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Munitionsaffäre

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Polizisten im Demo-Einsatz. Foto: LZ

Von wegen Einzelfälle: Inzwischen 49 „Verdachtsfälle mit Bezug zum Rechtsextremismus“ bei der sächsischen Polizei

So richtig zum Thema wurden Polizisten, die sich in rechtsextremistischen Kreisen bewegen, erst mit den mit „NSU 2.0“ gekennzeichneten Mails. Obwohl es vorher schon immer wieder Vorfälle mit Beamten – auch in Sachsen – gab, die erstaunliche Nähe zu rechtsextremem Gedankengut hatten. Von Einzelfällen kann da schon lange keine Rede mehr sein, bestätigt eine neue Antwort aus dem Innenministerium.

Foto: LZ

Personeller Neustart im LKA Sachsen

Mit sofortiger Wirkung wurden heute der Präsident des Landeskriminalamts, Petric Kleine (58) und der für die Spezialkräfte/Spezialeinheiten zuständige Abteilungsleiter (Abt. 4) Sven Mewes (60) von ihren Funktionen entbunden.

Albrecht Pallas (MdL, SPD) Foto: Götz Schleser

Albrecht Pallas (SPD): Strukturelle Probleme bei der Polizei konsequent angehen

Albrecht Pallas, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, am Donnerstag nach der Sitzung des Innenausschusses zum Munitionsdiebstahl im MEK Dresden: „Das sogenannte Fahrradgate von Leipzig und nun der Munitionsskandal beim Mobilen Einsatzkommando Dresden haben strukturelle Probleme bei der Polizei offengelegt. Die liegen in einem zu laxen Umgang mit sensiblen Bereichen wie Asservaten sowie Waffen- und Gerätekammern“, so Albrecht Pallas.

Kerstin Köditz (Linke). Foto: DiG/trialon

Kerstin Köditz zur Munitionsaffäre: Kontrollen des LKA haben vollständig versagt

Nach der heutigen Sondersitzung des Innenausschusses zum Munitionsdiebstahl bei der sächsischen Polizei erklärt Kerstin Köditz, zuständig für Innenpolitik: „Es steht der Verdacht im Raum, dass eine ganze Spezialeinheit des Landeskriminalamts außer Kontrolle geraten ist. Mein Eindruck ist, dass sich eine schwer bewaffnete Eliteeinheit verselbständigt hat.“

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