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Mobilität

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E-Roller-Stellfläche auf dem Lindenauer Markt. Foto: LZ

E-Scooter in Leipzig: Die Stadt kann der Petition gegen die Elektro-Roller nicht abhelfen

Auch das war noch so eine Art Abschiedsgeschenk des scheidenden Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer (CSU): Im Mai 2019 ließ er die elektrischen Tretroller auch in Deutschland zu und seitdem besetzen international agierende Verleih-Unternehmen eine Großstadt nach der anderen mit diesen Vehikeln. Lange war Leipzig verschont worden. Am 25. Oktober aber begannen auch die LVB einen Deal mit mit zwei Roller-Verleihern.

Einführung des BildungsTickets im MDV. Foto: MDV

SMWA zum Erfolg des BildungsTickets: Schon 118.000 Abos verkauft + Update

Dass der Freistaat Sachsen im Jahr 1990 ganz und gar nicht als modernes Bundesland startete, sondern einige völlig veraltete Vorstellungen aus den Verfassungen der alten Bundesländer übernahm, war auch bei der über Jahre dauernden und ziemlich chaotischen Diskussion um das Bildungsticket sichtbar geworden. Seit August 2021 gibt es das Ticket endlich in Sachsen. Und – wie erwartet – findet es auch großen Zuspruch.

Autonom plus CO2-neutral

Der Güterverkehr hat sich in den vergangenen 50 Jahren in etwa verdreifacht. Wenn man der OECD-Studie „ITF Transport Outlook 2019“ Glauben schenkt, wird sich an der Dynamik dieser Entwicklung nichts ändern. Demnach wird sich das Transportaufkommen zwischen 2015 und 2050 noch einmal verdreifachen. Auch die Zahl der Güter auf der Straße wird somit zunehmen.

Platzvergleich zwischen Pkw, Fußgänger/-innen und Carsharing. Foto: Frank Lochau

Leipziger Mobilitätsanbieter: 90 % Flächeneinsparung sind mit neuen Mobilitätsdienstleistungen möglich

Es war einer der Hingucker am autofreien Sonntag am 19. September auf dem Leipziger Ring: Vor dem Astoria zeigten Leipziger Mobilitätsanbieter, wie unterschiedlich groß der Flächenbedarf unterschiedlichster Verkehrsarten ist. Und welch enormer Platzgewinn entsteht, wenn sich die Besitzer von Pkw einfach entschließen, ihr privates Auto abzustoßen und dafür auf kollektive Mobilitätsangebote zuzugreifen. In einer Studie zeigen die beteiligten Unternehmen jetzt, wie enorm der Gewinn durch so eine Mobilitätswende in Leipzig sein könnte.

Stadt für alle oder Stadt für einige: Wie Menschen mit Behinderungen, niedrigem Einkommen oder langen Arbeitswegen in Leipzig vorankommen

Anfang Oktober sorgte ein eingestürztes Haus in der Rosa-Luxemburg-Straße für Verkehrschaos im Leipziger Osten. Vor allem Menschen, die auf die Straßenbahn angewiesen sind, mussten mehrere Tage lang mit dem Fahrrad oder zu Fuß ihre Wege bestreiten. Die Probleme waren nach knapp einer Woche behoben. Doch was ist mit den Menschen, für die Bus- und Bahnfahren immer eine Herausforderung ist? Inwiefern engagiert sich die Stadt Leipzig im Bereich der Mobilität für Teilhabe?

Fahrscheinautomat in einer XXL-Straßenbahn. Foto: Ralf Julke

Ein ÖPNV-Preisvergleich des ADAC: Was herauskommt, wenn Autofahrer am Automaten stehen

Es ist schon erstaunlich, wenn sich der Autofahrerclub ADAC einmal rührend um die ÖPNV-Ticket-Preise in deutschen Großstädten kümmert. Was der ADAC ja tatsächlich wieder getan hat. Und das auch noch mit einem erstaunlichen Argument: „Eine wichtige Maßnahme, um überfüllte Innenstädte zu entlasten, ist es, stärker auf den ÖPNV zu setzen.“ Was man auf zweierlei Art tun kann: entweder mit mehr Investitionen oder mit besseren Fahrpreisen.

Tempo 30 in der Bernhard-Göring-Straße. Foto: Ralf Julke

Appell an die neue Bundesregierung: ADFC und FUSS e. V. fordern Tempo 30

Was wurde hier nicht schon darüber diskutiert, welche guten oder schlechten Folgen ein flächendeckendes Tempo 30 in Städten wie Leipzig hätte. Es ist eine Diskussion mit einem Denkfehler, nämlich dem, dass modernes Leben und Arbeiten ohne Auto nicht denkbar ist. Seit über 60 Jahren wurden unsere Städte „autogerecht“ umgebaut. Parallel zur Entfesselung der CO2-Emissionen. Dabei müssen wir unser Denken ändern. Auch über ein Tempolimit von 30.

Radweg unter Wasser. Foto: Ralf Julke

ADFC zu MDR-Umfrage: Sachsen braucht viel mehr Tempo beim Radwegebau

Die Bewohner Mitteldeutschlands sind wahrscheinlich auch nicht närrischer als die Bewohner anderer Landesteile. Sie sehen sehr wohl, welche Gefahren mit dem Klimawandel auf sie zukommen. Aber wenn es darum geht, das eigene Verhalten wirklich zu überdenken, weichen auch sie aus. Das belegte einmal mehr die am 28. Oktober veröffentlichte Umfrage des MDR. „Über drei Viertel geben an, die Komplexität des Klimawandels zu verstehen“, stellte dieser fest. Die Umfragewerte strafen diese Aussage Lüge. Das hat Folgen.

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