Nationalatlas

Kleinstädte mit mehreren kulturellen Sparten in Deutschland. Karte: IfL, Nationalatlas
Politik·Kassensturz

Kultureinrichtungen in Kleinstädten: Großes Angebot in Süddeutschland, Sachsen ziemlich ausgedünnt

Einer der Faktoren, die darüber mitentscheiden, ob Menschen sich in der Region, in der sie leben, wie Zuhause fühlen, ist auch der „weiche“ Standortfaktor Kultur. Daran sparen ja Politiker nur zu gern, wenn sie meinen, der Haushalt des Landes oder der Kommune müsse „konsolidiert“ werden. Aber wie sieht es mit Kultur tatsächlich aus in deutschen Kleinstädten? Das Institut für Länderkunde hat es mal ausgewertet.

Der Rückgang der jüngeren Berufsjahrgänge seit 2008 besonders in Ostdeutschland. Grafik: Institut für Länderkunde / Nationalatlas
Politik·Kassensturz

Alternde Erwerbsbevölkerung in Ost wie West: Das demografische Drama in zwei neuen Karten  

„Demografischer Wandel“, das klingt so harmlos wie Klimawandel, Kulturwandel oder Meinungswandel. Aber der Begriff verharmlost die Folgen einer Politik, die den Menschen aus dem Blick verloren hat und eine Gesellschaft nur noch nach ökonomischen Prämissen gestaltet. Aber die auf Effizienz getrimmte Zeitökonomie stiehlt den Menschen nicht nur Freizeit und Lebenszeit. Sie macht Menschsein selbst zur Ware. Mit dramatischen demografischen Folgen.

Pünktlich wie immer: die Sonne am Horizont. Foto: Ralf Julke
Bildung·Forschung

Wintersonnenwende im Nationalatlas: Welcher Ort in Deutschland hat den kürzesten Tag erwischt?

Es geht auch den Länderkundlern so wie anderen Menschen: Sie sehnen sich nach Licht. Gerade in der Zeit, da die Tage immer kürzer werden und der kürzeste aller Tage im Jahr naht, der Tag der Wintersonnenwende. Und man merkt ihren wissenschaftlichen Spaß dabei, wenn sie den Deutschen vorrechnen, dass die Leute im Norden einen noch viel kürzeren kürzesten Tag erleben als die im Süden. Grund genug für eine neue Karte im Nationalatlas.

Nachweis von Turteltauben. Karte: Nationalatlas / IfL
Bildung·Forschung

Auch in Sachsens Agrarlandschaften wird die Turteltaube regelrecht vertrieben

Die großen Städte im Lockdown waren für einige Wochen auch Orte der Ruhe, der leeren Straßen und der sauberen Luft. Und so mancher Großstädter sah auf einmal Tiere in der Stadt, die sich sonst tagsüber gar nicht zu piepsen trauen. Eine eher friedliche Erinnerung daran, dass die Corona-Pandemie gar nicht unser größtes Problem ist. Klimawandel und Artensterben gehen unvermindert weiter. Nun gibt es im Nationalatlas mal eine besondere Würdigung für die immer rarer werdende Turteltaube.

Die im Nationalatlas veröffentlichte Karte zu den Raumtypen bei der Europawahl. Karte: IfL, Nationalatlas
Bildung·Forschung

Fällt das Land auseinander oder zeigt sich im Flickenteppich das Ende einer überholten Politikära?

Nicht nur Parteizentralen und Umfrageinstitute rätseln über die letzten Wahlergebnisse in Deutschland. Nicht nur die im Osten, wo die AfD zur Europawahl auch noch die CDU überholte. Dr. Tim Leibert vom Leibniz-Institut für Länderkunde hat jetzt mit den Methoden der Statistik versucht herauszufinden, ob die einfachen Formeln, die die großen Medien für das Auseinanderfallen des Landes benutzen, eigentlich stimmen.

Verteilung der Tuberkuloseneuerkrankungen in Deutschland. Grafik: IfL, Nationalatlas
Leben·Gesundheit

Tuberkulose ist ein Problem der Großstädte und der Armut

Mit Karten kann man viele gesellschaftliche Entwicklungen sichtbar machen. Auch die Herausforderungen für das Gesundheitswesen. Zum Beispiel die Verteilung meldepflichtiger Erkrankungen wie der Tuberkulose. Sie gehörte auch in Deutschland einmal zu den Volkskrankheiten, galt aber lange Zeit als weitgehend verdrängt. Doch mit der Armut kehrt auch sie wieder zurück nach Deutschland. Und mit den Menschen aus den armen Ländern der Welt.

