Optik Rathenow vs. 1. FC Lok Leipzig 4:2 – Katerstimmung statt Vogelgesang

Für alle LeserNach der tragischen Pokalniederlage am Mittwoch in Chemnitz hat der 1. FC Lok Leipzig eine weitere Niederlage einstecken müssen. Beim Regionalliga-Schlusslicht Optik Rathenow verlor die Joppe-Elf mit 2:4 (1:3). Djamal Ziane hatte die runderneuterte Mannschaft im Stadion Vogelgesang schon nach zwei Minuten in Führung gebracht. Zwei unnötige Elfmeter brachten Rathenow zurück ins Spiel. Lok schaffte es vor 499 Zuschauern nicht mehr zurück.

Nach zwei Minuten sah es für den 1. FC Lok nach einem vielversprechenden Ausflug nach Rathenow aus. Nach einem Diagonalball auf Misch nickte dessen Flanke Djamal Ziane im Zentrum ein. „Und dann musst du das ruhig runterspielen und wenn du den Ball dreißig Minuten hinten rumspielst“, ärgerte sich Torschütze Djamal Ziane, der in der Schlussminute auch das zweite Tor erzielte.

Teamchef Björn Joppe hatte die Anfangself gegenüber dem Landespokal-Halbfinale gegen den Chemnitzer FC auf fünf Positionen verändert. Die erwähnten Ziane und Misch begannen ebenso wie Krug, Wolf, Pommer, Gottschick und Adler. Dafür waren Berger und Schulze nicht im Kader, Malone, Steinborn und Pannier saßen auf der Bank.

Vom Tabellen-Schlusslicht war bis auf einen Abschluss nach 10 Minuten nicht viel zusehen, ehe Lok-Rekordspieler Markus Krug den Hausherren durch zwei Foulspiele im Strafraum Hilfestellung gab. Turhan und Özcin nahmen die Geschenke dankend an und drehten binnen fünf Minuten das Spiel. Kapan machte gar das dritte Tor.

Rathenow hatte nach 35 Minuten vier Mal aufs Tor geschossen, davon zweimal aus dem Spiel heraus und führte 3:1. Leipzig war zwischendurch ein Elfmeter versagt worden, nachdem Adler im Strafraum gefallen war. Am Schiedsrichter wollte allerdings niemand den Rückstand festmachen. „Das sind drei individuelle Fehler, die so nicht passieren dürfen“, so Ziane.

Der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich fiel für Rathenow per Elfmeter. Foto: Thomas Gorlt

Der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich fiel für Rathenow per Elfmeter. Foto: Thomas Gorlt

Joppe wechselte in der Halbzeit Steinborn und Pfeffer für Gottschick und Adler ein und kritisierte in der Pressekonferenz einige Spieler, ohne konkrete Namen zu nennen. „Es gibt zwei, drei Spieler, die die Saison schon abgeschlossen haben und nicht mehr wollen.“ Wie auch in der ersten Halbzeit war Lok das Bemühen im weiteren Verlauf nicht abzusprechen. Es fehlte in der Offensive allerdings an Durchschlagskraft. Und hinten konterten die Gastgeber einmal konsequent und machten das 4:1.

„Wenn der Gegner ein, zwei Situationen besser ausspielt, kassieren wir auch noch das fünfte oder sechste.“ Der Teamchef hatte ohnehin kein gutes Gefühl bei der Reise ins Stadion Vogelgesang, erwartete kein Tirillieren seines Teams. „Ich hatte erwartet, dass es nach dem Pokal am Mittwoch ein sehr schweres Spiel wird. In den letzten Tagen waren die Köpfe nach unten gegangen.“

Dass es allerdings am Ende eine 1:4-Niederlage setzte, war auch ihm nicht recht. „Es war heute ein gebrauchter Tag. Aber ich will es auch nicht zu hoch hängen. Die Woche war für uns sehr emotional. Ich verspreche, dass wir die nächsten Spiele vernünftig angehen werden.“ Am kommenden Freitag, 19:00 Uhr, kommt Ex-Trainer Heiko Scholz mit seinem neuen Klub Wacker Nordhausen ins Plache-Stadion.

Die Statistik zum Spiel:
http://www.fussball.de/spiel/fsv-optik-rathenow-1-fc-lokomotive-leipzig/…

Leipziger Zeitung: Wo ein Wille ist … zwei Wahlen stehen vor der Tür

Regionalliga1. FC LokOptik Rathenow
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