. Es fehlt die Stringenz. Wichtige Maßnahmen, die die Verbreitung des Virus wirklich einhegen könnten, wurden unterlassen. Andere machen wenig bis gar keinen Sinn. Und auch die Direktoren der Leipziger Museen haben eigentlich die Nase voll von dieser Symbolpolitik.
Die Diskussion um die 2-Milliarden-Euro-Haushalte der Stadt Leipzig für die Jahre 2021/22 kann jetzt beginnen
Torsten Bonew. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserAm Dienstag, 24. November, hat Leipzigs Finanzbürgermeister Torsten Bonew dem Leipziger Stadtrat den Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2021 und 2022 vorgelegt. Das Arbeitsprogramm hat ein Gesamtvolumen von 2 Milliarden Euro im laufenden Haushaltsjahr und davon über 200 Millionen Euro pro Jahr für Investitionsmaßnahmen.
Unfuck the Economy: Wie wir aus dem katastrophalen alten Wirtschaftsdenken schleunigst herauskommen müssen
Waldemar Zeiler mit Katharina Höftmann Ciobotaru: Unfuck the Economy. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIch weiß nicht, ob der Titel zündet. Auch wenn man ahnt, warum Waldemar Zeiler so deftig in die Jugendsprache gegriffen hat, um klarzumachen, dass es so nicht weitergeht, dass unsere ganze derzeitige Art, Wirtschaft zu denken, falsch und dumm ist und wir über die gesamten Grundlagen unseres Wohlstands gründlich nachdenken müssen. Jetzt und schnell. Die Corona-Pause wäre eine einmalig gute Gelegenheit dafür gewesen.
„Fußball ist eben nicht nur, an den Ball treten.“ – FC Phoenix-Präsident Erik Haberecht zwischen Hoffnung und Resignation
Der Phoenix kann aktuell nicht über den Fußballplatz fliegen. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelSeit Anfang November rollt entsprechend der aktuellen Corona-Schutzverordnung im Freizeit- und Amateursport kein Ball mehr. Sportanlagen sind gesperrt, Mannschaftstrainings untersagt. Das bringt auch für die Sportvereine bundesweit zum Teil erhebliche Probleme und Herausforderungen mit sich.
Dienstag, der 24. November 2020: Haushaltsplanung in Zeiten der Coronakrise
Das Neue Rathaus in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Leipziger Stadtrat hat sich heute erstmals mit dem Doppelhaushalt für die Jahre 2021/22 befasst. Klar ist: Dank der Coronakrise wird die Verschuldung der Stadt massiv ansteigen. Unterdessen wurden Details der neuen sächsischen Corona-Schutzverordnung bekannt. In Hotspots soll es demnach Ausgangsbeschränkungen geben. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 24. November 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Schulgeld errichtet hohe Hürden für junge Leute, die medizinische Berufe erlernen wollen
Hohe Hürde Schulgeld. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist zwar nicht nur in Sachsen so. Auch in anderen Bundesländern hat man das Gesundheitswesen auf Kante gespart und gerade beim medizinischen Personal immer weiter die Effizienz-Schraube gedreht. Aber dass nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie überall das medizinische Pflegepersonal fehlt, hat auch damit zu tun, dass für die Ausbildung immer noch Schulgeld verlangt wird. Dabei hätte es in Sachsen längst abgeschafft sein sollen.
Der Stadtrat tagt: Die zweite November-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Stadtspitze möchte in der Ratsversammlung am Dienstag, den 24. November, den Entwurf für den Doppelhaushalt 2021/22 einbringen. Die Abstimmung soll aber erst am 31. März 2021 erfolgen. Der Doppelhaushalt ist fast das einzige Thema, das heute auf der Tagesordnung steht. Die L-IZ wird berichten. Ab circa 15 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.
Haus der Selbstständigen Leipzig: Solidarität mit Solo-Selbstständigen in der Pandemie?
Selbst und ständig und meistens allein. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Coronakrise brachte es unbarmherzig an den Tag, wie wenig Reserven gerade die Solo-Selbstständigen in Leipzig haben. Über Nacht brachen vielen von ihnen die Aufträge weg. Und die Hilfsprogramme passten bei den meisten überhaupt nicht zum Geschäftsmodell. Und einen schlagkräftigen Verband haben sie erst recht nicht. Aber seit September zumindest eine Anlaufstelle. Am 27. November gibt es die ersten Online-Angebote.