Der Bedeutungsverlust vieler Kleinstädte im Osten. Karte: IfL, Nationalatlas
Bildung·Forschung

Viele Kleinstädte auch in Sachsen haben Funktion als regionale Zentren verloren

Egal, wo man hinschaut, werden die Folgen eines ziemlichen radikalen Denkens sichtbar, das sämtliche gesellschaftlichen Funktionen glaubt, dem Sparprinzip unterwerfen zu müssen. Die vielen Kreis- und Funktionalreformen auch in Sachsen gehören dazu. Das Ergebnis ist ein rapider Bedeutungsverlust vieler Kleinstädte – und eine wachsende Distanz der Bürger zur eigenen Demokratie. Was jetzt auch Karten aus dem IfL Leipzig zeigen.

BIP-Flickenteppich Europa. Karte: Nationalatlas, Screen: L-IZ
Bildung·Forschung

Neoliberale Wettbewerbspolitik zerreißt die Staaten Europas

Parallel zur Konferenz „Coping with uneven development in Europe“, die vom 27. bis 29. September in Leipzig stattfindet, veröffentlicht das Leibniz-Institut für Länderkunde auch neue Karten im digitalen Nationalatlas, die zeigen, wie sehr das Wettbewerbsdenken Europa in einen Flickenteppich verwandelt. Und besonders deutlich wird dabei der Zusammenhang von Wirtschaftsleistung und Abwanderung.

Rückwanderung nach Qualifizierung. Karte: IfL / Nationalatlas
Politik·Kassensturz

Sachsen profitiert vor allem von der Rückwanderung hochqualifizierter Auswanderer

Über Wanderungsbewegungen in Deutschland wird viel diskutiert. Meistens unter falschen Vorzeichen. Auch von Landesregierungen, die lieber Ängste schüren und Menetekel an die Wand malen, als wirklich verstehen zu wollen, warum Menschen ihre Heimat verlassen – oder zurückkehren. Denn nicht nur Ausländer sind Wanderer. Das in Leipzig heimische Institut für Länderkunde (IfL) hat jetzt Wanderbewegungen mal unter die Lupe genommen.

20- bis 24-Jährige, die noch bei ihren Eltern leben (2011). Karte: Nationalatlas, IfL
Bildung·Forschung

Das falsche Märchen vom Nesthocker und die Scheu vor der Wahrheit im Institut für Länderkunde

Wann kam eigentlich diese Diskussion um die Nesthocker auf? Junge Leute, die nicht gleich mit 18 zu Hause ausziehen, wegziehen und sozusagen flügge werden? War es ein besoffener Soziologieprofessor? Ein publicity-versessenes Mietportal? Oder gar eine pr-trunkene Mietautobude? Jedenfalls wird über das Phänomen auch von ernsthaften Forschern geredet. Von denen des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) zum Beispiel.

Patentanmeldungen 2015 nach Bundesländern. Grafik: Nationalatlas, IfL
Wirtschaft·Metropolregion

Was Patentanmeldungen über das West-Ostgefälle bei deutschen Unternehmen sagen und was nicht

Die Mitarbeiter des Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig waren wieder fleißig und haben neue Karten für den digitalen Nationalatlas angefertigt. Karten sind sehr aussagekräftig, wenn man zum Beispiel die Verteilung bestimmter Dinge zeigen will – von finanzieller Wirtschaftskraft zum Beispiel. Patentanmeldungen zeigen zum Beispiel, wie schwach der Osten auf der Brust ist.

Kinderrheumatische Versorgungseinrichtungen. Karte: IfL Leipzig, Nationalatlas
Leben·Gesundheit

Zur Behandlung von Kinderrheuma fehlen vielerorts die Spezialeinrichtungen

Es ist zumindest ein besonderes Thema, das sich das in Leipzig heimische Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) diesmal für neue Karten im „Nationalatlas“ vorgenommen hat: Kinderrheuma. Rheuma ist zwar vor allem ein Problem älterer Menschen. Doch eine kleine Gruppe von Kindern ist davon ebenfalls – zumindest zeitweise – betroffen. Aber zu selten wird das dann auch ärztlich behandelt.

Ausschnitt aus der Karte mit den Mini-Verbindungen in Leipzig und Dresden. Karte: Nationalatlas, IfL
Wirtschaft·Mobilität

Inlandsflieger verlieren auch in Sachsen Marktanteile an den ICE

Der vom Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) erstellte Nationalatlas ist ein Beispiel dafür, wie man die Veränderung eines Landes wie der Bundesrepublik sichtbar machen kann. In immer wieder neuen thematischen Karten wird hier sichtbar gemacht, wie sich Phänomene ändern. Aktuell: die Inlandfliegerei. Eigentlich ein ökologischer Wahnsinn. Aber manche Menschen können gar nicht schnell genug irgendwo sein. Lauter wichtige Leute.

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