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VKU-Geschäftsführer Liebing zu Besuch auf der Baustelle des HKW Leipzig Süd: Den Weg müssen noch viel mehr Kommunen gehen

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    Auf der Baustelle des HKW Leipzig Süd in der Bornaischen Straße, dem zentralen Projekt für Leipzigs Ausstieg aus der Abhängigkeit von der Braunkohle, geht es planmäßig vorwärts: Während die Arbeiten an den neuen Gebäuden zügig voranschreiten, wächst der Wärmespeicher langsam in die Höhe, teilen die Stadtwerke Leipzig mit.

    Einen Vor-Ort-Eindruck verschaffte sich in dieser Woche der Geschäftsführer des wichtigen Branchenverbandes der deutschen Stadtwerke, Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), Ingbert Liebing, und fand, dass Leipzig da auf dem richtigen Weg ist.„Regelbare Erzeugungsanlagen schaffen die nötige Flexibilität für eine sichere Versorgung. Klimaschutz und Versorgungssicherheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Sie müssen vereint werden. Genau dies geschieht in Leipzig. Mit ihrem neuen Kraftwerk leisten die Leipziger Stadtwerke einen entscheidenden Beitrag für die nachhaltige Energie-Zukunft der Region“, sagte Liebing.

    Wenn das Kraftwerk in einem Jahr ans Netz geht, wird es – so formulieren es zumindest die Stadtwerke – „das sauberste Gasturbinenkraftwerk der Welt sein“. Die Stadtwerke sehen den Betrieb mit fossilem Erdgas, mit dem das Kraftwerk mit Betriebsstart erst einmal arbeiten wird, aber nur als Brückentechnologie und statten das HKW jetzt schon so aus, dass es zukünftig mit synthetischen Gasen wie beispielsweise grünem Wasserstoff betrieben werden kann.

    „Wir denken heute schon an Übermorgen. Und die Region bietet hervorragende Bedingungen, um das Zukunftsthema Wasserstoff mit Partnern voranzutreiben – und damit die Herausforderungen der Energiewende und den anstehenden Strukturwandel in der Region zu meistern“, erklärt Karsten Rogall, Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke. „Um dies umsetzen zu können, benötigen wir einen verlässlichen gesetzlichen Rahmen und Zusagen für notwendige Anschubförderungen.“

    Es gebe in Leipzig und Mitteldeutschland entlang der kompletten Wertschöpfungskette gute Möglichkeiten, zukünftig die Potenziale von grünem Wasserstoff zu heben. Ein Netzwerk für grünen Wasserstoff stehe bereit – von der Forschung, Produktion bis zu Transport und Speicherung.

    „Das Signal, das von der aktuellen Leipziger HKW-Baustelle ausgeht, ist: Wir übernehmen aktiv Verantwortung für den Strukturwandel und halten ein hohes Tempo beim notwendigen Umbau des Wärmeversorgungssystems“, ergänzt Thomas Brandenburg, verantwortlicher Abteilungsleiter für den Aufbau der neuen Anlagen.

    Da vergisst man beinah, dass auch dieser Bau eines neuen modernen Heizkraftwerks eine längere Vorgeschichte hat, die 2017 mit einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von Grünen und Linken im Leipziger Stadtrat begann: „Konsequentes Eintreten für den Klimaschutz – Auch bei der Fernwärme!“

    Ein Antrag, auf den dann OBM Burkhard Jung als Aufsichtsratsvorsitzer der Leipziger Gruppe reagierte und versprach, zwei Ausstiegsszenarien aus der Fernwärmeversorgung aus dem Kohlekraftwerk Lippendorf vorlegen zu wollen. Am Ende wurde es zwar nur eins, aber dafür ein konsequentes: der Bau eines zweiten Gaskraftwerks in Leipzig, das Ende 2022 in Betrieb gehen und künftig die Fernwärmeversorgung in Leipzig absichern soll.

    Anfangs betrieben mit Erdgas, später – wenn er in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht – mit Wasserstoff aus der alternativen Energiegewinnung, sogenanntem „grünem Wasserstoff“.

    Liebing sagte den Leipzigern beim Besuch seine weitere Unterstützung zu.

    „In ganz Deutschland brauchen wir mehr Dynamik für den Bau neuer Anlagen, um im Jahr 2045 die angestrebte Klimaneutralität in Deutschland erreichen zu können. Wichtig ist, dass die nächste Bundesregierung die richtigen Weichen stellt, um sowohl den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzutreiben als auch Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, sagte er.

    Die Leipziger Stadtwerke investieren im Rahmen ihres Zukunftskonzepts Fernwärme – mit dem Herzstück HKW Leipzig Süd – in den nächsten Jahren mehr als 300 Millionen Euro in den Bau neuer Anlagen. Durch die Investition in umweltfreundliche und innovative Anlagen erzielen sie bessere Wirkungsgrade und weniger CO2-Emissionen.

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