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1. FC Lok Leipzig vs. SV Babelsberg 1:0 – Arbeitssieg gegen Remis-Könige

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    Es war ein aufregendes Wochenende für den 1. FC Lok. Der überraschende Rücktritt von Teamchef Björn Joppe und Co-Trainer Ronny Surma am Samstag hatte für mächtig Wirbel gesorgt. Mit besonderer Spannung wurde daher das Montagabend-Spiel gegen Babelsberg erwartet, bei dem der eigentliche Sportdirektor Wolfgang Wolf als Interimstrainer erstmals auf der Lok-Bank Platz nahm.

    Entspannt und gut gelaunt betrat der 62-Jährige den Stadioninnenraum. An seiner Seite hatte er Lok-Legende Rainer Lisiewicz dabei, der bisher offiziell Cheftrainer war. Der für das Amt des Co-Trainers vorgesehene Nicky Adler war nicht im Stadion, da er aktuell noch in Sachen Trainer-A-Lizenz am Büffeln ist.

    Die Papierform vor dieser Partie war besonders mit Blick auf Babelsberg ziemlich kurios. Die Nulldreier hatten von ihren bisherigen elf Spielen gerade einmal drei verloren, parkten aber dennoch auf dem vorletzten Tabellenplatz. Das lag daran, dass sie als einziges Team der Liga noch komplett sieglos sind, dafür aber gleich acht (!) Unentschieden vorzuweisen haben.

    Beste Laune bei Interims-Coach Wolfgang Wolf (rechts) und Rainer Lisiewicz. Foto: Jan Kaefer
    Beste Laune bei Interims-Coach Wolfgang Wolf (rechts) und Rainer Lisiewicz. Foto: Jan Kaefer

    Lok Coach Wolf war gewarnt, denn er wusste, dass Babelsberg trotz des eigentlich völlig unangemessenen Tabellenplatzes „spielerisch unheimlich stark“ ist. Er erwartete also ein schweres Spiel und verzichtete auf Hurra-Fußball. „Heute war taktische Disziplin gefragt, auch wenn die Leute vielleicht murren und pfeifen.“ Hinten sollte die Null stehen – und vorne, war Wolf sich sicher: „Machen wir ein Tor“.

    Bis das allerdings soweit war, vergingen viele – nicht immer schön anzuschauende – Spielminuten. Die erste richtig gute Chance hatten allerdings die Gäste. Ex-RB-Kicker Tom Nattermann zwang Lok-Keeper Lukas Wenzel zu einem spektakulären Reflex, wodurch er den Ball im Fallen noch über die Querlatte abwehren konnte (35.).

    Nur zwei Minuten später stand Lok kurz vor dem Führungstreffer, als Peter Misch aus Nahdistanz nur Nulldrei-Keeper Marco Flügel anschoss und der Ball auch im Nachsetzen einfach nicht zwischen die Pfosten wollte.

    Nach Zickert-Fallrückzieher klärt Cepni auf der Linie. Foto: Jan Kaefer
    Nach Zickert-Fallrückzieher klärt Cepni auf der Linie. Foto: Jan Kaefer

    Zwischen die Pfosten schaffte es das Spielgerät dann unmittelbar vor der Halbzeitpause tatsächlich – wurde aber nach einem sehenswerten Fallrückzieher von Lok-Kapitän Robert Zickert auf der Linie per Kopf von Ugurtan Cepni zurück ins Spielfeld befördert. Daher ging es torlos zum Pausentee.

    Die zweite Halbzeit setzte vom Unterhaltungswert her lückenlos an die erste Hälfte an. Oder positiv formuliert: Lok wahrte die taktische Disziplin! Zumindest erst mal bis zur 57. Minuten, als nach einer Cepni-Ecke und anschließendem Einsatz von Jake Wilton der Ball im Tor der Leipziger zappelte.

    Während Schiedsrichter Rasmus Jessen den Treffer gab und sich die Gäste zur Jubeltraube formierten, stürmte Lok-Keeper Wenzel aufgebracht zum Assistenten Chris Rauschenbach und bemängelte eine Regelwidrigkeit beim Erzielen des Tores. Rauschenbach rief Jessen zu sich, beide berieten und erkannten den Treffer wegen Handspiels ab! Erleichterter Jubel der 3.105 Zuschauer im Bruno-Plache-Stadion – abzüglich derer, die es mit Babelsberg hielten.

    Gedämpfter Torjubel von Matthias Steinborn, dessen Lok-Team heute auf dem Trikot auf die Football People Weeks des Netzwerk FARE aufmerksam macht. Foto: Jan Kaefer
    Gedämpfter Torjubel von Matthias Steinborn, dessen Lok-Team heute auf dem Trikot auf die Football People Weeks des Netzwerk FARE aufmerksam macht. Foto: Jan Kaefer

    Ab da passierte im Hinblick auf Chancen wenig. Und dann – man hätte schon fast nicht mehr damit gerechnet – hielt der Ex-Babelsberger Matthias Steinborn einfach mal drauf: Tor für Lok in der 76. Minute! „Ich hatte Steini schon gedroht, dass ich ihn raushole. Da hat der sich wohl gedacht: Schieße ich noch mal drauf – und macht das Tor.“, so Lok-Trainer Wolf in der anschließenden Pressekonferenz. Ausgewechselt wurde der Torschütze drei Minuten später trotzdem und erntete viel Applaus vom Publikum.

    „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie das heute so nach Hause gebracht hat.“, freute sich Wolf, der sich ausdrücklich auch bei Joppe und Surma bedankte, dass sie alle Informationen zur Spielvorbereitung zur Verfügung gestellt hatten. „Das hier ist auch ihr Sieg!“, sagte er auf der Pressekonferenz und erntete breite Zustimmung.

    Lok hat sich mit nun 25 Punkten den 3. Platz in der Regionalliga Nordost zurück geholt und lauert damit weiterhin hinter Hertha BSC II und Altglienicke, die beide mit 28 Punkten führen. Für Lok steht am kommenden Freitag (16 Uhr) nun wieder ein Auswärtsspiel an. Genau wie im Achtelfinale des Sachsenpokals müssen die Blau-Gelben beim Liga-Schlusslicht Bischofswerdaer FV antreten.

    Die Statistik zum Spiel:
    http://www.fussball.de/spiel/1-fc-lokomotive-leipzig-sv-babelsberg-03/…

    Nulldrei-Keeper Marco Flügel hat den Ball vor Sascha Pfeffer. Foto: Jan Kaefer
    Nulldrei-Keeper Marco Flügel hat den Ball vor Sascha Pfeffer. Foto: Jan Kaefer

    1. FC Lok Leipzig: Teamchef Joppe nimmt seinen Hut

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