Info-Stände, Führungen, Diskussionen

Offene Tage der Justiz: Gerichte und Staatsanwaltschaften öffnen ihre Türen

Für alle LeserVom 24. bis 26. Oktober finden in Sachsen die „Offenen Tage der Justiz“ statt. Gerichte und Staatsanwaltschaften öffnen die Türen für neugierige Besucher. Richter und Staatsanwälte möchten im Rahmen vielfältiger Veranstaltungen mit interessierten Bürgern ins Gespräch kommen.

Der Anlass für die Einladung ist ein historisches Jubiläum. Zum 1. Januar 1993 wurden im Freistaat die ordentlichen Gerichte für Straf- und Zivilsachen wiedererrichtet. Sie lösten die Kreis- und Bezirksgerichte ab, die die DDR-Administration eingerichtet hatte. Das 25-jährige Jubiläum soll Anlass sein, interessierten Bürgern die Arbeit der Justiz näherzubringen.

Der Startschuss fällt am 24. Oktober im Dresdner Oberlandesgericht. Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) wird die Veranstaltungsreihe um 18 Uhr offiziell eröffnen. Anschließend liest Autorin Petra Morsbach aus ihrem tiefgründigen Gesellschaftsroman „Justizpalast“.

In Leipzig beteiligen sich Amtsgericht, Landgericht und Staatsanwaltschaft am 26. Oktober an der Aktion. Ab 9 Uhr informieren verschiedene Abteilungen des Amtsgerichts und die Staatsanwaltschaft an Informationsständen über ihre Arbeit.

Führungen durch das Gerichtsgebäude in der Bernhard-Göring-Straße und Vorführungen der Justizwachtmeister runden das Programm ab. Um 18 Uhr diskutieren Vertreter von Justiz und Polizei zu dem Thema „Sicherheit im öffentlichen Raum – Taten, Aufklärung und Verurteilung“.

Im Landgericht ist um 14 Uhr eine Gebäudeführung geplant, in deren Rahmen unter anderem der historische Schwurgerichtssaal zu sehen sein wird. Im Laufe des Nachmittags laden Richter und Staatsanwälte zu Diskussionen zu den Themen Datenschutz, Filesharing, Hetze im Netz und Cybercrime ein. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Voranmeldungen sind nicht erforderlich.

 

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Leipziger Zeitung Nr. 70. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserEs sind immer wieder Sätze von Kolleg/-innen in der jeweils neuen „Leipziger Zeitung“ (die Nr. 70 liegt jetzt überall, wo es gute Zeitungen zu kaufen gibt), die so einen kleinen Aha-Moment ergeben, auch wenn die Themen in der Zeitung von uns meist lange vorher schon angedacht und geplant sind. So auch unsere Recherche-Tour in die Erinnerungswelt der DDR. Was davon ist heute noch wirksam? Oder hängt uns die 1990 Abgewickelte immer noch am Hacken?