Rechtsextremismus

Uni Leipzig: StuRa fordert Hausverbot für rechte Kampfsportler

Für alle LeserAm 7. Mai trainierten Kampfsportler des „Imperium Fight Teams“ auf dem Sportcampus an der Jahnallee. Nachdem die Kampfsportler im Nachgang an einen Tötungsdelikt in Chemnitz öffentlich zur Beteiligung an den anschließenden rechten Demonstrationen in der Erzgebirgsstadt aufgerufen hatten, fordert der Student_innenrat (StuRa) in einem offenen Brief von der Hochschulleitung, nun Konsequenzen zu ziehen.

Das „Imperium Fight Team“ steht seit seiner Gründung im Verdacht, eine Ausbildungsstätte für rechtextreme Hooligans aus dem Umfeld des 1. FC Lokomotive Leipzig zu sein. Mehrere Sportler sind zurzeit wegen Beteiligung an den rechten Krawallen am 11. Januar 2016 angeklagt.

Stein des Anstoßes ist ein Gruppenfoto, das die Athleten auf Instagram gepostet hatten. Die Aufnahme entstand auf der Leichtathletik-Anlage der Sportfakultät. Für den StuRa ein Affront. Das Posting sei „Ausdruck der Sicherheit, mit welcher davon ausgegangen wird, keine Konsequenzen tragen zu müssen“, schreibt die Antifabeauftragte Mathilda Blum an die Hochschulleitung. „Wir fordern hiermit von den Verantwortlichen an der Universität Leipzig, also von Ihnen, eben jene Konsequenzen folgen zu lassen.“

Die Studenten haben konkrete Vorstellungen, wie jene Konsequenzen aussehen sollten. „Das bedeutet ein Hausverbot für die „Imperium Fighting Championship“ und ihre Mitglieder sowie namentlich der am 07. Mai Beteiligten auszusprechen und konsequent durchzusetzen. Ebenso sollte zu diesem Vorfall öffentlich Stellung genommen werden“, führt Blum aus. Die Unterzeichnerin verweist auf die Verflechtungen der Kampfsportler in rechte Netzwerke.

Das „Imperium Fight Team“ fiel an der Uni Leipzig bereits im März 2015 auf. Seinerzeit hatten die Sportler die Ernst-Grube-Halle für ein MMA-Turnier angemietet. Nach Protesten aus der Studentenschaft ging die Uni-Leitung auf Distanz und kündigte das Mietverhältnis. Zu dem offenen Brief, der vergangenen Dienstag in sozialen Netzwerken verbreitet wurde, äußerte sich das Rektorat bisher nicht.

Ladenschlussbündnis demonstriert mit 200 Personen vor Naziobjekten in der Kamenzer Straße

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