Liebe Leserinnen, liebe Leser, die Aufregung steigt. Voller Spannung sehen die Menschen dem großen Spektakel in der Stadt entgegen. Wie wird es ausgehen? Können dem Rekordmeister und bisher ungeschlagenen Tabellenführer Bayern München im heutigen Spitzenspiel ein paar Punkte abgeknöpft werden? Doch bevor es auf diese Fragen Antworten gibt, stehen ja noch ein paar Demonstrationen auf dem Programm. Es wird also auch in Connewitz einiges los sein. Die LZ informiert per Liveticker über das Geschehen.

Nach eigener Aussage wollen sie lediglich „Solidarität mit Palästina auf die Straße bringen und auf Missstände in Connewitz“ hinweisen. Doch die von der Gruppe „Lotta Antifascista“ und der vom Verfassungsschutz beobachteten „Handala“ orchestrierte Demonstration unter dem Titel „Antifa means: Free Palestine“ hat dabei ein paar klare Feindbilder im Gepäck – Israel zum Beispiel, die Linken-Politikerin Juliane Nagel und auch das alternative Jugend-Kulturzentrum „Conne Island“.

Ursprünglich planten sie, auf ihrem Weg durch Connewitz sowohl am Linken-Büro linXXnet und dem „Conne Island“ Zwischenkundgebungen abzuhalten. Daraus wird jedoch nichts. Die Stadt hat eine neue Route festgelegt. Diese führt vom Connewitzer Kreuz aus nicht in den Süden, sondern in Richtung Innenstadt, wo sie auf dem Augustusplatz auch beendet wird.

Bis sich dieser Zug um 13 Uhr in Bewegung setzt, ist Connewitz allerdings bereits mit mehreren Gegenveranstaltungen aktiv. Um 11 Uhr fällt hier der Startschuss. Die Auftaktkundgebung unter dem Motto „Kein Frieden mit Antisemit*innen“ findet am S-Bahnhof Connewitz statt, von wo aus die 300 erwarteten Teilnehmenden zum Basketballplatz am Connewitzer Kreuz ziehen.

Juliane Nagel (Die Linke), Leipziger Stadträtin und Landtagsabgeordnete. Foto: Lucas Böhme

„Dass die Demo nicht durch Connewitz geht, nimmt ganz viel Stress raus. Ich hoffe, dass alles gut über die Bühne geht“, äußert Juliane Nagel (Die Linke) gegenüber der LZ ihre Erleichterung über die neue Routenführung der „Palästina-Demo“.

Am Connewitzer Kreuz werden derweil die Absperrungen in Position gebracht. Foto: Alexander Böhm.

Zur Auftaktveranstaltung am S-Bahnhof Connewitz haben sich rund 70 Personen zusammengefunden, die sich in Kürze auf den Weg machen. Noch ist die Zubringer-Demo nicht losgelaufen. Inzwischen sind es um die 100 Personen, es wird aber noch auf weitere Ankommende gewartet.

Am S-Bahnhof Connewitz. Foto: Marius Mörtl

Jetzt, ab 12 Uhr, ist der Beginn zweier weiterer Gegenproteste avisiert. Am Basketballplatz beim Connewitzer Kreuz hat das Bündnis Israel-solidarischer Gruppen die Kundgebung „Enough is Enough – Kein Frieden mit Antisemit*innen“ angemeldet. Vor der Kirche an der Selneckerstraße ruft zeitgleich die Deutsch-Israelische Gesellschaft zur Kundgebung „Gegen jeden Antisemitismus“ auf.

Der Basketballplatz am Connewitzer Kreuz. Foto: Lucas Böhme

Wegen der besseren Übersichtlichkeit schließen wir an dieser Stelle den Ticker Nummer 1 und setzen mit Liveticker Nummer 2 fort.

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